Besser Abstand halten und Verrecken lassen: RKI warnt vor Mund-zu-Mund-Beatmung

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Risikozone Unfalleinsatz: Achtung, Coronagefahr - Finger weg von Schwerverletzten? (Foto:Imago/Tack)

Die kollektive Psychose um Corona greift immer weiter um sich: Weil es bekanntlich in der gesamten Menschheitsgeschichte noch kein tödlicheres Virus, keine entsetzlichere tödliche Gesundheitsbedrohung gab als Sars-CoV2 und weil knapp 9.500 Toten viel schwerer wiegen als 550.000 an sonstigen Todesursachen Verstorbene, muss dem Infektionsschutz einfach ALLES untergeordnet werden – jetzt sogar die Erste Hilfe bei Unfallopfern.

Bereits im August hatten deutsche Krankenkassen wie die Barmer Ersthelfern allen Ernstes nahegelegt, bei Wiederbelebungsfällen auf die Anwendung der Mund-zu-Mund-Beatmung besser zu verzichten, weil die Ansteckungsgefahr durch Corona viel zu groß sei. Aktuell erhob nun gerade wieder das österreichische Rote Kreuz dieselbe Forderung. Konkret bedeutet ihre Umsetzung nicht mehr als dies: Opfer schwerer Verkehrs- oder Arbeits-Unfälle, die bis zum Eintreffen des Notarztes am Leben gehalten werden müssen, haben ab sofort schlechte Karten – weil die Risikoabwägung zwischen der potentiellen Ansteckung mit einem statistisch höchst seltenen, in den allermeisten Fällen völlig harmlosen und symptomlosen Erreger und dem akut drohenden Tod eines Unfallopfers zugunsten des Infektionsschutzes getroffen wird. Die „Gesundheit“ der Retter wird über das am seidenen Faden hängende Leben eines Schwerverletzten gestellt. Diese Art von „Akut-Triage“ ist nicht nur unethisch, sie stellt geradezu eine Pervertierung der  Notrettung dar.

Welcher couragierten Ersthelfer sich unter diesen Umständen noch trauen, Leben zu retten, wenn der Bevölkerung nun sogar von den Gesundheitsorganisationen in die Köpfe getrichtert wird, jedes Unfallopfer sei eine potentielle Virenschleuder und ein Infizierter: Das ist die spannende Frage. Zwar sollen die weiteren Akutinterventionen Herzdruckmassage und Atemspende weiterhin angewandt werden, doch wie groß ist die Hilfsbereitschaft generell, wenn Schwerverletzte oder bewusstlose Infaktpatienten zu allererst als Corona-Spreader wahrgenommen werden, vor denen man sich als Helfer schützen müsse.

Perverse Risikoabwägung

Das Ösi-Portal „OE24“ berichtete über Erste-Hilfe-Kurse vor Führerscheinprüfungen, auf denen die Rot-Kreuz-Experten „dringend dazu raten, wegen der Infektionsgefahr mit Corona-Viren auf die ,Mund-zu-Mund-Beatmung‘ zu verzichten„. Tatsächlich steht explizit in den Unterrichtsvorlagen des Bildungszentrums des Roten Kreuzes, dass bei der Wiederbelebung nun „auf die Atemspende verzichtet werden soll„. Ausnahme: Verletzte Kinder, wo ein geringeres Ansteckungsrisiko angenommen wird, allerdings auch hier versehen mit der Einschränkung: „Die Entscheidung zur Durchführung der Atemspende muss im Bewusstsein des potentiellen Infektionsrisikos vom Ersthelfer situationsbezogen und individuell getroffen werden.“

Also besser hunderte Notfälle, deren Überleben auf Messers Schneide steht, verrecken lassen, als dass sich ein Ersthelfer mit einem Virus ansteckt, mit dem sich weniger als 0,2 Promille der Bevölkerung infiziert haben, von denen wiederum unter 2 Prozent ernsthaft erkranken und dessen hypothetische Mortalität bei weniger als 0,03 Prozent liegt? Nur immer weiter so. Die Devise lautet: Infektionsschutz über alles; Operation gelungen – Patient tot. Das lakonische Fazit von „OE24“ bringt es auf den Punkt: Die Überlebenschancen der Opfer von Verkehrsunfällen werden angesichts solcher irrsinnigen Ratschläge ganz sicher nicht steigen. (DM)

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