Erst die Maske, dann Markierung – wann kommt der gelbe Corona-Stern?

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Panik (Symbolbild:AJR_photo/Shutterstock)

Die Blockwart- und Bespitzelungsmentalität, der öffentliche Argwohn gegenüber potentiellen „Virenschleudern“ oder „Regelverweigerern“ macht aus Menschen, die noch vor wenigen Monaten ein unauffälliges Leben lebten, plötzlich eifrige Corona-Sheriffs. Hass und Angst sind wieder omnipräsent im Alltag einer scheinbar freien Gesellschaft. Und ganz allmählich nähern wir uns der nächsten Phase der Abrichtung: Für „Maskenverweigerer“ mit Attest gilt mancherorts bereits eine „Etikettier-Pflicht“.

Dass die Maskenverweigerung inzwischen bereits reihenweise zu pogromähnlichen Situation führte und am Arbeitsplatz mittlerweile als Kündigungsgrund gilt (wie „Bild“ aktuell berichtet), zeigt, dass hier eine quasireligiöse, rituell überhöhte Manie Einzug in der Gesellschaft gehalten hat – und die setzt zunehmend auf faschistoide, totalitäre Methoden, um Menschen zu klassifizieren.

So gehen mehrere Geschäfte dazu über, Mitarbeitern und Kunden, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können und deshalb per Attest vom Zwang befreit sind, zum Schutz vor Anfeindungen, verbalen Attacken oder gar Übergriffen anderer Kunden ein Schild zu verpassen, das diese sichtbar am Revers tragen müssen und das sie als „maskenbefreit“ ausweist. So weit ist es schon gekommen, dass Menschen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung – ob physischer oder psychischer Natur – dies vor Fremden offenlegen müssen, weil sie ansonsten Gefahr laufen, angeprangert und einem annähernden Lynchklima ausgesetzt zu werden.

„Maskenbefreit“-Schild bei Obi in Hamburg (Foto:Netzfund)

In dieselbe Richtung weist der von der Bundesregierung nun bekanntlich ja doch vorangetriebene Immunitätsausweis: Aus Praktikabilitätsgründen, weil keiner dieses für ihn mit faktischen Privilegien verbundene Dokument ständig aufgeklappt zum Vorzeigen mit sich herumträgt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis dann auch „Gesunde“ durch Schilder oder vielleicht demnächst auch einen Farbcode gekennzeichnet werden. Analog dazu werden dann Nicht-Getestete oder „Positive“, „Infizierte“, „Genesene“ und in einem letzten Schritt dann vielleicht auch „Leugner“ oder „Superspreader“ entsprechend „gebrandet“.

Und wieso eigentlich per Schild, warum nicht per Tätowierung – oder zumindest aufgenähtem farbigem Stern? Alles schonmal dagewesen. Und wem dies absurd und durchgeknallt vorkommt, der soll sich nur einmal die Maske vom Gesicht ziehen und in einer Straßenbahn fahren – und abwarten, was ihm, in der „richtigen“ Gesellschaft, widerfährt. Die Realität ist längst verrückter als jede erdenkliche Fiktion. (DM)

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