Corona und der Käfig voller Narren: Immer idiotischere Regeln, Orden für Wirrologen

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Vom Coronahype verfolgt (Foto: Von AarenGoldin/Shutterstock)

Was sich in Deutschland abspielt, gleicht nur mehr einem absurden Theater. Völlig abgekoppelt von den realen Ereignissen und vom „Infektionsgeschehen“ (das völlig unverändert auf niedrigstem Niveau rangiert und nur durch massenhaft ausgeweitete Testungen künstlich aufrechterhalten wird!) versuchen Politiker „ihre“ Pandemie um jeden Preis zu retten – und setzen auf täglich mehr Regelwillkür, neue Einschränkungen und Verunsicherung. Die Bevölkerung wird völlig irre und kirre gemacht – während sich die Verantwortlichen des Desasters gegenseitig loben und Orden umhängen.

So wird „Wirrologe“ Drosten, der sich zuletzt durch absolut widersprüchliche Aussagen zum Sinn des Maskentragens „auszeichnete“ und wiederholt einräumte, dass im Prinzip nach wie vor niemand sagen könne, ob diese überhaupt einen Einfluss haben, nun kommende Woche mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet; ausgerechnet der „Superstar of Pandemia“ also, der sich seit Corona-Anbeginn durch famose Fehleinschätzungen und Falschprognosen hervorgetan hatte, seien es Aussagen zu erwarteten Opferzahlen im In- und Ausland, zur Infektiosität von Kindern (mit weitreichenden Folgen incl. Schulschließungen und Lockdown) oder zum Impfstoff. Es wird für Drosten bereits die zweite Auszeichnung durch einen deutschen Bundespräsidenten sein.

Noch fragwürdiger als die für ihr fragwürdiges Treiben mit Ehrungen überschütteten Hofvirologen sind in dieser Krise jedoch diejenigen zu beurteilen, die diesen blindes Gehör schenkten – und die eigentliche Krise erst durch ihre völlig überzogenen, wissenschaftlich praktisch nicht begründbaren und willkürlichen Entscheidungen heraufbeschworen. Was immer sie tun, räumen sie mit gemessener Halbwertszeit als „Fehler“ ein, zuletzt etwa den Lockdown vom Frühjahr – was sie jedoch nicht davon abhält, neue Fehler in bewährter Manier zu begehen. Selbst wenn sich inzwischen jeder klardenkende Mensch fragt, welcher Sinn dahinter steckt.

Mieses Spiel von Spahn

So verkündete Gesundheitsminister Jens Spahn nun eine faktische Reisewarnung für das gesamte Ausland (zu „Risikogebieten“ werden ja je nach Opportunität inzwischen beliebige Ziele erklärt, zuletzt etwa Wien, in auffallender zeitlicher Nähe zur Weigerung der österreichischen Kurz-Regierung, Moria-Flüchtlinge aufzunehmen). Welch ein Hohn: Im Urlaub ist bekanntlich, trotz des Großalarms vor „Reiserückkehrern“ und Massentestungen an Flughäfen, so gut wie kein Mensch krank geworden, und von den ermittelten „Neuinfizierten“ landete praktisch keiner im Spital. Wie hirnverbrannt die Logik dieses Ministers ist, wird schon dadurch deutlich, dass er selbst seit Wochen auf die im Ausland geltenden viel strengeren Maskenregeln hinweist (weswegen sich die Deutschen nicht beklagen dürften) – jetzt aber plötzlich vor Reisen in die Länder, wo eine noch striktere Maskenpflicht gilt, gewarnt wird, womit Spahn nicht weniger einräumt als dies: Die Maskenpflicht ist völlig für die Katze und hat sogar in ihrer verschärften Form im Ausland nichts genützt.

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Es hat den Anschein, als ob sich die Politik in ihrem Corona-Wahn inzwischen dermaßen verrannt hat, dass nur noch konfuse, unsinnige und arbiträr daherkommende Beschlüsse und Entscheidungen verkündet werden. Ganz vorne natürlich mit dabei: Ausgerechnet „Coronazi“ Markus Söder, Hyper-Chaot des sogenannten harten Krisenmanagements. Seit Monaten lässt er – stets durch Bilder von sich selber mit schicken Masken (aus der Produktion der Firma seiner Ehefrau) – auf Facebook alle Welt daran teilhaben, wie sehr vor allem ihm Corona das Hirn vernebelt hat: In Lauterbach’scher Manier beschwört er die Dauerbedrohung herauf – und macht Selbige weiterhin zur Grundlage seiner Verbotspolitik.

Unlogisch, unsinnig, widernatürlich

Neuester Clou, womit nun selbst die Aussagen von „masken-affinen“ Wissenschaftler gänzlich ignoriert werden: Seine geplante Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen und somit im Freien – eine Maßnahme, die bei Einführung dieses Knebelzwangs im April ausdrücklich für völlig sinnlos erklärt worden war und den gängigen, selbst von Masken-Apologeten ins Feld geführten Theorien zur Virusverbreitung fundamental entgegensteht, zumal zum gestrigen Datum, bei Verkündung dieser absolutistischen Verfügung, bayernweit gerade einmal 35 ernsthaft erkrankte Covid-19-Patienten (bzw. als solche deklarierte Positivgetestete auf Intensivstationen), ohne Ansehen von Alter und Vorerkrankung wohlgemerkt, in den Kliniken lagen – fußt auf einer Quote von sagenhaften 0,0002 Prozent der bayerischen Bevölkerung! Man erkennt: Hier geht es nur noch und ausschließlich um symbolische Unterwerfung und Gängelung unter ein Gesundheitsregime, das Söder als Vehikel zur Eroberung des Kanzleramtes installiert hat.

Und es bleibt nicht beim Maskenirrwitz: Auch die Zutrittsbeschränkungen für Sportevents (eines von Söders „Lieblings-Wechselbädern“ spätestens seit dem kurzfristigen Widerruf der ursprünglichen Genehmigung, zum Saisonauftakt gegen Schalke 04 am Wochenende wenigstens 7.500 Zuschauer in die Allianz-Arena zu lassen) werden weiterhin bizarren Willkürannahmen unterworfen. Das Stadion blieb leer, doch die Vereinsspitze saß dichtgedrängt zusammen und schaute zu. Als nächstes droht nun Zuschauern des Supercup-Finales am Donnerstag gegen Sevilla, ausgetragen in Budapest, eine Quarantäne – weil das Land dort 20.100 Zuschauer im Stadion erlaubt, die Infektionszahlen nach deutschen „Ampel-Kriterien“ jedoch „unverantwortlich hoch“ seien. Prompt warnte Panikpriester Söder vor einem „Fußball-Ischgl“ und stellte wegen des „hohen Infektionsgeschehens“ (korrekt wäre: Testgeschehens) eine Quarantäne für Mitreisende Bayern-Fans „in Aussicht“. Folge: Das Club-Kontingent von 3000 Tickets, das bereits 2100 Bayern-Fans belegt hatten, wurde zum Ladenhüter – bis gestern waren bereits 800 Tickets wieder storniert. Obwohl also in Budapest ebenso wie auch in München keinerlei angestiegene Fallzahlen erkrankter Covid-Patienten zu verzeichnen ist, versaut Söder dem verzweifelt um zumindest zaghafte Wiederfindung der Normalität kämpfenden Profifußball auch dieses Sportevent und lässt die diesbezüglich ausgehungerten Live-Fußballfans weiter in die Röhre gucken.

Fußballfans als Spielbälle der Corona-Willkür

Auch beim Derby beim HSV gegen Sankt Pauli droht am Millerntor fanfreie Zone: Laut DFL-Hygienekonzept sind bei allen Spielen keine Auswärtsfans zugelassen, um „unnötige Reisebewegungen in Deutschland“ zu vermeiden. Dass diese Regel allerdings für Spiele innerhalb derselben Stadt gilt, führt dann dazu, dass sich ein HSV-Fan aus Schleswig-Holstein für die Partie eine Karte kaufen kann, während ein St.-Pauli-Fan, der fünf Kilometer entfernt vom Volksparkstadion lebt, kein Ticket für den Gästeblock erwerben kann. Selbst „Bild“ schlagzeilte ob dieser Willkür: „Diese Corona-Regeln versteht doch kein Fan mehr!“

Reiseverbote im In- und Ausland, Stadionverbote, Quarantänedrohungen – und immer wieder die Mund-Nasen-Bedeckung. Nicht nur AfD-Fraktionschefin Alice Weidel fragt sich sich deshalb: „Deutschland, einig Maskenland?“ Gelten diese bald auch jenseits von Schulen, Supermärkten, Tankstellen und Außengelände – verpflichtend in den Wohnungen oder Häusern der Bürger? Ginge es nach Söder, dann käme es bald wohl dazu. Spannend wird sehen zu sein, wem eher ein Licht aufgeht – der Normalbevölkerung, die hinter vorgehaltener Hand und im Privatbereich zu gefühlt 99 Prozent an den ganzen Zinnober nicht mehr glaubt – oder der Politik, die irgendwann das Ausmaß des eingeschlagenen Irrwegs begreift; vermutlich aber erst, wenn es zu spät sein wird. (DM)

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