Nawalny & das Gift: Ein Märchen aus dem Blätterwald

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Alexej Navalny - Foto: Imago

Die offizielle Geschichte vom russischen Oppositionellen Alexej Nawalny, der in Rußland vergiftet worden sein soll, um dann in der Berliner Charité behandelt zu werden, ist so grotesk, daß man sich fragt, ob noch alle Tassen im Schrank hat, wer sie für bare Münze nimmt. Die Wahrscheinlichkeit.

von Max Erdinger

Ein satirisch gestimmter Zeitgenosse hat für die sozialen Netzwerke ein Meme kreiert, das man als sehr gelungen bezeichnen darf. Es zeigt den russischen Präsidenten Putin, der seinen „Plan“ in eine riesige Sprechblase hineindenkt. Zu lesen ist: „Hmmm … Nord-Stream 2 ist fast fertig und die Amis wollen es um jeden Preis verhindern. Ich glaube, es wäre jetzt höchste Zeit, den Skripal-Erfolg zu wiederholen, und einen Nazi, der keinerlei Gefahr für mich in Rußland darstellt, durch meinen hochdilettantischen Geheimdienst mit einem exclusiv russischen Gift im Flugzeug halb zu vergiften. Dieses lasse ich dann aber notlanden und ihn in ein russisches Krankenhaus einliefern, damit er auf jeden Fall überlebt, so daß ich ihn dann nach Deutschland ausfliegen lassen kann, damit die EU endlich Sanktionen gegen mich beschließt und Nord-Stream 2 ein zig-Milliarden-Grab für uns wird. Ja, das ist ein SPITZEN-PLAN, genau so mach ich´s!

Es ist wohl so, daß sogar der Geheimdienst der Schildbürger dazu in der Lage gewesen wäre, einen Oppositionellen so um die Ecke zu bringen, daß über dessen Verbleib nie mehr etwas herausgefunden werden kann. Und die Schildbürger sind wahrlich nicht die hellsten gewesen. Daß der russische Präsident Putin irgendetwas mit der Sache zu tun haben könnte, darf man wohl getrost ausschließen, auch, wenn man noch nicht genau weiß, was nun wirklich passiert ist.

Nowitschok

Nowitschok ist ein Nervengift, das in der Sowjetunion der 1970er Jahre entwickelt worden ist und bis in die Neunziger Jahre weiter erforscht wurde. Es gilt als schwer nachweisbar. Der erste Gedanke, der einem bei „russischer Oppositioneller“ und „Nowitschok“ kommt, wäre dann, wenn man von einer Geheimdienst-Aktion ausgeht, daß man sofort auf Nowitschok untersucht und sich mit ärztlichen Bulletins so lange zurückhält, wie nicht klar ist, was mit Nawalny wirklich passiert ist. Es war aber anders.

Am 22.8. ist der komatöse Alexej Nawalny im Flieger nach Deutschland unterwegs gewesen. Bezahlt hatte den Flug der russische Unternehmer und Mäzen Boris Simin. Er kommt auch für Nawalnys Aufenthalt in der Charité auf. Tags darauf gab es noch keine Bestätigung seitens der Charité, daß bei Nawalny eine Vergiftung vorliege. Festgestellt worden waren eine alkoholische Enzephalopathie samt Hypoglykämie durch Alkoholmißbrauch und viel Koffein im Körper des russischen Patienten.

Zumindest zur Kenntnis nehmen kann man trotz der Unmöglichkeit einer Verifizierung, was am 22.8. auf dem russischen Blog lusia-lusi.livejournal unter der Überschrift „Ich müßte weniger trinken“ berichtet wurde. (Übersetzung des Google Translators stilistisch nachbearbeitet)

„Ich müßte weniger trinken“ – Navalnys Mitarbeiter erzählten von Details seiner Reise nach Tomsk. Er war dort zusammen mit sechs Mitarbeitern. Bei der Ankunft checkten der oppositionelle Blogger und sein Team im Xander Hotel ein. Danach machten alle einen Spaziergang durch das Gouverneursviertel und kehrten zum Abendessen in das Hotelrestaurant Velvet zurück, wo Navalny viel Wein trank. Am nächsten Tag nahm er an Dreharbeiten im Sovetsky-Distrikt teil. Im Anschluß ging er zusammen mit den FBK-Mitarbeitern wieder ins Velvet, wo er erneut viel trank. Am nächsten Morgen traf sich der Blogger mit Tomsker Anhängern, von wo aus er zu einem Sushi-Essen ging, bei dem ebenfalls mit Alkohol nachgespült wurde. Anschließend war er wieder im Velvet und trank dort Cocktails – natürlich nicht alkoholfrei. Dies war der letzte Tag von Navalnys Aufenthalt in Tomsk. Am Morgen stieg er in einen Flug nach Moskau, wo er krank wurde. Dann ist alles bekannt – das Flugzeug landete in Omsk und der Blogger wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Er fiel ins Koma und ist immer noch in diesem Zustand. Heute Morgen wurde er nach Deutschland gebracht, wo Alexej im Charité-Krankenhaus behandelt wird.
Eines ist klar – von Vergiftung ist keine Rede, da in Navalnys Blut kein Gift gefunden wurde. Aber Alkohol und Koffein wurden gefunden. Jetzt wird klar, was die starke Verschlechterung seiner Gesundheit verursacht hat, besonders vor dem Hintergrund, daß er Antidepressiva einnahm, wie seine Anhänger berichteten. Übrigens erwähnten die engen Mitarbeiter des Bloggers auch seinen Alkoholmißbrauch.
Viele Experten glauben, daß Nawalny, nachdem er zur Besinnung gekommen ist, eine Anfrage an die deutschen Behörden senden wird, um politisches Asyl zu beantragen. Seine Frau bestand nicht nur darauf, den Blogger nach Deutschland zu transportieren, sondern das Flugzeug für ihn kam gestern Morgen an. Angela Merkel selbst hat gestern ihre Bereitschaft zur Unterstützung zum Ausdruck gebracht, was für Navalnys sehr enge Beziehungen zu ausländischen Politikern spricht. In dieser Geschichte sind die Omsker Ärzte die Beleidigten. Sie hatten versucht, Navalnys Zustand unter dem enormen Druck seiner Frau und seiner Mitarbeiter zu stabilisieren. Die jedoch bewarfen die Ärzte mit Schlamm und beschuldigten sie, den Blogger nicht nach Deutschland transportieren zu lassen. Und kein Wort der Dankbarkeit – wirklich, warum. Der Transport in diesem Zustand ist sehr gefährlich und die (Omsker) Ärzte hatten davor gewarnt. Er wurde auf wundersame Weise in ein deutsches Krankenhaus gebracht. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, daß die Mitarbeiter des Bloggers verbergen würden, wenn es während des Fluges Komplikationen gäbe. Angeblich gibt es ja nur schlechte russische Ärzte….“

Nach deutschen Maßstäben: Nawalny ist ein „Nazi“

Der russische Oppositionelle bezeichnet sich selbst als einen Nationaldemokraten. Von 2009 bis 2013 hatte er an den teils als rechtsextrem eingestuften Russischen Märschen teilgenommen und bezeichnete sich selbst als nationalistischen Demokraten. Der oppositionelle Blogger und Rechtsanwalt war zudem Gründer einer NGO mit der Bezeichnung „Fonds zur Korruptionsbekämpfung“. Ob die Vorwürfe gegen ihn konstruiert gewesen waren oder nicht: Im Juli 2013 wurde Nawalny wegen Unterschlagung zu fünf Jahren Haft verurteilt, die Strafe im Oktober dann zur Bewährung ausgesetzt. Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) im Februar 2016 setzte der Oberste Gerichtshof Rußlands das Urteil aber aus. Jedoch kam das Gericht auch nach einer Neuaufnahme des Prozesses im Februar 2017 zu keiner anderen Entscheidung und verurteilte Nawalny erneut zu fünf Jahren Haft auf Bewährung. Im Oktober desselben Jahres mischte sich der EGMR zum zweiten Male ein, bezeichnete das russische Urteil als rechtswidrig und urteilte, daß 55.000 Euro Schadensersatz an Nawalny zu zahlen seien. Bereits drei Monate vor der Neuaufnahme des Prozesses, im Dezember 2016, hatte Nawalny seine Kandidatur für die Präsidentenwahlen 2018 angekündigt. Ein Jahr später, am 25. Dezember 2017, erklärte dann die Zentrale Wahlkommission Russlands die Kandidatur Nawalnys für unzulässig. Ihre Entscheidung begründete sie mit der Verurteilung Nawalnys zu einer Bewährungsstrafe. Als Reaktion auf diese Entscheidung der Wahlkommission hatte Nawalny seine Anhänger zum Boykott der Präsidentschaftswahl aufgerufen. Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtete am 21. Juni 2017, daß die russischen Staatsmedien Alexej Navalny als einen Handlanger westlicher Geheimdienste einstufen.

Anläßlich Nawalnys Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters von Moskau schrieb Ulrich Heyden auf den „Nachdenkseiten“ u.a.: „In westlichen Medien herrscht große Aufregung über den Achtungserfolg von Nawalny. Unterschwellig spürt man sogar Freude, dass da endlich mal einer ist, der Putin gefährlich werden kann. Der Kandidat fische zwar auch „mal“ im nationalistischen Spektrum liest man, vertrete aber ansonsten vernünftig-demokratische Forderungen gegen Korruption und Putins politisches Monopol. Tatsächlich waren die Ausfälle gegen Arbeitsmigranten aus Zentralasien einer der Grundpfeiler von Nawalnys Wahlkampf. „Wissen Sie, dass Moskau die Stadt mit den weltweit meisten Migranten ist. Ist das in Ordnung?“, fragte der 37jährige Blogger rhetorisch auf einer Wahlkundgebung in einem Park, im Stadtbezirk Stschukino nordwestlich des Stadtzentrums. „Nein, das ist nicht in Ordnung“, antworteten ein paar ältere Frauen aus der ersten Reihe. Der Redner legt nach. „40 Prozent aller männlichen Tadschiken wohnen in Moskau. Fast ganz Tadschikistan ist nach Moskau gefahren. Ist das richtig?“ Und in diesem Stil ging es dann weiter. Nur mit der Abschaffung der Visa-freien Einreise für die Gastarbeiter aus den ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien, könne man in Moskau Ordnung schaffen, erklärte der Kandidat, der 2007 wegen abfälliger Äußerungen über Georgier aus der sozialliberalen Jabloko-Partei ausgeschlossen wurde.

Bei voltairenet finden sich die folgenden, sehr interessanten Informationen zu Alexej Navalny:  „Navalny ist zur gleichen Zeit Mitbegründer der Bewegung „Demokratische Alternative“, eine der Nutznießer des National Endowment for Democracy (NED), eine leistungsstarke US-amerikanische „private gemeinnützige Stiftung“, die mit den offen oder heimlich auch durch den Kongress zur Verfügung gestellten Mitteln, Tausende von nicht-Regierungs-Organisationen in mehr als 90 Ländern finanziert, um die Demokratie zu fördern.“ (…) Das NED, ein Ableger der CIA für verdeckte Operationen, war und ist in der Ukraine besonders aktiv. Sie hat dort (nach dem was es selbst schrieb) „die Revolution des Maidan unterstützt, die eine korrupte Regierung erledigt hat, die die Demokratie verhinderte.“ Mit dem Ergebnis, dass mit dem Putsch des Maidan-Platzes, in Kiew eine noch korruptere Regierung eingesetzt wurde, deren demokratischer Charakter von Neonazis vertreten wird, die dort Schlüsselpositionen einnehmen.

Da stellt sich natürlich die Frage, warum Nawalny ausgerechnet nach Deutschland ausgeflogen worden ist, und warum ihn die Kanzlerin benützt, um Wladimir Putin gegenüber eine reichlich lächerliche „Drohkulisse“ aufzubauen. Wäre Nawalny Deutscher, würde sie ihn doch ohne weiteres dem „rechten Flügel“ der AfD zuordnen und sein Schicksal wäre ihr keine Silbe wert. Von den deutschen Staatsmedien ganz zu schweigen.

Auch eine Verschwörungstheorie ist letztlich nur eine Theorie

Wenn man weiter überlegt, wo die stärksten Gegner der Gaspipeline Nord-Stream 2 sitzen, in den USA nämlich, dann stellt sich die Frage, ob die Kanzlerin den russischen Oppositionellen tatsächlich als „Druckmittel“ benutzen will, oder ob sie das muß. Wenn sie müßte, wodurch könnte sie dann gezwungen werden? Jede Antwort wäre nur Spekulation. So viel ist aber bekannt: Sowohl US-Präsident Trump als auch Wladimir Putin sind keine Freunde von Angela Merkels Begeisterung für eine „neue Weltordnung“. Nach Überzeugung einer stetig zunehmenden Zahl von „die Menschen“ ist es auch so, daß der „Pandemie“-Schnack samt aller Maßnahmen der Schleifung jener Grundrechte dient, welche einer „neuen Weltordnung“ im Wege stehen. Mitnichten hätten die Coronamaßnahmen hauptsächlich etwas mit dem Schutz der Volksgesundheit zu tun, heißt es dort. Was könnte da der Zusammenhang mit der Nawalny-Geschichte sein?

Der deutsche Presse-Mainstream berichtet von drei US-Senatoren, die mit Sanktionen drohen, sollte Nord-Stream 2 in Betrieb gehen. Es handelt sich dabei um die Senatoren Ted Cruz, Tom Cotton und Ron Johnson. Ted Cruz ist republikanischer Senator aus Texas und parteiinterner Gegner Donald Trumps. Trump lästert regelmäßig über ihn ab. Texas wiederum ist ein US-Bundesstaat, in dem kostenintensives Fracking zur Gasgewinnung recht umfangreich betrieben wird. Nord-Stream 2 ist auf jeden Fall Konkurrenz für die Texaner, vor allem unter Kostengesichtspunkten. Senator Ron Johnson kommt aus Wisconsin. Auch dort ist Fracking ein wichtiges Thema. Bleibt noch Senator Tom Cotton aus Arkansas. Der Bundesstaat Arkansas ist von Westen nach Osten von einem wahren Fracking-Gürtel durchzogen. Im November sind Wahlen und ein offener Zwist in der Republikanischen Partei wäre Gift für ihn. Woher die Motivation der drei „Parteifreunde“ von Donald Trump kommt, dem Hafen Sassnitz und dem Land Meckelnburg-Vorpommern mit Sanktionen zu drohen, dürfte aber auf der Hand liegen. Trump selbst steckt in einer Zwickmühle. Sein Schnack geht so: Wenn die USA schon die Hauptlast der NATO-Kosten tragen, auch, um die Sicherheit Deutschlands zu gewährleisten, dann ist es ein Unding, daß Deutschland billiges Gas vom (unterstellten) Hauptgegner der NATO bezieht und obendrein auch noch die US-Wirtschaft schädigt. Tatsächlich ist es aber so, daß andererseits die Ablehnung von Frau Merkels „neuer Weltordnung“ die große Gemeinsamkeit zwischen Trump und Putin ist. Wie würde die Nawalny-Geschichte in eine solche Konstellation hineinpassen?

Die Charité

Wenn man berücksichtigt, daß die Charité über Prof. Drosten maßgeblichen Anteil an der Etablierung des offiziell gültigen Viren-Schnacks hat, und wenn man weiter unterstellt, daß dieser Schnack, grob ausgedrückt, falsch ist – und außerdem unterstellt, daß sowohl in der Charité als auch in der Bundesregierung insgeheim bekannt sein könnte, daß er unhaltbar ist, dann eröffnet sich Erpressungspotential sowohl der Charité als auch der Bundesregierung gegenüber durch solche Personen, die ebenfalls wissen, was es mit dem Corona-Schnack wirklich auf sich hat. Das könnten durchaus drei republikanische US-Senatoren sein. Das könnte also so gelaufen sein, daß die Charité eine Nowitschok-Vergiftung bei Nawalny festzustellen gehabt haben sollte, um mit der Coronageschichte nicht aufzufliegen. Nawalny könnte, wenn nicht wegen des gleichzeitigen Konsums von Alkohol und Antidepressiva, durchaus von einem der amerikanischen Dienste zu Boden geschickt worden sein. Zu welchen der amerikanischen „Geheimdienste“ die US-Senatoren die besseren Kontakte haben, und ob das dieselben sind, deren Chefs Donald Trump bereits an den Kragen gegangen ist, kann man natürlich nicht wissen. In den USA herrscht einerseits unglaublicher Konkurrenz- aber auch ein Vernetzungszustand zwischen privaten und staatlichen „Sicherheitsdiensten“. Fest steht, daß Trumps diesbezügliche „Aufräumarbeiten“ noch nicht abgeschlossen sind. Die Charité hätte also eine Nowitschok-Vergiftung „feststellen“ sollen, egal, ob tatsächlich eine vorliegt – und der Bundesregierung, die ja offiziell nicht mit der Vertretung amerikanischer Wirtschaftsinteressen betraut ist, wäre Nawalny als „demokratisch-rechtsstaatlich-humanitäre Angelegenheit“ aufs Auge gedrückt worden, um über die „Schiene Rechtsstaatlichkeit“ Sanktionen im wirtschaftlichen Interesse der Fracking-Senatoren aus den USA gegen Rußland zu verhängen, idealerweise einen Stopp von Nord-Stream 2 mit einschließend.

In dem Fall müsste man sich aber fragen, welchen Trumpf die Bundesregierung noch in der Hand hält, da die Kanzlerin, wie auch die mecklenburgisch-vorpommersche Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), momentan weiterhin an Nord-Stream 2 festhalten. In dem Zusammenhang ist interessant, daß die Charité inzwischen „aus der Schußlinie“ genommen worden ist, obwohl Nawalny dort eingeliefert wurde. Die Nowitschok-Vergiftung wurde nämlich nicht dort, sondern überraschenderweise in einem Speziallabor der Bundeswehr festgestellt. Das ist eindeutig noch näher an der Bundesregierung, als die Charité. Könnte es sein, daß die Charité damit gedroht hat, von selber über die bisher gelaufene Interaktion mit der Bundesregierung auszupacken? Der „Focus„: Kanzlerin Angela Merkel sprach am Mittwoch von einem „versuchten Giftmord“ an einem der führenden Oppositionellen Russlands: „Er sollte zum Schweigen gebracht werden.“

Das wiederum ist so grotesk, daß man sich fragt, warum die Kanzlerin glaubt, damit durchzukommen. Womit ich wieder beim eingangs zitierten Meme wäre. Glaubt wirklich jemand, daß ein russischer Geheimdienst außerstande sei, jemanden so effektiv aus dem Weg zu räumen, daß er nie wieder auftaucht? Es sieht sehr danach aus, als ob Nawalny lediglich ein „bißchen vergiftet“ werden sollte, gerade so, daß er in der internationalen Politik noch zu etwas nütze ist. Es fragt sich nur, wem ein lediglich halbvergifteter Nawalny nützen soll. Trump und Putin scheiden nach meiner Überzeugung beide aus. Außerdem wäre zu fragen, ob Alexej Nawalny tatsächlich ein „russischer“ Oppositioneller ist, oder ob es sich nicht um eine der Marionetten auf der globalen Gehaltsliste der üblichen Verdächtigen aus der „Abteilung Stiftung und NGO“ handelt, dargestellt in der Rolle eines „russischen Oppositionellen“.

Nachdem aber die „Pandemie“ mit sehr vielen Beteiligten als globales „Problem“ installiert worden ist, nehme ich an, daß sich einhergehend damit ein riesiger Pool an allen möglichen Erpressungsmöglichkeiten der Beteiligten untereinander gebildet hat, so nach dem Motto: Ich kann dich auffliegen lassen, du aber mich nicht. Es sieht jedenfalls alles danach aus, als sei der Bundesregierung mit Nawalny ein Ei ins Nest gelegt worden, gegen das sie sich aus undurchsichtigen Gründen nicht wehren konnte, obwohl Nawalny nach ihren eigenen Maßstäben eigentlich als „Nazi“ bezeichnet werden müsste. Daß es ausgerechnet die Bundeskanzlerin ist, die heute behauptet, „Nazis“ dürften nicht mundtot gemacht werden, ist im Grunde genommen der Schenkelklopfer des Jahres. So bloßgestellt wie diese Bundesregierung war seit 1989 keine mehr. Das nimmt allmählich schon komische Züge an.

Nach der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Kashoggi in der saudischen Botschaft, wo er zerstückelt worden war, hat jedenfalls niemand einen Einfuhrstopp für saudisches Öl verlangt. Seltsam, daß es die „BILD„-Zeitung und verschiedene CDU-Politiker sind, die dennoch zu einem Stopp des Nord-Stream 2 – Projekts aufrufen. Eine halbe Vergiftung scheint verwerflicher zu sein, als eine ganze Zerstückelung.

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