Die Hagia Sophia – Brücke zwischen Antike und Gegenwart

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Die Hagia Sophia in Istanbul gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Welt. Jetzt hat die Türkei beschlossen, den Status des Museums aufzuheben und aus dem Bauwerk wieder eine Moschee zu machen. Grund genug, dieses antike Erbe genauer zu betrachten.
Nicht nur aus baugeschichtlichen Gründen – es dauerte fast 1000 Jahre, bis man in Europa wieder solch große Kuppeln verwirklichen konnte – sondern auch als sakraler Ort ist die Hagia Sophia und die ganze Stadt von weltweiter Bedeutung. Ihr Name bedeutet Heilige Weisheit/Wissen, und verweist auf eine Tradion der Bewahrung von Schriften und Kunst, die bis in das alte Ägypten und möglicherweise darüber hinaus reicht. Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 durch den osmanischen Sultan Mehmed II. flohen die alten Patrizierfamilien mit diesem Erbe nach Europa, insbesondere nach Norditalien, und lösten dort mit diesem Wissenstransfer aus der Antike die Renaissance aus.

Weltweit rief die Veränderung des Status Quo Proteste hervor. In der Türkei selbst markiert dieser symbolgeladene Schritt die endgültige Abkehr vom Kemalismus, der modernen Ideologie von Kemal Atatürk, in der Staat und Religion getrennt sein sollen.

(Quelle)

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