Die zweite Welle wird eine Impfstoff-Welle sein

0
Auf dem Weg zur Impfung (Symbolfoto: Von Couperfield/Shutterstock)

Auf dem hart umkämpften Impfstoff-Markt ist mächtig was los. Keiner will sich die gewaltigen Profite entgehen lassen, die dank gesundheitspolitischer Vorbereitung und Unterstützung winken.

Man kann davon ausgehen, dass die Europäer dazu gezwungen werden, sich gegen diesen harmlosen Sommerschnupfen impfen zu lassen. Vielleicht nicht direkt durch Zwang, eher durch psychologischen Druck. Wer sich nicht impfen lässt, dem wird die gesellschaftliche Teilhabe verweigert. Außerdem sind immer noch zu viele Menschen durch die massive mediale Gehirnwäsche verängstigt, wenigstens aber verunsichert, als dass sie nicht wie Junkies beim Dealer (Arzt) an der Tür kratzen werden.

Die Europäische Union (EU), die natürlich auf diesem Markt mitmischen will, wird mit Pharmakonzernen, die an einem möglichen Impfstoff gegen Covid-19 arbeiten, eng dabei zusammenarbeiten. „Die Unterzeichnung des ersten Vertrags mit Astra-Zeneca letzte Woche war ein entscheidender erster Schritt in unseren Bemühungen, allen Bürgern sichere und wirksame Coronavirus-Impfstoffe zu liefern, bis die Europäische Arzneimittel-Agentur die Sicherheit und die behördliche Zulassung erteilt hat“, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Weitere Vereinbarungen seien in Vorbereitung.

Sondierungsgespräche mit vier weiteren Pharmafirmen hat die EU-Kommission bereits abgeschlossen. Mit weiteren Verträgen will Brüssel die ausreichende Versorgung mit Impfstoffen sicherstellen, wenn sie die laufenden Tests als sicher und wirksam erweisen. „Unsere bisherigen Gespräche mit Pharmaunternehmen werden es uns ermöglichen, unser Impfstoffportfolio so breit wie möglich aufzubauen“, sagte die Gesundheitskommissarin.

Die Gier der Konzerne ist unersättlich, klar, dass auch Tesla hier mitmischen will. Nicht umsonst hat sich Elon Musk gerade mit Angela Merkel getroffen, um die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Doch damit sind nicht alle einverstanden:

Der Vizechef der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, zum Beispiel hat sich gegen einen etwaigen Einstieg des Techkonzerns Tesla beim Tübinger Impfstoffhersteller Curevac ausgesprochen. „Ich würde mir wünschen, dass strategisch wichtiges Impfstoff-Know-how in Deutschland gehalten werden kann“, sagte Theurer dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). „Es sollten endlich die Rahmenbedingungen geschaffen werden, in denen die verstärkte Mobilisierung von deutschen und europäischen Investoren für Unternehmen wie Curevac gelingen kann.“

Die FDP fordere seit Jahren die Entwicklung einer Aktienkultur. Viele Länder hätten vorgemacht, wie dies gelingen könne. „Allen voran brauchen wir ein Venture Capital Gesetz.“

Der Grünen-Wirtschaftspolitiker Dieter Janecek sieht hingegen ein mögliches stärkeres Engagement Teslas bei der Impfstoffentwicklung positiv. „Die ganze Welt hofft darauf, dass sehr bald ein wirksamer und sicherer Corona-Impfstoff zur Verfügung steht, insofern ist erst mal jede Anstrengung zu begrüßen“, sagte Janecek dem „Handelsblatt“. Und weiter: „Curevac ist seit Mitte August börsennotiert und es steht natürlich erst mal allen Interessierten frei, Curevac-Aktien zu kaufen.“

Die Arzt-Lobby rührt schon eifrig die Werbetrommel für den Corona-Impfstoff, den dann wohl kein Mensch benötigt (wie bei der Schweinegrippe):

Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert eine möglichst lückenlose Grippeimpfung für Erzieher und Lehrer: „Die Grippewelle darf nicht den Betrieb von Kitas und Schulen gefährden“, sagte Reinhardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Es sei deshalb wichtig, dass möglichst viele Kinder gegen Influenza geimpft werden. „Genauso wichtig ist aber auch der Schutz des Personals: Erzieher und Lehrer sollten so umfänglich wie möglich gegen Grippe geimpft werden.“

Nur so könne das gesamte Bildungssystem geschützt werden. Das für Impfstoffe zuständige Paul Ehrlich-Institut trat Befürchtungen entgegen, es könne in dieser Saison zu Engpässen beim Grippeimpfstoff kommen: Auf Basis des Impfverhaltens der Bevölkerung in den vergangenen Jahren und der für diese Saison erwarteten 25 bis 26 Millionen Impfdosen sei derzeit damit zu rechnen, „dass die Grippeimpfstoffe für die Saison 2020/21 ausreichen werden“, sagte Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, den Funke-Zeitungen. Auch Ärztepräsident Reinhardt rechnet nicht mit einer „bundesweiten Mangellage“.

Angesicht der erhöhten Impfbereitschaft in diesem Jahr könne es allerdings zu lokalen Engpässen in einzelnen Praxen kommen. Es sei gut möglich, dass die Grippewelle in diesem Jahr harmloser verlaufe, so Reinhardt. „Durch die Corona-Routine, also durch häufiges Händewaschen, Maskentragen und Abstandhalten, werden Infektionen insgesamt reduziert.“

Die Grippeimpfung ihrerseits könne einen positiven Effekt auf das Corona-Risiko haben: „Jede Impfung ist ein Trainingsprogramm für das Immunsystem. Die Grippeschutzimpfung führt zwar nicht zu einer spezifischen Immunisierung gegen das Coronavirus, kann aber das Immunsystem so stärken, dass eine Infektion harmloser verläuft.“

Wahrscheinlich werden die Engpässe künstlich erzeugt, damit die Preise angehoben werden können und die Süchtigen noch süchtiger werden. (Mit Material von dts)

 

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram