Corona-Irrenhaus Deutschland: Nur mit Maske auf die Tanzfläche

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"Antanzen mit Maske" - hier beim Alternativen Musicfestival in Brandenburg (Foto:Imago/Weisflog)

Die überfällige, bisher weiterhin verweigerte Rücknahme von Corona-Restriktionen, die auf weitgehend willkürlicher und unwissenschaftlicher Basis seit nunmehr über einem halben Jahr gelten, bleibt in den meisten Bundesländern ein frommer Wunsch. In Niedersachsen jedoch scheint ein zaghafter Silberstreif am Horizont auf: Dort könnten bald weitere Lockerungen kommen, einschließlich der Wiedereröffnung von Discos – dann jedoch mit Maskenpflicht.

Neben der geplanten Discotheken-Wiedereröffnung sollen auch „Privatfeiern und andere Veranstaltungen“ mit bis zu 500 Menschen künftig unter bestimmten Voraussetzungen in Niedersachsen ebenso möglich sein wie Großveranstaltungen, darunter Konzerte, Messen und Märkte mit mehr als 500 Menschen, berichtet der „Norddeutsche Rundfunk„. Die Höchstbesucherzahlen für Discos und Clubs liegen bei draußen bis zu 200, in Innenräumen los zu 100 Personen „und einem Alkoholverbot ab 18 Uhr“. Außerdem soll die Maskenpflicht demnach kategorisch auf den Tanzflächen gelten. Nur vereinzelte Gäste, kein Sprit im Glas und Maske vor der Visage: Damit sind Bedingungen definiert, zu denen die Betreiber ihre Discotheken dann am besten gleich weiter – oder dauerhaft – zulassen können.

Die Maske wird zunehmend zum Unterpfand der Unfreiheit, zur Materialisierung von schlechtem Gewissen und zur Rückversicherung von Politikern, die auf diese Weise das Bewusstsein für die „Krise“ aufrechterhalten wollen. Welchen Sinn die  Maske ausgerechnet in Clubs und Tanzflächen machen, wo sich Menschen bei ohnehin verbrauchter und nicht besonders sauerstoffreicher Luft körperlich betätigen, bleibt ebenso ein Geheimnis der Behörden wie das völlig willkürliche Alkoholverbot ab 18 Uhr. So sorgt die Politik dafür, dass sich vor allem die jüngeren weiterhin zum privaten abendlichen oder nächtlichen Besäufnis verabreden, dann freilich ohne Kontrolle und geschulte Aufsicht von verantwortlichen Gastronomen.

Voodoo-Politik ohne Sinn und Verstand

Davon abgesehen zeigen solche geplanten Bestimmungen à la „Maske on the Dancefloor“, dass die Verantwortungsträger anscheinend überhaupt keine Ahnung vom normalen Freizeit- und Nachtleben haben und die Gesundheitsfürsorge eine reine Farce ist. Denn die unter schlichten Mund-Nasen-Bedeckungen wie Flies- und Stoffmasken gemessene durchschnittliche Menge von CO2 steigt binnen weniger Atemzüge schnell auf über mehrere zehntausend ppm (parts per million) oder mehr – und damit auf ein Vielfaches der beispielsweise am Arbeitsplatz maximal zulässigen Grenzwerte.

Die Stauung ausgeatmeter Luft verstärkt sich durch Schweißbildung und Anfeuchtung der Masken; die Folge ist nicht nur die CO2-Häufung mit Gefahren wie Konzentrations- und Atembeschwerden, akuter Müdigkeit und Unwohlsein bis hin zu Ohnmacht oder Kreislaufversagen – sondern auch die Anreicherung unzähliger sonstiger Krankheitserreger und Keime in der Maske, die dann bei jeder Berührung und beim Sprechen aufgenommen werden.

Die Corona-Politik wird zunehmend zu einem Voodoo-Ritual, einer Art Teufelsbeschwörung, bei der jeder Tat eine Ablasshandlung zugeordnet werden soll und am besten beides. Die Devise heißt: Wasch mich, aber mach mir den Pelz nicht nass. Disco ja, Tanzen aber nur mit akuter Kollapsgefahr und ohne jedes Gefühl von Freude und Ausgelassenheit: Nur Bürokraten und Virusbesessenen kann so etwas einfallen.

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