Grüne Künast sorgt sich rührend um Embryos – von Hühnern

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Renate Künast (Foto:Kai-UweHeinrich/TSP)

Selbst Kükensterben ist politisch: Wenn es um Frauenrechte und weibliche Selbstbestimmung geht, dann kann das Recht auf Abtreibung für linksprogressive Hardliner überhaupt nicht weit genug gehen – am besten bedingungslos und noch über die Entbindung hinaus. Ganz im Gegensatz dazu werden jedoch der geschundenen Kreatur in der Massentierhaltung, Schweinen, Rindern und Hühnern, von Öko-Doppelmoralisten wie der Grünen Renate Knüllst Lebensrechte und ethische Kategorien zugestanden, die nicht einmal für Menschen gelten.

Auf der Webseite der Grünen im Bundestag veröffentlichten die Grünen-Fraktionskollegen Renate Künast und Friedrich Ostendorff eine Erklärung zum industriellen Töten (meist Schreddern oder Ersticken) männlicher Küken. Unter Tierschutzaspekten ganz gewiss ein Unding und zu lösendes Problem, bemühen die beiden Ökofundies jedoch eine Argumentation, die reichlich unangemessen erscheint – vor allem weil sie, in der Abtreibungsdebatte auf Menschen angewandt, von ihnen selbst abgelehnt wird.

Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass auch ungeschlüpfte Küken ab dem 7. Tag Schmerzen fühlen können„, so Künast pathetisch. In dem Gesetz sollte deshalb „klargestellt sein, dass die Geschlechtsbestimmung im Ei vor dem 7. Tag nötig ist„, da vor dem siebten Bebrütungstag „keine Empfindungsfähigkeit der Embryonen“ vorliege. Beachtlich: Denn eine vergleichbare Sensibilität für Föten im Mutterleib erschiene gerade Künast & Co. vermutlich reaktionär und frauenfeindlich.

Ideologische und ethische Verwerfungen

Grüne Feelgood-Forderungen, die jeder Bullabü-Grundschüler mit Affinität zum frühkindlichen Naturschutz ebenso unterschreiben würde wie Peta-Aktivisten, machen sich im Wahlkampf und in der Corona-bedingten Themenflaute natürlich immer gut: „Der Ausstieg aus dem Kükentöten ist überfällig und nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts von 2019 besteht höchster Zeitdruck, das Elend zu beenden“ weshalb die Erlaubnis, noch bis Ende 2023 bis zum 9. Tag eine Geschlechtsfeststellung machen zu dürfen, schon wieder nur wirtschaftlichen Interessen folgt,“ schreiben die Parlamentarier.

Sie fordern eine massive Unterstützungskampagne von CDU-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zur Zucht von so genannten „Zweitnutzungshühnern“, die die Praxis des Kükentötens verdrängen soll, die ohnehin nur dem Zweck der Erhaltung bestimmter Zuchtlinie diene. Auch die bereits von Verbraucherverbänden geförderte sogenannten „Bruderhahnaufzucht“ müsse verstärkt gefördert werden. (DM)

 

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