Lindner auf der Klima-Schleimspur: Diese FDP hat fertig

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Foto: Christian Lindner (über dts Nachrichtenagentur)

Wenn es eine Partei verdient hat, in der wohlverdienten Versenkung auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden, dann ist dies die FDP. Unter ihrem selbstverliebten Parteivorsitzenden Christian Lindner bis zur Unkenntlichkeit weichgespült, versucht sie jeden Rockzipfel des gerade vorherrschenden Zeitgeistes zu erhaschen – ohne Kontur und Profil. Aktuelles Anbiederungsziel: Die Klimajugend.

Anscheinend glaubt man im Hause Lindner, politischen Sex-Appeal oder gar Glaubwürdig- und damit Wählbarkeit beim politischen Nachwuchs zu erlangen, wenn man auf längst abgefahrene Züge der Mitbewerber aufzuspringen versucht. Vergangene Woche erst trat die Jugendorganisation für eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre ein – und stieß damit auf offene Ohren der Parteiführung, obwohl die Liberalen jahrzehntelang aus gutem Grund stets für eine Mindestreife und politische Mündigkeit als Voraussetzung für das Wahlrecht waren (und die Idee eines „Politischen Führerscheins“ einst aus ihren Reihen stammte).

Und jetzt wechselt Parteichef Christian Lindner ausgerechnet auf die grüne Schleimspur – und probiert es durch peinliches Antichambrieren bei der Klimabewegung „Fridays for Future“. Las sich sein Freitagstweet zum (vorgestern wieder angelaufenen) neuerlichen Schaulaufen der linksjuvenilen Wohlstandsdekadenz zunächst noch, als wolle er eigentlich nur die Einhaltung der Corona-Freiheitsbeschränkungen im Freien loben (auch dies für diesen „Liberalen“ ein nur allzu bezeichnender Vorgang!) -, so machte spätestens der Hashtag darunter deutlich, worum es hier eigentlich ging: Parolenklau und Annäherung an die Klimaideologie.

(Screenshot:Twitter)

Hündisches Kriechen vor dem klimalinken Mob – damit verkackt es Lindner gleich multispektral an allen Ecken und Enden: Die letzten verbliebenen Anhänger eines maßvollen, ideologiefreien Marktwirtschaftskurses stößt er endgültig vor den Kopf, und bei denen, die das Hohelied der Erderwärmung ohnehin mit religiöser Inbrunst intonieren, gewinnt er sowieso keinen Blumentopf – denn die wählen gleich Grün. Anscheinend hofft die FDP von 2020 bei ihrem inoffiziellen „Projekt 1,8 Prozent“ auf die Durchschlagskraft der Devise „Warum das Original wählen, wenn die Kopie soviel schlechter ist?“.

Es ist die neueste Selbstverbiegung Lindners, unter dem die einstmals für „Liberalismus“ und Wirtschaftsfreundlichkeit stehende FDP ihren letzten Rest programmatischer Substanz einbüßt und die zur Karikatur einer Opportunistenpartei verkommt, die in ihren letzten Zuckungen vorm Absinken ins politische Nirwana unterhalb der 5-Prozent-Hürde liegt.

Nach seinen schizophrenen Wechselbädern im Stundentakt Anfang Februar, bei der Wahl seines Thüringer Parteifreunds Thomas Kemmerich zum (dann nur Interims-)Ministerpräsidenten, als Linder sich zunächst selbstbewusst zur demokratischen Entscheidung des Landtages bekannt hatte, dann aber angesichts der „Faschismus“-Kontaktschuldkanonade der übrigen Parteien reumütig in Sack und Asche ging und um „Verzeihung“ bat, nahm diesen verunglückten Salonhipster des Politikbetriebs schon kaum einer mehr ernst. Spätestens jetzt hat sich Lindner auch beim Nachwuchs zur Lachnummer gemacht. (DM)

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