Kindesschutz: Grüne warnt davor, Pädophile zu „dämonisieren“

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Grüne Störgefühle (Bild: Verena Schäffer, NRW Landtag; Screenshot)

Lebensechte Sexpuppen, die wie kleine Mädchen aussehen – am Mittwoch beschloss der Landtag NRW, Einfuhr, Erwerb und Besitz solcher Artikel unter Strafe stellen zu wollen. Die Grünen haben da jedoch durchaus so ihre Bedenken. Es melden sich „Störgefühle“ an, wenn solch ein Dreck – ohne vorher kostspielige Studien durchgeführt zu haben – mit Bausch und Bogen verdammt werden soll. 

Derzeit sind sogenannte Kindersexpuppen in Deutschland legal über Amazon, Ebay und ähnliche Portale erhältlich. Bei diesen verstörenden „Produkten“ werden – oft auf erschreckend realistische Weise – Jungen und Mädchen bis hin zum Babyalter nachgebildet. Sexualwissenschaftler befürchten, dass derartige „Kindersexpuppen“ den Trieb eines potentiellen Sexualstraftäters verstärken und dazu führen, dass Täter auf ein „echtes“ Kind hingeleitet werden. Die CDU-Fraktion im NRW-Landtag setzte sich Mitte des Jahres dafür ein, dass die Einfuhr, der Handel, die Produktion und der Verkauf von Kinder-Sexpuppen sowie ihr Besitz unter Strafe zu stellen und wollte die Regierung dahingehend verpflichten, im Bundesrat eine entsprechende Initiative zu gründen. Außerdem soll sich „Deutschland im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft“ für eine „europaweite Ächtung“ einsetzen.

Grüne „Störgefühle“

Am Mittwoch wurde einem demensprechenden geplanten Verbot im Landtag von NRW  – auch mit Stimmen der Grünen – zugestimmt. Aber so ganz wohl fühlen sich die Grünen, die just diese „Altlast“ – sprich dem grünen Ruf nach Legalisierung von Pädophilie – parteipolitisch mit sich herumschleppen, nicht. Vera Schäffer, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Innenpolitik und Strategien gegen Rechtsextremismus der Grünen im Landtg von NRW hat da ein gewisses „Störgefühl“. Unter dem wiederholten Beifall ihrer Fraktionskollegen schwurbelte sie am Mittwoch vor der Abstimmung:

„Ich stimme Ihrem Antrag allerdings mit einem gewissen Störgefühl zu – das will ich hier so deutlich benennen –, denn es gibt zu diesem Thema kaum Forschung, die eindeutig belegen würde, dass der Gebrauch dieser Kindersexpuppen tatsächlich auch zu Kindesmissbrauch führt“. Damit lässt die Grüne es aber nicht bewenden. Sie wirft sich noch einmal für Pädophile ins Zeug. Sie sehe im Antrag und auch im Sprachgebrauch die Gefahr, dass Menschen mit einer pädophilen sexuellen Präferenz dämonisiert werden, so die grüne Sorge. Schäffer weiter: „Dabei muss man klar sagen: Nicht jeder Pädophile wird zum Täter, und nicht jeder Täter ist pädophil.“

Iris Dworeck-Danielowski, Sprecherin für Familie, Kinder, Jugend, Gleichstellung und Frauen der AfD-Fraktion in NRW fand klare, fand eindeutige Worte:

„Als Mutter will ich nicht, dass erlaubt ist, dass man sich an Sexpuppen befriedigt, die Kindern nachgestellt sind“, kommentiert die kinderpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion NRW, Iris Dworeck-Danielowski, „völlig unabhängig davon, ob anschließend jemand einen sexuellen Missbrauch ausübt oder nicht. Es gibt Grenzen und diese Grenze ist da eindeutig erreicht.“

 

Dworeck-Danielowskis Rede wurde seitens der Grünen mit verbalen Ausrastern bedacht, die aufzeigen, dass sie sich noch mitten in ihrer angeblichen „Pädophilie-Aufarbeitung“ befinden. Besonders tat sich der ehemaligen Landesvorsitzenden der Grünen in NRW Arndt Klocke hervor, der vor seiner Politiker-Karriere abschlussfrei zunächst Germanistik und Geschichtsvorlesungen besuchte und es dann mit Politikwissenschaft, Soziologie und Pädagogik versucht hatte.

Die „Liebe“ der Grünen und der FDP zu Kindern

Die Grünen haben sich Anfang der Achtziger für eine Legalisierung von Pädophilie ausgesprochen. Mehrere grüne Landesverbände machten sich damals in den frühen achtziger Jahren die Forderung zu eigen, Pädophilie aus dem Sexualstrafrecht herauszunehmen, etwa die Grünen in Rheinland-Pfalz, Bremen, Hamburg und Berlin. Formell aufgehoben worden ist die grüne Kinderliebe und deren Forderung nach Legalisierung erst im Jahr 1993.

Sie waren jedoch nicht die Einzigen, die Pädophilie legaliseren wollten. Laut den Göttinger Politikwissenschaftlern Franz Walter und Stephan Klecha sprach sich 1980 auch die damalige Jugendorganisation der FDP für eine Änderung des Sexualstrafrechts zugunsten Pädophiler aus. Die Parteienforscher beleuchten 2013 im Zuge der „Aufarbeitung“ der Grünen und den Einfluss von Pädophilengruppen bei der Möchtegern-Öko-Partei auch die Rolle der „Deutschen Jungdemokraten“ (DJD).

2013 zog die hessische FDP-Politikerin Dagmar Döring ihre Bundestagskandidatur zurück. Ein Aufsatz der Freidemokratin zeigt, dass eine Legalisierung der Pädophilie nicht nur bei links-grünen Kinderliebhabern hoch im Kurs stand. Im betreffenden Text aus dem Jahr 1980, aus dem der Spiegel zitierte, berichtet die FDP-Frau unter dem Titel „Soviel Liebe und Zärtlichkeit – Eine Frau liebt Kinder“: von einer „längeren, auch sexuell intensiveren Beziehung zu einem Mädchen“. Sie habe erlebt, dass „kein Mann und keine Frau, sondern nur ein Kind, insbesondere ein Mädchen, meine Wünsche und Bedürfnisse (…) befriedigen kann“. An anderer Stelle schreibt Döring, sie habe „Angst vor den Gesetzen, die Liebe zwischen Erwachsenen und Kindern immer noch bestraft“. Das habe sie bei ihrem Freund erlebt, dessen „Beziehung zu einem 13-Jährigen entdeckt und dann gewaltsam, brutal zerschlagen wurde“. Davor habe sie Angst und sie wolle „alles tun, damit sich jene Gesetze ändern“. Soweit – so widerlich. (SB)

 

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