Masken-Schwachsinn, Teil 1: Verschwiegenheitspflicht bei Ärzten wird abgeschafft

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Maskenzwang - nur für gläserne Patienten (Symbolbild:Imago/ActionPictures)

In Corona-Zeiten wird mit Grundrechten genauso so beliebig umgesprungen wie mit leeren Krankenhausbetten, Firmenpleiten oder Kurzarbeit: Was immer der Regierung in den Kram passt, wird auf Grundlage des neuen Ermächtigungsgesetzes (eher bekannt als „Infektionsschutzgesetz“) umgesetzt – und neuerdings sogar von Gerichten gehorsamst umgesetzt. Nächstes Opfer des Corona-Regimes: Die ärztliche Verschwiegenheitspflicht.

Konkret geht es um den Inhalt von ärztlichen Attesten. Aus gutem Grund wird auf Krankschreibungen, die beim Arbeitgeber oder bei zuständigen Behörden vorzulegen sind, keine Diagnose aufgeführt. Grundlage ist der hippokratische Eid: „Was ich bei der Behandlung sehe oder höre oder auch außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen, werde ich, soweit man es nicht ausplaudern darf, verschweigen und solches als ein Geheimnis betrachten.“ Auch die Bundesärztekammer definiert ganz klar: Ärzte haben darüber, was ihnen in ihrer Eigenschaft als Arzt „anvertraut oder bekannt geworden ist, auch nach dem Tod des Patienten, zu schweigen.“

Generalverdacht gegen Ärzte und Patienten

Für Menschen, die sich aus gesundheitliche Gründen zwingend vom Maskenzwang befreien lassen müssen, bzw. für ihre behandelnden Ärzte sollen diese eherne Regeln offenbar nicht länger gelten: Die medizinisch begründete Unzumutbarkeit des Maskentragens bedarf hier neuerdings einer detaillierten Darlegung – und zwar auf dem Attest.

Aufgedeckt hat den neuerlichen Skandal der Journalist Boris Reitschuster, der auf seinem Blog über ein Urteil des bayerischen Verwaltungsgerichts in Würzburg schreibt: Diese hat im Zusammenhang mit der entschieden, dass ein „pauschales Attest“ für die Befreiung von der Maskenpflicht in Schulen „zu wenig“ sei. Atteste, die Schülern ohne jede Begründung bescheinigten, aus gesundheitlichen Gründen keine Mund-Nasen-Masken tragen zu können, seien nicht ausreichend, um glaubhaft zu machen, dass das Tragen einer Maske wirklich unzumutbar sei, befand das Gericht in einer Eilentscheidung, die es am Donnerstag veröffentlichte – denn, so das Gericht, es fehle hier „an der konkreten Diagnose eines Krankheitsbildes„.

Dies ist ein absoluter Dammbruch und Skandal – mit womöglich fatalen Folgewirkungen auch für sonstige Krankmeldungen: Damit wird nicht nur den Patienten, sondern auch den behandelnden bzw. diagnostizierenden Ärzten behördlicherseits ein Misstrauen entgegengebracht, indem entweder ihr Urteilsvermögen bestritten wird – oder ihnen im Wege eines faktischen Generalverdachts unterstellt wird, sie würden betrügen und die „Regelbefolgung“ (die mit quasireligiösem Totalitätsanspruch zur obersten Bürgerpflicht erhoben wird) bewusst sabotieren. Was am Ende hängenbleiben wird, ist dies: Der gläserne Bürger rückt ein gutes Stück näher an die Wirklichkeit…

 

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