„Corona-Hotspot“ Hamm: Kein Grund zur Panik, sondern zur Entwarnung!

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Der kollektive "Kopfschuss" dank Corona (Imago/ZUMAWire)

Der nun zum neuen Corona-Hotspot hochgejazzte Fall Hamm in NRW wird von Einpeitschmedien als willkommener Anlass für ein triumphierendes „Siehste!“, „Wir haben Euch gewarnt“ herangezogen, um die krude These zu untermauern, die Zweite Welle stünde vor der Tür oder sei bereits da. Tatsächlich steht Hamm für das genaue Gegenteil: Dafür nämlich, dass spätestens jetzt ABSOLUTE und TOTALE Entwarnung gegeben werden kann.

Denn spätestens jetzt sollte auch dem alarmistischsten, leidenschaftlichsten Hysteriker ein Licht aufgehen, dass die „Zahl von Neuinfektionen“ – korrekt wäre: „auf Basis eines unpräzisen, häufig falsch-positiven PCR-Test als positiv Getesteten“ – als Gradmesser für Gefährlichkeit und allgemeine Gesundheitsbedrohung NULL taugt. Seit während der Sommerferien die massive Ausweitung der Testkapazitäten beschlossen wurde und fast ausschließlich kerngesunde Menschen ohne Symptome getestet werden, hat sich eine schleichende Wahrnehmungsänderung eingestellt: Als „Corona-Fall“ gilt nun jeder positiv Getestete – er wird als gesichert „infiziert“ eingestuft und dann im medial verkürzten Dauerwarnmodus zum scheinbaren Covid-Erkrankten erklärt.

Noch NIE wurde bei irgendeiner Infektionskrankheit so verfahren, dass man die Zahl derer, die die Erreger in sich tragen, zum Risiko für die Bevölkerung erklärt und diese als Beweis für das Grassieren einer Krankheit heranzieht – obwohl praktisch kein Mensch wirklich krank ist. Hätte man dies je bei der saisonalen Grippe (den „grippalen Infekten“) getan, dann wäre die gesamte Menschheit, von der praktisch jedes Individuum zu jedem beliebigen Zeitpunkt eine Vielzahl verschiedener Influenza-Stämme in sich trägt) ständig akut gefährdet, wäre jeder ein „Super-Spreader“.

Wozu dieses gezielt geschürte Missverständnis bei Corona mittlerweile führt, lässt sich am Beispiel von Hamm exzellent dokumentieren: Dort waren vorgestern Abend um 18 Uhr exakt 7 Personen mit Covid-19 im Krankenhaus – eine davon intensivmedizinisch -, und unter diesen allerdings fast nur hochbetagte und vorerkrankte Personen und somit die klassischen Risikopatienten. 7 von wohlgemerkt über 180.000 Einwohnern. Doch bundesweit ist nur von den Folgen des „Ausbruchs“ bei einer Hochzeitsfeier vor drei Wochen die Rede.

Zwei Wochen Inkubationszeit, drei Wochen alte Feier – Riesenpanik heute

Wer seinen Grips bemüht, sollte hier bereits stutzig werden: Drei Wochen? Das ist eine Woche länger als die maximal mögliche Inkubationszeit von Sars-CoV2. Wer immer sich bei den – natürlich wieder einmal von einer hervorragend integrierten, sich rundum regelkonform verhaltenden und deutsche Gesetze respektierenden – Großfamilien-Ehefeierlichkeiten Ende August/Anfang September angesteckt hat, ist längst wieder gesund. Und gestorben oder ernsthaft erkrankt ist jedenfalls, siehe oben, niemand. Wenn dieses „Superspreader-Event“ also verantwortlich dafür ist, dass die „Sieben-Tage-Inzidenz“ von unter 50 auf 87,1 und gestern dann 94,9 „Neuinfektionen“ (=Positivtests) pro 100.000 Einwohner stieg (weniger als 1 Promille immer noch, aber nach den willkürlichen Corona-„Ampeln“ bereits im roten Bereich), dann ist dies gerade kein Grund zur Beunruhigung, sondern zur Entwarnung.

Es bedeutet nämlich, dass trotz dieser Positiv-Zahlen einfach niemand krank wird. So wie es auch völlig aussagelos ist, ob in Frankreich, Spanien oder auch Bayern derzeit die „Neuinfektionen“ durch die Decke gehen – sofern niemand krank wird und fast nie Symptome auftreten, ist dies völlig harmlos. Es bleibt am Ende stets bei der Notwendigkeit, die Risikogruppen zu schützen (etwas, das allerdings auch vor Corona für diverse Krankheitserreger halt) – und ansonsten das Leben endlich in VOLLER Normalität weiterlaufen zu lassen wie vor dieser „Pandemie“.

Die Hammer Stadtverwaltung hingegen scheint sich in ihrer Rolle als neues Heinsberg, Gütersloh oder Schwäbisch Hall förmlich zu suhlen und genießt die bundesweite Aufmerksamkeit – weshalb sie eifrig an der Panikmache und Verunsicherung der eigenen Bevölkerung mitstrickt. „Nach Großhochzeit höchste Zahl von Neuinfektionen“ oder „Trauriger Rekord!„, titelten etliche Zeitungen unter Berufung auf eine Presseerklärung der Stadt, die es endlich einmal in einem Bundes-Ranking auf Platz 1 geschafft hatte – nämlich in der RKI-Inzidenzliste. Prompt verfügte das Rathaus drakonische Kontaktbeschränkungen: Seit gestern dürfen sich „zum Schutz vor einer Infektion im öffentlichen Raum“ in Hamm nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten zusammen aufhalten. Schüler und Lehrer in weiterführenden Schulen müssen auch im Unterricht einen Mund-Nase-Schutz tragen, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gesichert ist. Diese Auflagen gelten „zunächst für zwei Wochen„.

Schmeichelhafte plötzliche Corona-Prominenz der Provinz

Die Akzente zu derartigem Übereifer hatte niemand Geringeres als der Hammer CDU-Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann gesetzt, als er sich im „Spiegel„-Interview künstlich geschockt gab, so als sei in seiner Stadt die Pest ausgebrochen. Felix Haus schrieb hierzu auf Facebook: „Aber Hauptsache, das mittlerweile wirklich aggressiv-bekloppteste Magazin der Republik hat seine tägliche Dosis Moralin ausgeschüttet, weil es endlich einen Bürgermeister gefunden hat, dem Hysterie und Feudalismus nicht ganz fremd zu sein scheinen… Nur zur Sicherheit und falls es irgend jemand nicht kapiert: Jeder halbwegs vernünftige Mensch, der sich NICHT im Panikmodus befindet, würde aus den vorliegenden Eckdaten folgenden Schluss ziehen: Zumindest in Hamm (man muss ja nicht gleich verallgemeinern) passiert nach einem Superspreader-Event derzeit SELBST 3 WOCHEN SPÄTER absolut NICHTS, das irgendwie erwähnenswert wäre. NICHTS!“.

Das sehen die Fürchtemacher der Republik freilich ganz anders, natürlich auch wieder der Oberpanik-Guru der Pandemie, Karl Lauterbach, der wieder einmal mit nur noch spinnert zu nennenden Maximalrestriktions-Forderungen um die Ecke kam:

(Screenshot:Twitter)

Facebook-Blogger Haus zog die einzigen folgerichtigen Schlüsse aus der Situation: Die Politik müsste hier nämlich eben gerade nicht auf verstärkte Sorge und Panikmodus setzen, sondern vielmehr endlich aufwachen. „Auf dieser Grundlage und unter Einschaltung des wesentlichen Organs, das sich im Groben hinter den Augen befindet, müsste man jetzt eigentlich Folgendes tun: Alles – restlos ALLES – freigeben UND gleichzeitig die Risikogruppen schützen. Also genau das, was man auch schon im März hätte machen können – BUT NOW WE HAVE DATA!… Es wird in diesem Land vermutlich nie passieren, weil uns die weise Staatslenkung auf Solidarität eingeschworen hat und somit verhindert, dass vernünftig gehandelt wird.“ Wohl wahr. Und so heißt es leider weiterhin: The Panic goes on and on… (DM)

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