Nachts, wenn das Virus schläft: Maskenpflicht nur von 9 bis 23 Uhr – für immer?

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Maskenirrsinn nicht nur auf dem Münchner Viktualienmarkt (Foto:Imago/Westermann)

Die unsinnige und geradezu lustvoll willkürliche deutsche Corona-Politik testet munter weiter aus, welche Schikanen und Regel-Auswüchse sich die Bürger noch bieten lassen und bereit sind zu schlucken – doch sie treffen anscheinend auf keinen oder keinen nennenswerten Widerstand, so dass die „Palette der Zumutungen“ immer breiter wird – vor allem in den „Hotspots des Schwachsinns“, etwa dem Land von „Wannabe-Hardliner“ Markus Söder.

München machte mit der Aufstellung von Schildern den Anfang. Deren Ausführung und ihre dauerhafte bauliche Installation, die sich von regulären öffentlichen Verkehrs- und Hinweisschildern unterscheidet, lässt überhaupt keinen Zweifel mehr zu: Hier geht es nicht um temporäre Maßnahmen. Dies alles soll zur dauerhaften, zu bleibenden Normalität werden, so selbstverständlich wie verkehrsberuhigte Zonen oder Parkraumbewirtschaftung. Ansonsten hätten es provisorische Hinweistafeln getan. Das Modell macht Schule – überall im Land ziehen Gemeinden nach.

Wieder einmal war es das bereits durch Rekordbußgelder für „Maskenverweigerer“ und Alkoholverbote vorgepreschte Bayern, das die jüngste Erfindung zur ewigen Verstetigung der Pandemie in die Praxis umsetzte: An verschiedenen Orten im Innenstadtgebiet von München wurden die Schilder aufgestellt, die auf die bereits seit 24.9. geltende öffentliche Maskenpflicht an bestimmten Orten hinweisen. Welchen Sinn es nach der eigenen „Logik“ der Maskenfetischisten macht, ausgerechnet zwischen 23 Uhr abends und 9 Uhr morgens die Maskenpflicht auszusetzen, um sie dann tagsüber bußgeldbehaftet umso strikter durchzusetzen: Es bleibt ein Rätsel. Die Aufstellung erfolgte übrigens zeitgleich mit (und passend zu) weiteren Einschränkungen für „Treffen im privaten und öffentlichen Raum“ sowie für die Gastronomie.

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Gespenstischer Mummenschanz an Maßnahmen

Krank ist in München zwar weiterhin fast niemand, kaum einer hat Symptome und die Klinikbelegung bleibt unverändert marginal. Doch bei Corona zählt bekanntlich nicht, wer daran wirklich leidet, sondern wer bei wahllosen Testorgien zufällig als „positiv“ getestet wurde – und auf dieser Grundlage wird ein gespenstischer Mummenschanz von völlig unverhältnismäßigen, immer verrückteren Maßnahmen veranstaltet, der keinerlei wissenschaftlichen und logischen Erkenntnissen mehr folgt, sondern Ergebnis von Aktionismus, Alarmismus und Profilierungssucht ist.

Besonders Markus Söder hat die propagandistische List zur Perfektion getrieben, das Prinzip des „kleineren Übels“ zur Akzeptanzerhöhung seiner politischen Geisterfahrt zu nutzen: „Mit den Maßnahmen soll eine weitere Zunahme der Corona-Infektionen in München zum Schutz der Bevölkerung eingedämmt werden, um so einschneidendere Maßnahmen möglichst zu vermeiden“, bringt „Bild“ diese Politik auf den Punkt. Freiheitseinschränkungen als glimpfliche Alternative zu noch schwerwiegenderen Freiheitseinschränkungen zu preisen: Hat sich diese Masche erst einmal bewährt, dann sind dem direkten Weg in den Totalitarismus keine Grenzen mehr gesetzt. (DM)

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