Vereinzeln, zerschlagen, diffamieren: Zermürbungstaktik gegen Corona-Proteste trägt Früchte

0
Corona-Demonstranten vorgestern in München (Foto:Imago/ZUMA)

Mit dem erwartbaren, im „Berliner Modell“ zwei Wochen zuvor erprobten künstlich erzwungenen vorzeitigen Aus auch der Münchner Corona-Demonstration steht fest: Der Corona-Linksstaat hat endlich den Bogen raus, wie sich das verfassungsmäßig verbriefte Versammlungsrecht aushebeln lässt: Willkürliche Zwangsauflagen wie die wissenschaftlich unsinnige Maskenpflicht, Polizeigewalt, Einschüchterung und Spaltung sollen nicht nur die buchstäblichen „Querdenker“ ermüden.

Die planmäßige Zermürbung und die Spaltung einer kritischen Breitenbewegung durch Verleumdung, Kriminalisierung und Etikettierung als paranoid oder extremistisch ist eine neue Paradisziplin der staatlichen Desinformation und Gegenpropaganda, die nicht nur neostalinistische R2G-Senatoren, sondern auch die CSU-geführte bayerische Landesregierung beherrscht. Das zeigte sie vorgestern in München, wo die angemeldete Demonstration von „Querdenken 089“ (dem bayerischen Pendant zum  Stuttgarter „Querdenken 711″-Bündnis, das die Großkundgebung vor zwei Wochen in Berlin organisiert hatte) dasselbe Schicksal ereilte wie die in Berlin.

Durch ungerechtfertige Verbote, Polizei- und Corona-Auflagen-Terror wurde auch hier Querfront“ erfolgreich zerschlagen, es kam zu Verhaftungen. Die Polizei trieb die Teilnehmer in die Flucht. Zwar lag die Zahl der Festnahmen nur „im unteren zweistelligen Bereich“, doch wer hier eigentlich festgenommen wurde – Teilnehmer der einige zehntausend Teilnehmer zählenden Kundgebung (offiziell: „10.000 Menschen“) auf der Theresienwiese oder Linksautonome und Chaoten, die unter den Gegendemonstranten zahlreich erschienen waren, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Reichskriegs- oder Nazi-Symbole gab es diesmal jedenfalls keine; vielleicht hat der Verfassungsschutz hier nicht seine Hausaufgaben gemacht.

Tatsache ist, das die Masken-Mafia und die eifrigen Blockwart-Denunzianten im Staate Söder alle Hände voll zu tun hatten – weil sich unter den Demonstranten etliche Teilnehmer ohne Mund-Nasen-Bedeckung aufgehalten hatten. Wie der „Merkur“ berichtete, wurden 100 Anzeigen gegen sogenannte Maskenverweigerer aufgenommen, weitere 20 weitere Menschen wurden wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz angezeigt.

Das Imperium schlägt zurück: Masken-Mafia und Denunzianten

Der totale Humbug einer – selbst von Befürwortern der Maskenpflicht nach deren bundesweiter Einführung wiederholt für nutzlos erklärten – Tragepflicht im Freien wurde damit wieder einmal ausschließlich denen zum Verhängnis, bei denen der zunehmend autoritäre Corona-Wächterstaat natürlich gerne durchgreift: zumeist biodeutsche, um ihre Grundrechte besorgte Protestierer des bürgerlichen Milieus. Die wenige Tage zuvor beim Christopher Street Day in (buchstäblich „diversen“) deutschen Großstädten zelebrierten Umzüge zeigten nicht nur nochmals deutlich weniger Maskenträger als die Münchner Corona-Demo, sondern auch regelmäßige und massenhafte Verstöße gegen die Abstandsregeln. Dennoch wurde hier nichts gewaltsam aufgelöst –  genauso wenig wie dies bei Clan-Beerdigungen, Kurdendemonstrationen, Migrantenkrawallen, Klimaschutz-, Abschiebeverhinderungsaktionen oder „Black Lives Matter“ der Fall gewesen war.

Sinnigste Pointe beim „Durchgreifen“ von Söders Polizei unter dem Vorwand angeblicher Verstöße gegen die Corona-Auflagen: Sie erfolgte just an dem Datum, an dem die rechnerisch vom RKI maximal veranschlagte Inkubationszeit von 14 Tagen (deshalb auch die entsprechende Quarantänedauer) all derer endete, die sich zwei Wochen zuvor, am 29.8. bei der besagten Berliner Großdemonstration infolge des angeblich rücksichtslosen und gemeingefährlichen Verhaltens der dortigen Teilnehmer infiziert haben sollen. Spätestens seit vorgestern stand fest: Es gab sie nicht – all den verteufelten und empört angeprangerten angeblichen „Superspreading“-Vorwürfen zum Trotz.

Weder kam es zu irgendwelchen Ausbrüchen noch zu signifikanten Anstiegen, die sich – aufgrund der überregionalen Herkunft angereisten Demonstranten – bundesweit hätten bemerkbar machen müssen. Der „Lebensschutz“, mit dem SPD-Senator Geisel sein verfassungsfeindliches Vorgehen begründet hatte, war eine Lachnummer, eine hohle Farce. Ganz so wie die Argumente zum Maskentragen im Freien, mit denen Söder und sein Innenminister Joachim Herrmann ihr rigoroses Vorgehen gegen diejenigen begründeten, die vom Corona-Regime genug haben. (DM)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram