And the Oscar goes to: Schwarz, schwul, behindert, divers

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Der Oscar als durchgegenderter Hermaphrodit (Foto:Imago/ZUMA)

Der „Oscar“ fürs Anderssein: Parallel zu einer „Cancel-Culture“, die das kollektive Andenken an historische Persönlichkeiten und Schlüsselereignisse getilgt und ausgemerzt werden soll, wird der zeitgenössische Kulturbetrieb einem politischen Rigorismus untergeordnet und einem Zwang zum „Antirassismus“, zur „Diversität“ untergeordnet. Künstlerische Inhalte, schöpferische Qualität und individuelle Leistungen zählen nicht mehr – nur noch das „Messaging“, die politisch korrekte Botschaft. Logisch, dass dieser Irrweg auch vor Hollywood nicht haltmacht.

Aus dieser neuen totalitären Ideologie erklärt sich dann auch die Ankündigung der Akademie des seit über 90 Jahren legendären, bislang weltweit bedeutsamsten Filmpreises „Oscar“, künftige Nominierungen – zunächst in der wichtigsten Kategorie, der Auszeichnung „Bester Film„, künftig an einen sogenannten „Diversitätszwang“ zu knüpfen. Hierzu sollen ab 2024 mehrere „Vielfalts-Kriterien“ gelten, Mindestens zwei davon, so die „Junge Freiheit“ (JF), sind verpflichtend zu erfüllen damit Filme „für den Preis überhaupt in Betracht gezogen werden“.

Hierzu gehören: Zugehörigkeit eines Hauptdarstellers oder eines „wichtigen Nebendarstellers“ zu einer „ethnischen oder sexuellen Minderheit“. Oder: die Berücksichtigung einer sogenannten „Diversitätsquote“ für „unterrepräsentative Rollenbilder“, die ebenfalls zur Nominierung qualifiziert. Pluspunkte gibt’s für Filmhandlungen, die „das Leben von Frauen, Schwarzen, Menschen mit Behinderungen oder Transgender“ abbilden.

Es ist das Ende der künstlerischen und geistigen Freiheit, was hier propagiert wird: Da ein beträchtlicher Teil von Drehbüchern auf Literaturvorlagen basiert, hat die Verengung der vorgegebenen Kriterien in der weltweit nach wie vor bedeutenden US-Industrie fatale und weitreichende Auswirkungen auf die Autorentätigkeit und auch den Inhalt von fiktionaler Literatur. Es ist eine a-priori-Gehirnwäsche und Themenverengung, wie es sie seit den Versuchen der NS-Diktatur nicht mehr gegeben hat, sich der Kunst zu bemächtigen und diese in „rassisch wertvoll“ und „entartet“ zu trennen.

Botschaft vor Kunstform und Inhalt

Unter dem obsessiven Wahn, die Filmindustrie müsse sich „der Darstellung der vielfältigen weltweiten Bevölkerung öffnen„, der nun sogar von der Academy zur Doktrin erhoben wird, hatten sich bereits etliche namhafte Filmfestivals selbst auf Linie gebracht. So hatte etwa das Filmfestival Berlinale vorletzte Woche erst angekündigt, „Diversität und Gleichberechtigung im Film“ zu fördern – und dafür ab sofort die Geschlechterkategorien bei der Preisverleihung abzuschaffen. Vorangegangen war, laut JF, eine Intervention ausgerechnet des „Bundesverband Schauspiel“, der kritisiert hatte, die bisherige „Stereotypie“ erschwere „die Gleichberechtigung“, weil „Geschlechter stattdessen sichtbarer gemacht werden sollten“.

Nach solchen ohnehin bedeutungslosen, nationalen Preisen wird spätestens in wenigen Jahren damit auch der „Oscar“ in die Reihe der völlig aussage- und bedeutungslosen Auszeichnungen abgleiten und seinen eigenen Mythos zu Recht verlieren, wenn seine Zuerkennung nicht mehr für grandiose und hochklassige Filme, sondern ausschließlich für die demonstrative „Tugendtreue“ und Gesinnung der Filmschaffenden dahinter steht. (DM)

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