Wie kritische Journalisten terrorisiert und an der Berichterstattung gehindert werden! | Boris Reitschuster

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Sie geben sich als Verteidiger der Demokratie aus und Vorkämpfer gegen Hass und Hetze – doch wenn man genauer hinsieht, ist alles umgekehrt: Auf einer „Demonstration gegen Polizeigewalt der Anti-Rassismus-Bewegung in Berlin wurde Boris Reitschuster massiv angefeindet, beleidigt, eingeschüchtert, und am Arbeiten gehindert. Eine Rednerin versuchte zweimal, die Tausenden gegen ihn aufzuhetzen – einmal unter voller Nennung seines Namens. Sein „Verbrechen“: Er hatte seine Arbeit als Journalist gemacht und auf der Demonstration gefilmt.

Und dabei nicht einmal mehr versucht, Interviews zu machen – weil er in den vergangenen Wochen mehrfach die Erfahrung machte, dass dies zu Aggression führt. Er hatte also nichts anderes gemacht, als sein gutes, gesetzlich verbrieftes Recht als Journalist wahrzunehmen und seine Aufgabe als Presse zu erfüllen. Am Schluss blieb ih m – buchstäblich nur – die Flucht – durchs Gebüsch.

Dass solche Zustände in einem demokratischen Deutschland möglich sind, hätte Boris Reitschuster sich noch vor kurzem nicht träumen lassen.

Dass ihm letzten Endes nichts passierte, ist nur der Berliner Polizei zu verdanken, und hier insbesondere dem Beamten, der im Abschnitt an dem Tag das Kommando hatte. Er machte den Organisatoren ganz klar deutlich, dass sie im Unrecht sind. Geholfen hat das wenig: Hätte Reitschuster auf seinem Recht auf freie Berichterstattung bestanden, hätte das garantiert zu einem massiven Polizeieinsatz geführt – denn ohne die Intervention der Beamten wäre ein Arbeiten nicht mehr möglich gewesen, wie man am Schluss sieht, als er mit Regenschirmen behindert wurde. Er entschloss sich, es nicht zur Eskalation kommen zu lassen. Ob das richtig war, weiß er nicht. Denn manchmal muss man auch entschiedene Schritte machen, um Zeichen zu setzen und Rechte zu verteidigen. Reitschuster war und ist allerdings überzeugt, dass das Filmmaterial, das er hat, bereits ausreichend ist, um die Demokratie-Feindlichkeit und Intoleranz der Veranstaltungs-Organisatoren zu belegen, ihren Hass und ihre Hetze.

(Quelle)

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