Sachsen-Anhalt schafft als erstes Bundesland die Anwesenheitslisten ab

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Foto: Von Master1305/Shutterstock

Es geht voran, zumindest merken einige Landesfürsten, dass es mit der „epidemischen Lage“ nicht so weiter gehen kann. Schließlich wird kaum jemand noch ernsthaft krank oder stirbt an Corona.

Nun prescht das Bundesland Sachsen-Anhalt mal wieder vor und lockert die Hygienebestimmungen:

Hier die Meldung direkt aus der Landesregierung:

Sachsen-Anhalt setzt weiter auf eine verantwortungsvolle Rückführung der Covid-19-Eindämmungsmaßnahmen. Dazu ist heute im Kabinett die aktualisierte Eindämmungsverordnung vorgestellt worden.
Künftig kann der Mindestabstand von 1,5 Metern bei Nutzung geeigneter Abtrennvorrichtungen wie Plexiglaswänden unterschritten werden. Wo sich keine Abstandsregelungen sicherstellen lassen, muss der Infektionsschutz durch Zugangsbeschränkungen bzw. Einlasskontrollen erfolgen, um sicherzustellen, dass sich im Innen- und Außenbereich nur so viele Besucher aufhalten, dass Ansammlungen von mehr als zehn Personen vermieden werden. Zudem ist das Führen einer Anwesenheitsliste nur noch bei Veranstaltungen und Feiern sowie in Sportstätten und Diskotheken vorgeschrieben.
Private Feiern bleiben bis zu 50 Personen erlaubt. Fachkundig organisierte Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen mit bis zu 500 Personen, ab 1. November mit bis zu 1000 Personen stattfinden. Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktnachverfolgung und die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregelungen nicht möglich sind, bleiben bis Jahresende untersagt. Für Sport- und Kulturveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen können die Landkreise und kreisfreien Städte bei den zuständigen Ministerien sowie dem Gesundheitsministerium eine Ausnahmegenehmigung beantragen.
Ab 1. November gibt es für Clubs und Diskotheken wieder eine Perspektive. Voraussetzung dafür ist, dass eine Auslastung von 60 Prozent nicht überschritten wird, Anwesenheitslisten geführt und auf Mindestabstände geachtet wird. Das Prostitutionsgewerbe kann ebenfalls mit entsprechendem Hygienekonzept wieder öffnen. Mit Blick auf die Adventszeit sind Weihnachtsmärkte, die über ein Hygienekonzept verfügen, erlaubt, wenn die pandemische Entwicklung dem nicht entgegensteht. Über Zugangsbegrenzungen oder verstärkt eingesetztes Ordnungspersonal sollen Ansammlungen von mehr als zehn Personen verhindert werden.
Die Verordnung tritt am 17. September in Kraft und bleibt bis 18. November gültig.
An die „Maskenpflicht“ aber traut man sich noch nicht ran und dass die Anwesenheitslisten abgeschafft werden, liegt wohl eher daran, dass die meisten Gäste sowieso Fantasienamen und Adressen hinterlassen haben und die Gesundheitsämter an den vielen Micky-Mäusen und Claudia Roths verzweifelt sind.
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