Vorwärts in die Vergangenheit: Linke träumen von Zwangskollektivierung der Landwirtschaft

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Die linke Agrar-Zukunft Deutschlands? (Symbolbild: pxhere.com)

30 Jahre nach dem Zusammenbruch der DDR soll der Sozialismus auf seinem einstigen Wirkungsgebiet wieder auferstehen. Schritt für Schritt arbeiten Umverteiler, Neostalinisten, linke Etatisten und ewiggestrige Ideologen für die Beseitigung von marktwirtschaftlicher Grundordnung und Privatbesitz, und trommeln für Verstaatlichung, Enteignung, Zentralisierung. Neuester Vorstoß: Die Thüringer Linken fordert nicht nur genossenschaftliche Modelle, sondern auch mehr Agrarland in „öffentlicher Hand“.

„Junkerland in Bauernhand“: Anscheinend wollen Thüringens Linke nach dieser realsozialistischen einstigen Parole die nächste sozialistische Bodenreform einläuten. Die ersten Schritte in diese Richtung klingen zwar harmlos und vordergründig sozial, entpuppen sich bei näherem Hinsehen allerdings als die üblichen dirigistisch Tricks zur Aushebung von Marktmechanismen: Lokale Bauern sollen nach dem Willen der Linken beim Kauf von Agrar-Land bessere Chancen bekommen, berichtet „n-tv“ unter Berufung auf ein von der Linken-Fraktion in Auftrag gegebenes Gutachten.

Dieses beinhaltet die üblichen Rezepte, deren „Segensreichtum“ sich derzeit gerade in der Berliner Bauwirtschaft bemerkbar macht: Analog zum dortigen „Mietdeckel“ muss es bei den Bauern ein „Preisdeckel“ richten, den den Verkauf größerer Betriebe fortan reglementieren soll, bedarfsweise ergänzt um eine „Genehmigungspflicht“. Bürokratie statt Marktfreiheit – die neue Planwirtschaft lässt grüßen.

Bürokratie statt Wettbewerb

Die blutrote Genossenschaftsidee sieht ferner vor, dass beim Kauf von Agrarflächen fortan „mehr regionale Bauern und weniger Investoren“ zum Zug kommen dürfen. Mit Ideen aus dem steinzeitsozialistischen Gruselkabinett eines Ho Chi Minh oder Pol Pot will nicht nur die Thüringer Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow dem herbeiphantasieren Neufeudalismus den Garaus machen. Auch die Vorsitzende der Linke-Bundestagsfraktion, Amira Mohamed Ali, phrast sich einen ab: „Wir sind der Meinung, es muss sichergestellt werden, dass diejenigen Zugang zu bezahlbarem Boden haben, die ihn auch bewirtschaften und eben keine landwirtschaftsfremden Investoren„, heisst es in ihrer Stellungnahme zum gestern vorgestellten Gutachten einer „Bodenreform“.

Neben der Warnung vor einem „Ausverkauf“ von Agrarland plädieren die Linken schließlich für „mehr Boden in öffentlicher Hand„, im Zuge einer sogenannten „strategischen Bodenreserve„. Hier wird dann die Katze aus dem Sack gelassen: Sozialismus pur, DDR 2.0. Vorwärts immer, rückwärts nimmer; diesmal noch garniert mit grünen Einschüssen. So heißt es in einem Planungsentwurf der Thüringer Linken-Fraktion, dass der sozialisierte einstige Privatgrund künftig dann „mit sozial-ökologischen Auflagen langfristig an ortsansässige Agrar- und Forstbetriebe“ verpachtet werden soll. Alles schonmal dagewesen… (DM)

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