Der Lohn der Panikmache: Bundesverdienstkreuz für „Totenmaske“ Drosten

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Die Ikonen des Coronastaates applaudieren einander: Drosten bei der heutigen Verleihung des Bundesverdienstkreuzes in Schloss Bellevue (Foto:ScreenshotYoutube)

Wie bereits vergangene Woche vermeldet, kam der Haus- und Hofvirologe der Bundesregierung, Christian Drosten, als Leiter des virologischen Instituts an der Berlin Charité zum zweiten Mal in diesem Jahrtausend in den (von Protesten begleiteten) Genuss, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet zu werden – nicht nur für seine „wichtigen und weltweit anerkannten Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen“, sondern auch für die „innovativen Formate“, mit denen er diese „der Öffentlichkeit vermittelt.“ 

Wie genau diese „innovative“ Aufklärungsarbeit inzwischen aussieht (und wie sehr sie sich gegenüber der Anfangszeit der Pandemie verändert hat, als Drosten noch vor allem mit seinem NDR-Podcast „Coronavirus-Updates“ lieferte), das stellte der Geehrte diese Woche eindrucksvoll unter Beweis: Da wartete Drosten nämlich mit einem geradezu haarsträubenden Vergleich auf, um die angebliche Gefährlichkeit des Virus zu  illustrieren.

An Corona zu sterben, so Drosten, sei „für 60jährige 200-mal so wahrscheinlich wie ein tödlicher Autounfall“. Er bezog sich in der entsprechenden Passage seines Podcasts damit auf eine US-Analyse, die ein Risikosplitting nach Altersgruppen vorgenommen hatte. Diese „Meta-Analyse amerikanischer Forscher„, so Drosten, könne „gute Erkenntnisse darüber liefern, wie viele Menschen an einer Corona-Infektion sterben würden„, weil sie viele potenzielle Fehlerquellen ausschließe und somit „wertvolle Aussagen“ treffe. So sei das Alter der Bevölkerung der entscheidende Faktor für die Infektionssterblichkeit. „Das Alter macht es aus und sonst praktisch nichts„, so Drosten laut „Focus„.

Zunehmendes Alter erhöht die Anfälligkeit für Krankheiten??? Hätte Drosten heute nicht für seine Rolle als „Medienprofi der Pandemie“ den „Steinmeier-Oskar“ (aka Bundesverdienstkreuz am Bande) umgehängt bekommen, dann hätte er ihn wohl spätestens für diese Sensationsmeldung verdient. Welch eine bahnbrechende Erkenntnis! Anscheinend brauchte es eine „epidemische Notlage“, einen zerstörerischen fast globalen Lockdown, die Hysterisierung ganzer Völker und die manische Monofixierung der gesamten ärztlichen Zunft sowie nationaler Gesundheitssysteme auf diesen einen Virus, damit Gelehrtenmünder endlich Weisheiten ausspucken, die vor einem Jahr noch als geradezu beleidigend trivial empfunden worden wären.

Zur Unterstreichung der von hiesigen Katastrophenpriestern begierig rezipierten angeblichen Studienenthüllung, dass Covid-19 „…in puncto Sterblichkeit 16-mal gefährlicher“ sei als die Grippe, führte Drosten dann auch den haarsträubenden Vergleich 60-jähriger Autofahrer und deren Risiko ins Feld. Man muss schon fast dankbar sein, dass er nicht das Risiko von 110-jährigen, am Steuer tödlich zu verunfallen, mit dem potentiellen Covid-Todesrisiko verglich, das dann vermutlich sogar 8 Milliarden mal niedriger sein dürfte. Oder die Wahrscheinlichkeit für den Normalbürger, bei einer Mars-Expedition an einem Herzödem zu sterben.

Kein Vergleich ist zu hanebüchen

Wie sich die Studienergebnisse mit dem Umstand vereinbaren lassen, dass nach Erkenntnissen des Centers für Disease Control (CDC, eine Art US-amerikanisches Pendant zum RKI) von den bis Anfang September  rund 150.000 Corona-Toten der USA  in Wahrheit nur maximal 6 Prozent kausal an Covid starben, der Rest an Vorerkrankungen und gravierenden Komorbiditäten – das bleibt leider ebenso unerwähnt wie die nur noch ärgerliche und unverständliche Tatsache, dass bis heute in Deutschland keine wirklich validen Aussagen zur Mortalität getroffen werden können, weil die längste Zeit weder verpflichtend obduziert wurde noch zwischen „mit“ und „an“ differenziert wird. Als Folge dieser privilegierten Wahrnehmung dauernden Überbetonung angeblicher oder tatsächlicher „Covid-Opfer“ entsteht eine faktische Zweiklassen-Einteilung Verstorbener, was auch im Netz zunehmend beanstandet wird:

(Screenshot:Twitter)

Doch was immer taugt, um das „Arousal“, die Dauerverunsicherung und Panikstimmung in  der Bevölkerung aufrechtzuerhalten und zur Verinnerlichung einer Gefahreneinschätzung beiträgt, die ein völliges Missverhältnis der Lebensrisiken wiedergibt, ist im bundesdeutschen Corona-Staat (mit seinem für die Herrschenden komfortablen politischen Ausnahmezustand, Top-Zustimmungswerten für die Kroko und hemmungslosen Überschuldungsoptionen der Regierenden) natürlich höchst willkommen. Die reale Verteilung von Todesursachen in den vergangene vier Monaten steht in geradezu bizarrem Widerspruch zur medialen und politischen Dauerbeschäftigung mit Infektionsketten, Neuinfektionen, „Ausbrüchen“ und „Wellen“:

Quelle:RKI

Wohlgemerkt beinhaltete die bei knapp 84 Millionen Einwohnern geradezu drollig unbedeutende statistische Zahl der „Coronatoten“ hier wieder alle „an und mit“ Verstorbenen, darunter auch Hochbetagte, an anderen Ursachen verstorbene zwischenzeitlich Genese oder sogar Verkehrstote, die postum positiv getestet wurden. Dass sich Christian Drosten inzwischen völlig distanzlos und unkritisch in den Dienst der verhängnisvollen Apparatur stellt, die die Verhältnismäßigkeit auf den Kopf stellt, ist ebenso unverständlich wie empörend – ob er nun die Maske propagiert oder virtuelle Todesrisiken beschwört. (DM)

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