Sterberate und Intensivbettenbelegung weiterhin auf niedrigem Niveau

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Foto: Von Platoo Fotography/Shutterstock

So langsam laufen sich die Verantwortlichen warm, um für den Winter, wenn der heiß ersehnte Impfstoff immer noch nicht da ist, den nächsten Lockdown vorzubereiten. Die Vorlage dazu liefert, wie schon früher das RKI mit seinen völlig belanglosen Zahlen, Wirrologen wie Drosten, die mit vor Aufregung zitternden Fingern ständig auf Alarmknöpfen herumdrücken und Medien, die nach Corona-Klick-Zahlen geifern.

Tatsächlich aber schießt weiterhin lediglich die Zahle positiv Getesteten in die Höhe, alles andere bleibt im verhältnismäßig harmlosen Bereich:

Zwar gibt es erstmals seit Ende April es in Deutschland wieder konstant über 2.000 angebliche Corona-Neuinfektionen pro Tag. Das geht aus direkten Abfragen bei den 401 kreisfreien Städten und Landkreisen hervor, die seit Anfang März täglich von der dts Nachrichtenagentur ausgewertet werden. Demnach wurden am Donnerstag 2.690 Neuinfektionen registriert, der Durchschnittswert für die letzten sieben Tage stieg damit um 108 auf 2.034. Laut Schätzungen gibt es derzeit knapp 25.000 aktiv Infizierte in Deutschland, der Anteil an Intensivpatienten bleibt aber mit rund 1,5 Prozent vergleichsweise gering.

Im Mai und Juni lag der entsprechende Wert bei fast zehn Prozent. Die Sterberate stieg in den letzten Tagen deutlich an, von einem Tief von 0,2 Prozent Anfang September auf nunmehr 0,7 Prozent. Im Mai und Juni starben aber im Verhältnis der Neuinfektionen im Zeitraum von jeweils 14 bis 21 Tagen zuvor noch fünf bis sechs Prozent.

Doch die permanente Angstmache hat natürlich Folgen:

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen findet es tatsächlich richtig, zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Gästezahlen privater Feiern zu beschränken. Das hat eine Umfrage von Infratest für den ARD-„Deutschlandtrend“ im Auftrag der Tagesthemen am Montag und Dienstag dieser Woche ergeben. 85 Prozent sagen demnach, es gehe in die richtige Richtung, private Feiern wie Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern nur noch für höchstens 50 Gäste zu erlauben.

13 Prozent sind der Meinung, eine solche Maßnahme gehe in die falsche Richtung. Am Dienstag haben sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer und Bundeskanzlerin Angela Merkel darauf geeinigt, Teilnehmerzahlen von Feiern zu begrenzen, wenn ein erhöhtes Infektionsgeschehen vorliegt. Gibt es in einem Landkreis binnen einer Woche mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, so dürfen Feiern in öffentlichen Räumen dort nur noch mit maximal 50 Personen stattfinden.

Für private Feiern wird eine Obergrenze von 25 Menschen empfohlen. Liegen die Neuinfektionen in einem Landkreis bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohnern, so sind für Feiern in öffentlichen Räumen nur noch höchstens 25 Teilnehmer erlaubt. Für private Feiern wird dann eine Höchstzahl von zehn Menschen empfohlen.

An einzelnen Orten in Deutschland wurde aufgrund eines erhöhten Infektionsgeschehens zudem eine Ausweitung der Maskenpflicht beschlossen. So wird das Tragen eines Mund- Nasen-Schutzes dort auch auf belebten öffentlichen Straßen und Plätzen vorgeschrieben. Eine solche Maßnahme geht für 63 Prozent der Deutschen in die richtige Richtung; für 34 Prozent geht eine solche Maßnahme in die falsche Richtung.

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie wünscht sich eine Mehrheit der Deutschen mehr Einheitlichkeit. Vier von fünf Deutschen (78 Prozent) wünschen sich, dass die Bundesländer häufiger einheitlich vorgehen; jeder Fünfte (20 Prozent) wünscht sich das nicht. Derweil findet eine knappe Mehrheit der Deutschen, man sollte in der Coronakrise vor allem auf die Eigenverantwortung der Menschen statt auf strenge Regeln setzen. 54 Prozent stimmen dieser Aussage zu; 43 Prozent stimmen ihr nicht zu. Den Menschen in den ostdeutschen Bundesländern ist es besonders wichtig, vorrangig auf die Eigenverantwortung der Menschen zu setzen: Unter den Ostdeutschen wird diese Vorgehensweise von zwei Dritteln (65 Prozent) unterstützt; ein Drittel (32 Prozent) stimmt der entsprechenden Aussage nicht zu. Einig sind sich die Deutschen in einem anderen Punkt: 92 Prozent sind der Meinung, die Coronakrise könne nur bewältigt werden, wenn die Menschen in Deutschland solidarischer miteinander umgehen; 7 Prozent stimmen dieser Aussage nicht zu. Für die Erhebung waren 1.001 Personen am 28. und 29. September befragt worden.

So allmählich bekommt man das Gefühl, dass solche Umfragen direkt im Bundeskanzleramt oder in der Redaktion des „Spiegels“ durchgeführt werden. Oder die Bürger sind tatsächlich nicht mehr in der Lage, selbstständig zu denken, so als ob Corona das Gehirn befallen hätte. (Mit Material von dts)

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