Gericht lässt Anklage wegen Volksverhetzung zu: Pastor Latzel kommt vor Gericht

0
Gefängnis (Symbolbild: shutterstock.com/Von sakhorn)

Das Amtsgericht Bremen hat die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den Bremer Pastor Olaf Latzel unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. Sein Vergehen: Latzel warnte vor einer Homolobby und weigert sich, den politisch- und medial verordneten Islam-Kuschelkurs mitzugehen.

„Die Staatsanwaltschaft Bremen wirft dem Angeklagten vor, ein sog. Eheseminar vor etwa 30 Ehepaaren im Herbst 2019 in seiner Kirchengemeinde gehalten und eine Audio-Datei hiervon auf einer Internetplattform online gestellt zu haben, wo die Datei für jedermann verfügbar gewesen sein soll. Aufgrund der ihm bekannten hohen Anzahl seiner Follower soll sich der Angeklagte auch über die Reichweite seiner Äußerungen bewusst gewesen sein. Der Angeklagte soll sich in dem Seminar über Gender und Homosexuelle in einer Weise geäußert haben, die den Tatbestand der Volksverhetzung gem. § 130 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 des Strafgesetzbuches erfüllt“, heißt es hierzu in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung des Amtsgericht. Der Termin zur Hauptverhandlung werde in Kürze mitgeteilt.

Laut benannter Audiodatei (siehe untern) soll Latzel u.a. gesagt haben: „Überall laufen die Verbrecher rum vom Christopher Street Day. Der ganze Genderdreck ist ein Angriff auf Gottes Schöpfungsordnung, ist teuflisch und satanisch.“ Außerdem warnte er vor einer „Homolobby“. Später entschuldigte er sich für die Worte und führte an, er habe nichts gegen Homosexuelle und dies auch nicht generell auf diese bezogen. Stattdessen seien seine Äußerungen auf „Aggressoren“ bezogen gewesen, die die Gemeinde immer wieder angegriffen hätten.

Darüber hinaus soll er mit beleidigenden Äußerungen auch gegenüber dem Islam und der katholischen Kirche für Aufsehen gesorgt haben. Latzel selbst betont, es gehe nicht gegen den Menschen, der einen anderen Glauben habe. „Einem Moslem, der Hilfe braucht, muss geholfen werden.“ Aber dessen Religion müsse nicht einfach so hingenommen werden. Latzel zitiert die Worte des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland. Der Pastor kehrt den Satz um: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland.“ Das sagt er mehrmals. An der katholischen Kirche kritisiert er gleich im Anschluss ihren Kult, den sie betreibe. Latzel spricht von „Reliquien-Dreck“ und davon, dass der Glaube an einen Ablass der Sünden „großer Mist“ sei.

Gutmenschliche evangelische Hasstriaden und linksextremistische Angriffe

Die evangelische Kirche sprach  – hoch entrüstet- von „geistiger Brandstiftung“ und distanzierte sich maximal von Latzels Aussagen. Besonders tat sich Bernd Klingbeil-Jahr, Pastor der evangelischen Friedenskirche in Bremen, in einem Beitrag der Sendung des öffentlich-rechtlichen Bremer Senders „buten un binnen“ hervor. Klingbeil-Jahr bekundete, er wolle sich „vor die Opfer der Aggression“ Latzels stellen. Bei Latzels Online-Anhängern handele es sich um „ein Mischfeld aus christlichen Fundamentalisten und Faschisten“. „Aus diesem braunen Mob“ heraus würden Aktionen geplant und durchgeführt.

Selbstredend darf auch die erregte LGBT-Communitiy nicht im Entrüstungssturm fehlen. Wie immer laut und schrill – präsentierte sich die besonders zeigefreudige Vertreterin Caroline W. – barbusig – beim Protest Anfang Juli vor der Martinikirche:

Screenshot Video

Im April 2020 berichtete Latzel laut dem Weser Kurier, er sei seit März des Jahres Ziel von „Hassattacken“ unbekannter Täter, die der „linken Szene“ zuzuordnen seien, geworden.

Anfang März störten bereits 50 linke Demonstranten seinen Gottesdienst. Sie verteilten vor dem Gotteshaus Fake-Formulare für einen sofortigen Kirchenaustritt. Latzel kommentiert: „Viele Gemeindemitglieder hatten Angst, fühlten sich bedroht.“ So habe es Schmierereien und Sachbeschädigungen an der Kirche und am Eigentum Latzels gegeben. Ein voller 10-Liter-Jogurt-Eimer wurde gegen die Kirchentür geschmissen. Ein Aktivist bestellte auf den Namen des Pastors ein Auto bei einem VW-Händler. Der linke Terror machte auch während der Corona-Zeit nicht halt. So wrude ein Gottesdienst-Livestream durch Spam mit „Hassparolen“ und Pornografie gestört worden.

Latzel kommentiert den linken Hass laut der Bild mit den Worten: „Ich frage mich, was passieren würde, wenn unsere Kirche eine Moschee wäre? Wir sind diesen Anfeindungen schutzlos ausgeliefert. Die Polizei kommt schnell. Aber alle Verfahren wurden bisher eingestellt.“

Buch Christian Jung Die Staats-Antifa
Christian Jung – Die Staats-Antifa – Kopp Verlag – 19,99 Euro

Vorstand steht hinter Latzel

Der Vorstand der St. Martini-Gemeinde steht – zumindest lässt das eine Verlautbarung vom 10.07. vermuten – hinter ihrem Pastor:

„Sie haben sicher alle die Auseinandersetzung um unseren Pastor Olaf Latzel und die Angriffe auf uns als Gemeinde verfolgt. In der letzten Woche wurde am Mittwoch sogar ein Verbot der Öffentlichen Wortverkündigung gegen unsern Pastor nach § 60 des Pfarrerdienstgesetzes erlassen. Dieses wurde jedoch am Freitag zunächst bis Ende August außer Kraft gesetzt und Pastor Latzel durfte am Sonntag den Gottesdienst leiten und auch predigen. Allerdings hat man sich darauf verständigt, daß er ab dem 09.07. bis zum 23.08. erst einmal Urlaub nimmt. Ein weiteres Dienstgespräch wird dann zeigen, wie es weitergeht.

Dieser Vorgang ist ein ungeheuerlicher Eingriff in unser Gemeindeleben und unsere Glaubens- und Lehrfreiheit. Daher hat der Kirchenvorstand auch einen Anwalt, einen Kirchenrechtler, beauftragt alles zu tun um uns gegen diese Maßnahmen kirchenrechtlich zu verteidigen. Wichtiger als die juristische Fachkenntnis sind jedoch Ihre Gebete. Letztlich kann uns nur Gott helfen. Beten Sie bitte um Kraft und Beistand für unseren Pastor und um Weisheit und Führung für den Kirchenvorstand. St. Martini steht in schlimmen Anfechtungen. Da braucht es vor allem die gefalteten Hände.

In der Zeit des Urlaubes unseres Pastores werden die Predigtdienste in bewährter Form durch Bruder Bierbaum, Bruder Piegsa und Bruder Müller gehalten. Bei Amtshandlungen, vor allem Beerdigungen, unterstützt uns zusätzlich Bruder Morstein bzw. Bruder Jander.

Uns erreichten in den letzten Tagen zahlreiche Anfragen bezüglich einer Reaktion von Seiten der Gemeinde wegen der verbalen Attacken des Pastores Klingbeil-Jahr, in buten un binnen gegen St. Martini. Auch hier haben wir, die Bauherren, einen Anwalt beauftragt, der diesen Vorgang prüft. Gegebenenfalls wird der Verwaltende Bauherr im Namen der Gemeinde Anzeige erstatten. Uns ist jedoch bekannt, daß bereits einige Einzelpersonen Anzeige wegen dieser Äußerungen erstattet haben. Aber auch hier ist uns wichtig, daß wir das Gebet für uns feindlich eingestellte Menschen nicht vergessen.“

Eine Petition, die zur Solidarität mit Latzel aufrief, wurde bis zur Schließung von mehr als 20.000 Unterstützern gezeichnet. Laztels YouTube-Kanal – bislang wundersamerweise noch nicht gesperrt – hat aktuell 22.000 Abonnenten mit mehr als 3.6 Millionen Aufrufen.

Die Petition „Keine Hasspredigt – Setzen Sie Latzel ab!“ unterschrieben bislang rund 13.600 Personen. Der Initiator Bastian Melcher zeigt sich hoch empört, dass der „Hass-Pastor“ wieder – ohne Erlaubnis der links-grünen LTBQ-Gemeinde- wieder predigen darf:

Falls Latzel verurteilt wird, droht ihm eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren können zur Bewährung ausgesetzt werden. Ein bereits im Mai eröffnetes kirchliches Disziplinarverfahren soll demnach weiter ausgesetzt bleiben, bis das Strafverfahren gegen Latzel abgeschlossen sei. (SB)

Hier die „Skandalpredigt“ vor der St.-Martini-Gemeinde, in der Latzel seit 2007 Pastor ist:

 

 

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram