Nachschub für Deutschland? Flüchtlingslager Moria brennt

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Foto: Von Nicolas Economou/Shutterstock

Das griechische Flüchtlingslager Moria auf Lesbos und steht in Flammen. Gleich an mehreren Stellen „brachen“ in der Nacht im Lager und in der näheren Umgebung „Brände aus“. Fast alle „Flüchtlinge“ seien inzwischen evakuiert worden, gaben die Behörden bekannt.

Zur Brandursache gibt es laut Welt unterschiedliche Versionen: Einige Lagerbewohner behaupten, Inselbewohner hätten das Feuer gelegt. Anderen Berichten zufolge haben die sogenannten Flüchtlinge die Brände selbst gelegt und würden auch die Löscharbeiten der Feuerwehr behindern.

Die Feuerwehrleute kämpfen neben dem brennenden Moria-Lager seit Dienstagabend auch mit mit einem großen Waldbrand rund 25 Kilometer nordwestlich von Moria. Starke Winde würden die Flammen anfachen.

Das berühmt-berüchtigte „Flüchtlingslager“ gilt mit rund 112.600 Migranten als haltlos überfüllt. Es bietet eigentlich 2600 Menschen einen Platz. Durch Corona-Fälle ist das Lager unter Quarantäne gestellt worden. Ein Umstand, der zur ständig wachsenden Unzufriedenheit der Bewohner beigetragen haben könnte. Immer wieder kommt es unter den sogenannten Flüchtlingen zu Messerangriffen, bei denen es bisher mehrere Tote gab. Bereits im März hatte es in dem Lager gebrannt. Dabei kam ein sechsjähriges Mädchen ums Leben.

In Deutschland wird derweil weiter rumgeeiert:

Der nordrhein-westfälische Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) zum Beispiel hat die Auflösung des „wilden“ Flüchtlingslagers um Moria unter deutscher Ratspräsidentschaft gefordert. „Die katastrophalen Zustände auf den griechischen Inseln sind inakzeptabel“, sagte Stamp der „Welt“ (Mittwochausgabe). Die Europäische Union müsse „schleunigst“ handeln, weil sich die Situation im Winter noch einmal verschlechtern werde.

„Noch während der deutschen Ratspräsidentschaft muss das wilde Camp um Moria aufgelöst werden.“ Der Bund signalisiere bislang wenig Bereitschaft, sich in Griechenland über die laufenden Maßnahmen hinaus zu engagieren, sagte Stamp. „Ich erwarte von Bundesinnenminister Seehofer aber, dass es kurzfristig eine Videoschaltkonferenz von Bund und Ländern gibt, um eine abgestimmte deutsche Position für die europäischen Hilfsmaßnahmen für Griechenland formulieren zu können.“

Die „unhaltbare Situation auf den griechischen Inseln“ könne behoben werden, „wenn insgesamt von der EU ein bestimmtes Kontingent aufgenommen wird und der andere Teil von Griechenland auf dem Festland sowie in einer neuen Einrichtung auf Lesbos untergebracht wird“, sagte der FDP-Politiker. Durch weitere freiwillige Ausreisen und Rückführungen in die Heimatländer könne die Situation auf den griechischen Inseln „insgesamt geordnet“ werden. Auf gut Deutsch: Liebe Biedermänner und Brandstifter, bei uns seid ihr immer herzlich willkommen.(MS)

 

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