Schmierentheater im Bundestag: Applaus für die „Helden“ vom Reichstag, kein Wort zu Leipzig

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(Screenshot:Youtube)

Was eine erbärmliche, verlogene Polit-Show: Nachdem bereits der salbungsvolle Bundespräsidialheuchler sie zur Ehrung in Schloss Bellevue empfangen hatte, durften gestern die sogenannten „Helden vom Reichstag“ und einige ihrer Kollegen, die am vorgegangenen Samstag die angeblich letzte Verteidigungslinie zwischen reichsbürgerlich-rechtsextremem Pöbel und Parlament gebildet hatten, Standing Ovations aller Fraktionen mit Ausnahme der AfD im Bundestag entgegennehmen.

Mit einem verzweifelten, couragierten Abwehrkampf hatte der Einsatz am oberen Ende der Treppe zum – zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise bedrohten! – Reichstag ebenso viel zu tun wie die damaligen Chemnitzer Witz-Clips („Hase, Du bleibst hier!“) mit angeblichen „Hetzjagden auf Ausländer“. Doch im Neuen Deutschland zählt bekanntlich nicht, was ist, sondern was inszeniert ist – und sich instrumentalisieren lässt. Und da werden eben Heldengeschichten geboren – während störende Details beiseite gewischt werden.

Etwa, wieso der lose Haufen vorletzten Samstag vorm Reichstag von einer offenbar in Verbindung mit dem Verfassungsschutz stehenden, offenbar geistig verwirrten Zottel-Agitatorin in Marsch gesetzt wurde; wieso den wild herumfuchtelnden, drei in Szene gesetzten Polizisten auf dem oberen Treppenabsatz (darunter ausgerechnet ein als RTL-Laiendarsteller bekanntgewordener, mediengeiler Beamter) kein einziger der angeblichen „Stürmer“ wirklich nahekam; wieso sich die lose Truppe vor allem durch Türkei-, USA- und Phantasiefahnen, aber nur eine einzige Reichsflagge auszeichnete – und dennoch als rechtsextremer Mob (aktuell wieder in der „Welt„) dargestellt wird; oder wieso dann erst nach dieser offensichtlich „getürkten“ Showeinlage plötzlich eine wohl schon bereit stehende Truppe von rund 250 Polizisten in schwerer Montur herangeführt wurde.

Showeinlagen draußen, Showeinlagen drinnen

So inszeniert wie die ganze Scheinbedrohung außerhalb des Reichstags war dann auch die gestrige „Ehrung“ drinnen im Plenum. Die wohlfeilen Beweihräucherungen von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble („Die Polizei braucht unsere Unterstützung, und sie verdient sie!„) gipfelten in der Forderung, das „Haus vor Missbrauch zu schützen„. Ein Hohn – stellte doch diese infame „Feierstunde“ selbst den größten Missbrauch überhaupt dar: Hier sonnt sich eine verlogene Gesinnungspolitik der „Demokraten“ im eigenen Glanz, geriert sich als eine Art Weimar 2.0 und wähnt sich im heldenhaften antifaschistischen Widerstand, während die eigentlichen Feinde der Verfassung – Linksautonome, kriminelle Verbrecherclans, illegale Migrantenmobs  – überall im Land buchstäblich die Sau herauslassen, Polizisten attackieren, sie verletzen oder gar Mordanschläge gegen sie verüben – ohne dass es einen einzigen dieser parlamentarischen Superheuchler interessiert.

Die Vertreter derselben Parteien, die der Polizei über Wochen hinweg ein „strukturelles Rassismusproblem“, eine verbreitetes diskriminierendes und fremdenfeindliches Dienstvorgehen unterstellen, die die erodierende Sicherheit in diesem Land als multikulturelle Horizonterweiterung feiern (und eine aberwitzige Volksverhetzung des „taz“ als „Satire“ guthießen, die Polizisten pauschal als Müll der Gesellschaft diffamierte): Hier picken sie sich dann einzelne Vorzeigebeamten heraus, die als Helden des Linksstaats taugen, derweil sich ihre „Bullenschwein“-Kollegen aktuell in Leipzig-Connewitz, zuvor in Frankfurt und Stuttgart, in der Rigaer Straße oder einst beim G20-Gipfel mit Mollis und Steinen bewerfen, anspucken und attackieren lassen dürfen. Die „Grenzen des Anstands“, von denen Schäuble gestern sprach, sind von genau denen längst gesprengt worden, die hier applaudieren. (DM)

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