Grüne Windradfetischisten drehen durch: Niederlande setzt auf Rückkehr zur Kernenergie

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Foto: Collage

Die energiepolitische Geisterfahrt Deutschlands zeichnet sich immer deutlicher ab: Nach Frankreich, Belgien, der Schweiz und Tschechien betreiben derzeit nur noch die Niederlande Atomkraftwerke in unmittelbarer Nähe zur Bundesrepublik. Doch statt Ausstieg schaltet Holland nun auf Umkehrschub – und plant nun ein kräftiges Neubauprogramm von Atomkraftwerken. Ökonomische Vernunftpolitik, aber auch gerade die Berücksichtigung von „Klimazielen“ und das Postulat der CO2-Neutralität geben den Ausschlag. 

In Deutschland frohlockt derzeit die grüngespülte Aktivistenpresse darüber, dass 2020 stolze 48 Prozent des Stromverbrauchs aus „erneuerbaren Energien“ stammten – doch sie verschweigen, dass es vor allem die Corona-Politik incl. Lockdown und wirtschaftspolitischer Selbstverbrennung Deutschlands war, die diese statistische Schönfärberei begünstigten. Fernab der planwirtschaftlichen und dirigistischen Förder-Orgien, unter rein wettbewerbs- und marktwirtschaftlichen Kriterien betrachtet, sind die „nachhaltigen“ Energien ein Rohrkrepierer – und das dogmatische Festhalten der Politik an diesem Kurs gefährdet langsam, aber sich die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Die zweithöchsten europäischen – und im Weltvergleich im absoluten Spitzenfeld rangierenden – Strompreise hierzulande würgen Konsum und private Nachfrage ab, schädigen die Industrie – und führen effektiv zu keinem messbaren Effekt für die globale CO2-Bilanz, weil das kleine Deutschland dafür schlicht zu unbedeutend ist.

Die These, es ginge nicht um den praktischen Effekt, sondern um die Vorreiterrolle, ist seit Jahren schon dadurch widerlegt, dass zwar viele andere Staaten durchaus den Markt erneuerbarer Energiemodelle erkennen und „mitbespielen“, jedoch keine auf die Versorgungssicherheit der eigenen Bevölkerung und Wirtschaft bedachte Regierung (außer Deutschlands) seine Grundversorgung von derart volatilen und überteuerten Energieträgern abhängig machen will. Deshalb schießen weltweit nicht nur die fossilen Kraftwerke munter weiter aus dem Boden (hunderte Kohlekraftwerke sind alleine in China im Bau), sondern auch die Atomenergie ist global auf dem Vormarsch.

Deutsche Geisterfahrt

Genau das, was die Klimaschutzbewegung den „Erneuerbaren“ positivistisch zubilligt – dass nämlich die derzeit noch ungelösten technischen Herausforderungen und Probleme (Wirkungsgrad, Infrastruktur zwecks Transport zwischen Erzeugungs- und Verbrauchsort, Speichermöglichkeiten zur gleichmäßigen Verfügbarkeit) irgendwann bestimmt gelöst würden -, das bestreitet sie bei der verteufelten Kernenergie. Obwohl auch dort von Ländern, die den ideologischen Wahnsinn eines Totalausstiegs nicht mitmachten, die Forschung weiterbetrieben wird und eine Lösung des Altlastenproblems, der Sicherheitsrisiken durch thermisches Durchgehen oder Kontaminationsrisiken in greifbarer Nähe sind. In Deutschland, wo man die gesamte Kernforschung zerschlagen, ins Ausland gejagt und „zurück in die Steinzeit“ propagiert hat, kriegt man davon freilich nichts mit – weil die Debatte auf dem Stand der Anti-AKW-Bewegung nach Tschernobyl vor fast dreieinhalb Jahrzehnten stehengeblieben ist.

Dass, wie die „Welt“ berichtet, nun die Regierungspartei in den Niederlanden über den Bau von bis zu zehn Kernreaktoren nachdenkt, ist somit eine erfreulich realpolitische Botschaft – und sie müsste der Klimajugend, ginge es ihr wirklich um eine realistische Reduktion der CO2-Emissionen im relevanten Maßstab – eigentlich die Freudentränen ins Gesicht treiben. Denn genau mit ihren Postulaten argumentiert Den Haag: Anders als über die klimagünstige und preiswerte Atomkraft seien die Klimaziele von Paris nicht erreichbar. „Diese Atom-Renaissance“, so die Zeitung, „erhöht den Rechtfertigungsdruck für die deutsche Energiepolitik.“

Eine Reverenz an die Realpolitik

Dass der in Deutschland durch massive staatliche Interventionen und verkappte Milliardensubventionen auf dem Rücken der Steuerzahler und Verbraucher durchgedrückte Energiemix keine Probleme löst, sondern nur neue schafft, bemängeln Energiemarkt-Beobachter schon lange: Sie befürchten auch in Deutschland kurzfristig eine Strom- oder zumindest Ökostrom-Lücke. Diese könnte nur durch eine „Vervielfachung des Ausbautempos alternativer Erzeugungstechniken“ wie etwa der Windkraft kompensiert werden – eine Illusion, da schon heute eine Vielzahl von Bürgerinitiativen und Sammelklagen von betroffenen Bürgern der flächendeckenden Landschaftsverschandelung durch Windräder den Kampf angesagt hat. Dennoch setzt setzt Berlin unverdrossen mit seiner Novellierung des EEG-Gesetzes auf diesen Weg – zum Nachteil von Umwelt, Artenvielfalt, Lebensqualität und Naturschutz. Ohne Rücksicht auf Verluste wird das Plansoll umgesetzt

„Kritik an der Kernkraft gibt es auch in den Niederlanden, sie war jedoch nie so heftig und weltanschaulich aufgeladen wie in Deutschland“, so die „Welt“. Genau hierin könnte nun der Ausweg aus einer energiepolitischen Selbstblockade zumindest in unserem dichtbesiedelten Nachbarland liegen. Und vielleicht wachen ja auch in Deutschland irgendwann genügend Menschen auf, um den grünen Verirrungen auch in diesem wichtigen Zukunftssektor der Energieversorgung Einhalt zu gebieten. Denn etwas, das Wohlstand und Wirtschaft killt, kann nicht „nachhaltig“ sein.

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