Hallodri-Tests und unsinnige Quarantänen: Peter Altmaier als Kronzeuge des Nonsens

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Foto: Imago

Auf welcher unwissenschaftlicher und fehlerbehafteter Basis in Deutschland Unsicherheit verbreitet, die Wirtschaft weiter in Richtung Totalzusammenbruch getrieben und die Bevölkerung in eine kollektive Neurose getrieben wird, dafür lieferte nun kein Geringerer als Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier den schlagenden Beweis: Er verließ nach zwei Tagen seine (gänzlich unnötige) häusliche Quarantäne.

Altmaier hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass er sich in freiwillige Quarantäne begeben hatte. Er war angeblich zuvor beim Zusammentreffen im Rahmen des EU-Handelsministerrats zuvor dem – dann positiv getesteten – Mitarbeiter eines EU-Ministerkollegen im Gespräch über längere Zeit sehr nahe gekommen bzw. hatte sich lange in dessen Nähe aufgehalten. So nah jedenfalls, dass der „Mindestsabstand“ unterschritten wurde und – unter Anlegung der für die „Kontaktnachverfolgung“ von „Infektionsketten“ geltenden Bestimmungen – von einer Infektion auszugehen war.

Diese blieb nun, welche Überraschung, aus. Gleich zweimal ließ sich Altmaier seit Beginn seiner freiwilligen Auszeit testen – und siehe da, beide Resultate fielen positiv aus. Am Freitag Abend stach den beleibten Wirtschaftslenker dann wohl der Hafer, und er verließ freiwillig die Quarantäne. Unfreiwillig zeigte Altmaier damit, welche ganz offensichtlich unsinnigen und unbegründeten Kriterien hierzulande für die Isolierung und „häusliche Internierung“ von Menschen gelten, die dann nicht nur ihren Sozialkontakten, sondern auch dem Arbeitsmarkt und der Wirtschaft als Produktivkräfte entzogen werden.

Auch Maas „weg vom Fenster“

Weiterhin in freiwilliger Quarantäne bleibt übrigens SPD-Bundesaußenminister Heiko Maas, in dessen Umfeld sich einer seiner Personenschützer infiziert hatte. Auch bei ihm handele es sich um eine „Vorsichtsmaßnahme“, denn noch fallen auch bei dem Saarländer die Tests negativ aus. Selbst wenn er positiv wäre – Symptome hat er jedenfalls keine, wie übrigens auch niemand in der „Infektionskette“ Altmaiers.

Wenn sich bei Maas – mehr noch als im Fall Altmaiers – sicher keine über eine möglichst lange Auszeit ärgern dürfte (bleiben Deutschland doch zumindest für diese Zeit diplomatische Fehltritte und außenpolitische Peinlichkeiten erspart): Auf die Idee, dass es sich bei dieser Test- und Quarantäne-Farce um eine völlig inadäquate und überzogene Dauermanie handelt, kommt von den Ministern entweder niemand – oder sie spielen das absurde Theater tapfer mit. (DM)

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