Viel zu viele Positivtest? Jetzt wird auch dem Ausland die deutsche Corona-Mania zu bunt

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Corona-Test (Foto: Von zstock/Shutterstock)

Testen wie besessen. Was die Deutschen tun, tun sie bis zum Exzess, ohne Maß und Verstand. Auch in der Corona-Krise. Kein Wunder, dass unser Land ganz vorne auf der Liste der Staaten steht, die von führenden US-Wissenschaftlern nun für ihre Test-Strategie kritisiert werden. Ein führender Epidemiologe der Harvard-University stellt das sklavische Positiv-/Negativ-Verfahren der angewandten PCR-Tests akut in Frage.

Wie die „New York Times“ schreibt, sei es laut Professor Michael Mina M.D. eher die Regel als die Ausnahme, dass „nicht-infektiöse Personen positiv getestet werden würden“ und daraufhin „in Quarantäne müssten, obwohl sie niemanden anstecken“. Grundsätzlich sei es problematisch bis grob falsch, dass es „im Prinzip bei den PCR-Tests nur Ja oder Nein“ als mögliche Ergebnisse“ gebe.

Deshalb fordert Mina, wie „Focus“ unter Berufung auf die US-Zeitung berichtet, nun eine andere Teststrategie, die vor allem die Infektiösität der Patienten in den Vordergrund rückt. Eine besondere Rolle spielt hierbei der sogenannte „Ct-Wert“: Je höher der Wert, desto geringer die Ansteckungsgefahr beim Getesteten. Corona-Tests, die bei einem Ct-Wert von über 35 anschlagen, seien zu empfindlich, zitiert „Focus“ die US-Virologin Juliett Morrison.

Unzuverlässige Tests mit zudem noch fragwürdiger Methodik

Dass nun Tests bei Ct-Werten bis 40 positiv anschlagen, sei laut dem Bericht völlig normal – vor allem auch in Deutschland, wo das RKI einen Grenzwert von 30 bis 35 empfiehlt. Dies geschieht jedoch nicht immer. Weil es umso weniger positive Tests gibt, je niedriger die Ct-Schwelle ist, scheint man hierzulande tendenziell eher höhere Grenzwerte anzusetzen – und kommt so auf die politisch zur Aufrechterhaltung der Pandemie gewünschte „hohe“ Fallzahl.

Konkret bedeutet dies, dass der Anteil der Positiv-Tests an der Gesamtzahl der durchgeführten Testungen in Wahrheit noch immer deutlich zu hoch angesetzt sein dürfte – und die Quote tatsächlich weit niedriger liegt, was das taktische Gerede von „Zweiter Welle“ oder „alarmierenden Anstiegen“ nochmals relativiert – mehr noch, als dies die bewusst von Woche zu Woche gesteigerte Zahl der Tests bewirkt. Es verstärkt sich der Eindruck, dass die Hypervigilanz und Panikmache um Corona auf Basis eines statistischen Artefakts erfolgt.

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