Diese Oberbürgermeister wollen Moria-Flüchtlinge aufnehmen

0
Geboren am 1. Januar und immer Richtung Deutschland (Foto: Durch Janossy Gergely/Shutterstock)

FreiburgErpressung funktioniert in Deutschland. Die Oberbürgermeister von Hannover, Potsdam, Freiburg, Oldenburg, Düsseldorf, Göttingen, Gießen, Köln, Bielefeld und Krefeld haben in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ihre Bereitschaft erklärt, Flüchtlinge aus dem abgebrannten Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos aufzunehmen, und beide gebeten, den Weg dafür zu ebnen.

„Mit großem Bestürzen haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass das Geflüchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch beinahe vollständig abgebrannt ist“, heißt es in dem Brief, über den die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten. „Die 13.000 Menschen, die dort leben mussten, haben nun auch noch ihr letztes Dach über dem Kopf verloren.“

Dass hier welche gezündelt hatten, lässt man natürlich unter den Tisch fallen. Wichtig ist etwas ganz anderes:

Weiter im Brief:

Hinzu komme, dass, wie von vielen befürchtet, inzwischen auch mit dem Coronavirus infizierte Menschen darunter seien. Als Oberbürgermeister, „die wir seit zwei Jahren unsere Aufnahmebereitschaft erklären, sind wir entsetzt darüber, dass es der Europäischen Union trotz vielfacher Warnungen nicht gelungen ist, diese Eskalation in Moria zu verhindern und die menschenunwürdigen Bedingungen in den Lagern an den europäischen Außengrenzen fortbestehen“. Deshalb bekräftigen sie die Bereitschaft, „einen humanitären Beitrag zu einer menschenwürdigen Unterbringung der Schutzsuchenden in Europa“ zu leisten.

„Wir sind bereit, Menschen aus Moria aufzunehmen, um die humanitäre Katastrophe zu entschärfen.“ Es müsse endlich gehandelt werden, schreiben die Oberbürgermeister der zehn genannten Städte, die die Bundesregierung darum bitten, „hier voranzugehen und nicht weiter auf eine gesamteuropäische Lösung zu warten“. Europaweit seien Kommunen zur Mithilfe bereit.

Dies müsse ermöglicht werden. „Lassen Sie uns den Menschen aus Moria die Würde zurückgeben, die ihnen anderswo genommen wurde.“ Seehofer hatte sich bisher geweigert, bereitwilligen Kommunen diese Möglichkeit zu eröffnen.

Heuchlerisch auch, dass ausgerechnet ein eingefleischter Sozialist wie Ramelow plötzlich seinen Glauben wieder – für andere – entdeckt hat:

Thüringens Ministerpräsident hat im Zuge der Debatte um Konsequenzen aus dem Brand im Flüchtlingslager Moria für die Anwendung christlicher Nächstenliebe plädiert. „Die Zustände in Moria waren schon vor dem Feuer eine europäische Schande, und die Lebensbedingungen dort waren unerträglich“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). „Das Feuer macht es nur sichtbar, auch wenn ich die Brandstifter als zu bestrafende Täter bezeichne.“

Es werde höchste Zeit, die Aufnahmeverfahren zu beschleunigen und die Schutzsuchenden europäisch zu verteilen. „Thüringen ist bereit, seinen Anteil sofort zu realisieren. Wenn Bundesminister Seehofer zu unserer humanitären Hilfszusage weiterhin Nein sagt, dann muss er die von uns angebotenen Kontingente als Bund übernehmen.“

Der Linken-Politiker unterstrich, „Prinzipienstreitereien“ seien „angesichts schreiender Not inhuman, christliche Nächstenliebe ist gefragt“. Frank Remus, Vertreter des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), sagte dem RND, nach den Bränden werde „die ganze Misere selbst dem deutlich, der sich dem Elend bislang verschlossen hat“. Europa bleibe in der Verantwortung und könne helfen, zum Beispiel durch eine schnelle Umverteilung und Asylprüfung, aber auch durch weitere Unterstützung für einen Ausbau der Kapazitäten für eine menschenwürdige Unterbringung auf dem Festland.

„Beides muss in dieser Notlage schnell umgesetzt werden. Aus Solidarität mit den Asylsuchenden und mit Griechenland als Aufnahmestaat und um weitere Katastrophen dieser Art zu verhindern“, so Remus.

Interessant das alles. Während Deutsche, die angeblich mit Corona infiziert sind, aber auch diejenigen, die völlig gesund sind, am Reisen behindert werden, dürfen infizierte Moria-Migranten durch die Welt nach Deutschland kommen.

Das ist schlicht und einfach zynisch – gegenüber der eigenen Bevölkerung. Man darf gespannt sein, wie lange Herr Drehofer dem Druck von Linksaußen standhält. Wetten, dass…(Mit Material von dts)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram