Geisteskrank: Abstandsregeln bei Kreisklasse-Derby befolgt, 37:0 verloren

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Szene aus der Plemplem-Kreispartie Holdenstedt - Ripdorf Molzen (Screenshot:Youtube)

Deutsche Gründlichkeit bei der Regelbefolgung führt zu Kuriositäten, die der ganzen Welt Staunen aufgeben – auch im Fußball, in den Amateurligen. Wenige Tage vor dem Kreisklasse-Spiel SV Holdenstedt II gegen die SG Ripdorf Molzen II wurde der Positiv-Test eines Holdenstedter Spielers bekannt; Ripdorf erbat Verlegung, der Gegner verweigerte die Zustimmung. Für den Nichtantritt hätte Ripdorf Strafe blechen müssen – also trat das Team an, beschloss aber, sich an die Corona-Regeln zu halten.

Während die Holdenstedter offenbar etwas entspannter und rationaler an die Sache herangingen (obwohl sie als von dem Positivtest ja betroffene Mannschaft eher besorgt sein müssten), brach im gegnerischen Team gleich die Panik aus. Einige der Ripdorfer fühlten sich nämlich, wie „Sport1“ berichtete, als „Risikogruppe“.

Bei einem Spieler zum Beispiel habe ein naher Verwandter kürzlich eine Lungenentzündung gehabt (diesem käme er dann aber doch momentan ohnehin wohl nicht nahe, Spiel hin oder her!?). Ein anderer sei „gerade Vater geworden“… und weil Corona ja täglich hunderte Väter und ihre Kinder in Deutschland dahinrafft, ist der Fall natürlich klar: da muss gefühlt akute Lebensgefahr bestehen.

Social Distancing auf dem Rasen

Man sieht: Im aufgewiegelten, hysterischen Deutschland hat die pausenlose Angstpropaganda ganze Arbeit geleistet. Die Folge, halb aus „Vorsicht“, halb aus Trotz: Ripdorf lief nur mit 7 Mann auf und verweigerte jeglichen Ballkontakt, um dem Gegner keinen Grund zum Angreifen und damit zum Unterschreiten des Mindestabstands zu geben. Am Ende stand es 37:0 für Holdenstedt – und die ganze Welt lacht sich schlapp, bei riesigem Medieninteresse. Trainer und lokale Funktionäre zeigten sich jedoch „not amused“.

Der zuständige Fußball-Kreisverbandsvorsitzender von Heide-Wendland, Christian Röhling, ist ebenso wie die Zuschauer stinksauer und vermutet eine „Inszenierung“: Er werde sich „beide Seiten vorknöpfen“. Das kann er auch gleich mit den Journalisten und Lokalpolitikern tun, die den Corona- und Quarantäneirrsinn einer extrem seltenen, ganz überwiegend völlig symptomlosen Virusinfektion seit Monaten übertreiben und dramatisieren. Sowas kommt von sowas.

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