Osteuropäischer Obdachlosentourismus: Deppen-Deutschland als Dorado für Sozialbetrüger

0
Leidtragende des Betrugs: Echte Obdachlose (Symbolbild:Followtheflow/Shutterstock)

Wirklich überraschend waren die am Freitag bekanntgewordenen Enthüllungen des „Radio Berlin Brandenburg“ (RBB) über systematischen Sozialbetrug im Berliner Obdachlosenmilieu nicht, zumindest wundert einen in der Hauptstadt auch nichts mehr: Seit vier Jahren, so die RBB-Recherchen, melden sich in den Sommermonaten überwiegend Rumänen in Berliner Obdachlosenunterkünften an, um dort Sozialleistungen wie Hartz-IV und Kindergeld in Deutschland zu beantragen. Leidtragende sind die echten Obdachlosen.

Es handelt sich bei den organisierten Banden, die als regelrechte „Obdachlosentouristen“ durch ganz Europa reisen und sich in sozialleistungsstarken, somit „lukrativen“ Staaten registrieren lassen, um EU-Osteuropäer, ganz überwiegend rumänische Banden und darunter eine hohe Zahl an Roma. Ins Rollen gekommen waren die Ermittlungen, nachdem sich laut „Tagesspiegel“ Anwohner von Obdachlosenheimen in Kreuzberg und Schöneberg gewundert hatten, dass auf deren Parkplätzen vermehrt Luxuskarossen und Oberklassefahrzeuge parkten.

In diesem Deutschland, so scheint es, ist wirklich alles möglich. Vorsätzlich lässt sich der Sozialstaat ausnehmen und verhöhnen – und bleibt doch gänzlich untätig. Während sich die Parteien des regierenden rot-rot-grünen „Horrorkabinettes“ wieder einmal in betretenes Schweigen hüllten und weitgehende Zurückhaltung übten, wurde der Obmann der AfD-Fraktion im Ausschuss Arbeit und Soziales des Bundestages, Uwe Witt, umso deutlicher: Er zeigte sich verärgert über das dreiste Verhalten der Sozialbetrüger und forderte unverzügliche Konsequenzen.

Dreiste Abzocke – nirgends leichter als hierzulande

Seit Jahren setze ich mich für die Verbesserung der Lebenssituation der Obdachlosen in Deutschland ein, zuletzt im Rahmen eines Soforthilfeprogramms für Obdachlose in Zuge der Coronakrise„, so Witt. „Wenn ich nun von den Ergebnissen der RBB-Reporter lese, frage ich mich, wie der deutsche Staat beziehungsweise die EU solche Schlupflöcher in den sozialen Absicherungssystemen offenlassen können, die im Zuge der EU-Reisefreiheit durch vagabundierende Sozialbetrüger schamlos ausgenutzt werden können.

Der Sozialstaat könne nur erhalten werden, wenn die geforderte finanzielle Solidarität innerhalb einer klar definierten und begrenzten Gemeinschaft erbracht wird. Denn die Ressourcen, die für die obdachlosen Menschen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden, sind mehr als eingeschränkt – und sie werden immer knapper, weil die Bundesregierung weiter unverdrossen Monat für Monat zehntausende Menschen ins Land lässt, die faktisch unmittelbar in die Sozialsysteme einwandern. Umso weniger ist es hinnehmbar, dass dann auch noch im Bereich Obdachlosigkeit dem Schindluder und Sozialbetrug Tür und Tor geöffnet werden. (DM)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram