Spionage ab Werk: Apple und Google künftig mit „Warn-Technologie“ schon im Smartphone-Betriebssystem

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Die Warn-App ist künftig nolens-volens immer dabei (Symbolbild:Imago/Simon)

Wie von kritischen Experten und Skeptikern der Datensicherheits-Bekundungen der Groko im Zusammenhang mit der gesamten Corona-Politik stets befürchtet, brechen nun alle Dämme: Im Namen der Pandemiebekämpfung wird die sogenannte „Warntechnik“ fester Bestandteil von Smartphones – und soll fortan in den Betriebssystemen der Big-Player Google und Apple Einzug halten. Die Meldung sorgte diese Woche bezeichnenderweise für so gut wie keinen öffentlichen Wirbel.

Selbst die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern blieben bemerkenswert stumm über diese sensationell beunruhigende Nachricht, die noch vor einem Jahr vielleicht als Pointe im Drehbuch einer Orwell-Neuverfilmung denkbar vorstellbar gewesen wäre, nicht aber als Teil der Realität modernster Mobilfunktechnik. Wie das „Ärzteblatt“ berichtete, offerieren die global bedeutsamsten Hersteller von Smartphone-Betriebssystemen, Apple und Google, den westlichen Regierungen praktisch auf dem Silbertablett die Möglichkeit, eine Corona-Warn-Infrastruktur auf Smartphones zu implementieren – und zwar, das ist das Entscheidende – auch ganz ohne eine gesonderte App.

Google wird die dafür erforderliche Funktionalität direkt in das Betriebssystem Android integrieren. Bei Apple erfolgt die Einbeziehung ab Werk ab der Version 13.7 seines iOS-Betriebssystems auf den iPhones. Zwar können die Nutzer theoretisch einer Nachverfolgung widersprechen, doch spekuliert wird hier offensichtlich, dass die meisten dies achtlos übergehen – so wie die Praxis zeigt, dass im Zuge der Zustimmung zu AGB’s oder Nutzungsbedingungen für Apps zumeist weitreichende Datenübertragungszustimmungen erteilt werden, über deren Auswirkungen sich die Betreffenden meist gar nicht bewusst sind.

Grandioser Flop bei Corona, Potenzial bei Überwachungen

Vorwand für die neue Technologie ist – was sonst – natürlich wieder die Allzweckbegründung, die „Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu stoppen“. Die sündhaft überteuerten (den Vogel schoss mit 80 Millionen Euro hier natürlich wieder Deutschland ab!) nationalen Warn-Apps erwiesen sich zwar als grandiose Flops, doch taugen sie anscheinend noch immer als Beispiel für die Musteranwendung.

In China ist die automatisierte Kontaktnachverfolgung durch Austausch von Bluetooth-Schlüsseln zwischen Geräten übrigens ebenfalls mit vorinstalliert – Huawei etwa lässt die Corona-Warn-Apps auch ohne Google-Dienste laufen. Was wirklich mit den Daten am Ende geschieht, ist für China längst bekannt – und auch bei uns fällt es nicht schwer, sich sich den drohenden Missbrauch vorzustellen, der nicht lange auf sich warten lassen dürfte. (DM)

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