Deutschlandfunk beginnt mit „Feinarbeit“ gegen Sportler: Prominente Werbeträger für Verschwörungsmythen

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DFL geht an die Feinarbeit (Biild: shutterstock.com/Von Yogendras31// Screenshots)

Der öffentlich-rechtliche Sender Deutschlandfunk (DLF) hat die „Feinarbeit“ aufgenommen und „berichtet“ – in gendergerechter Sprache – über drei prominente Sportler, die sich des „Verbrechens“ schuldig gemacht haben, die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung kritisch zu sehen und zu hinterfragen: Die Agitation des DFL richtet sich gegen Alexandra Wester, Joshiko Saibou und Thomas Berthold.

Sie sind laut dem öffentlich-rechtlichen Deutschlandfunk (DFL) die „wichtigen Köpfe der Bewegung“. Die Rede ist von den Sportgrößen Alexandra Wester (Weitspringerin), Joshiko Saibou (Basketball-Nationalspieler) und Thomas Berthold (Ex-Fußballnationalspieler), die – glaubt man dem DFL-Schreiberling Maximilian Rieger – die Organisation „Querdenken“ geradezu anführen.

Gleich zu Beginn seines Stimmungsmache-Artikels unter dem Titel „Sportler bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen- Prominente Werbeträger für Verschwörungsmythen“ stellt Rieger klar, dass die Sportler durch ihre Unterstützung der Querdenken-Organisation die „Corona-Maßnahmen und dabei das Coronavirus, an dem laut Weltgesundheitsorganisation mehr als 800.000 Menschen gestorben sind“ verharmlosen würden.

Der DFL-Journalist lässt in seinem mit Zwangsgebühren finanzierten Artikel, der die benannten Sportler als wirre Verschwörungstheoretiker beschreibt, die „keine Berührungsängste mit Rechtsradikalen zu haben“ scheinen, die ehemalige Piraten-Politikerin und ultra-linke Netzaktivistin Katharina Nocun als „VerschwörungstheoretikerInnen“-Expertin zu Wort kommen. Die Dame weiß ganz genau, dass viele Menschen ein Vertrauensverhältnis zu Prominenten haben und deshalb – einfach aus lauter dumm-doofer Fanbegeisterung – bereit sind, auf einen Link zu klicken, auf eine Argumentation einzugehen, die sie sonst als absurd abtun würden. Dieses „Abhängigkeitsmuster“ findet man – davon kann ausgegangen werden – bei der hoch indoktrinierten Fangemeinde von links-grünen- bis linksextremistischen Promis nicht.

DFL-Drohszenarien: „Aktive Sportler*innen könnten aus Kader gestrichen werden“

Danach folgt im Artikel eine Aufzählung all jener missliebigen Medien, mit denen die vom DLF ins Visier genommenen Promis gesprochen oder gar ein Interview gegeben haben. Damit auch jedem klar wird, was selbst Prominenten geschieht, wie diese vernichtet werden können, sollten sie den vorgegebenen „Corona-Erzähl- und Deutungskorridor verlassen, breitet der DLF die angewandten „Maßnahmen“ nochmals vor dem Leser aus:

„Es ist ja zu erwarten, dass die Presse noch mehr auf dich einschlägt und du bist ja auch immer wieder als Moderator oder als Gesprächspartner gefragt, ich weiß nicht, ob du da aktuell einen festen Vertrag hast, befürchtest du da Nachteile?“, so die Frage nach den Tätigkeiten als TV-Experte für Sport1 und RTL an den Ex-Fußballnationalspieler Thomas Berthold. Seine Antwort: „Ich habe nie festen Verträge gehabt, Oliver. Du, wenn es so ist, bin ich bereit, auch die Konsequenzen zu tragen. Also ich habe da kein Problem mit.“

An die Adresse der Leichtathletin Alexandra Wester gerichtet, wird Wolf-Dietrich Walker, Professor für Sportrecht an der Uni Gießen, das Wort vom DLF erteilt:

„Allein der Umstand, dass ein Sportler Verschwörungstheorien erzählt, wird nicht dazu reichen, um ihn aus dem Kader auszuschließen. Aber wenn ein Sportler das damit verbindet, sich nicht an Hygienevorschriften zu halten und damit andere gefährdet, oder sich imageschädigend verhält, dann ist das möglich, zu sagen, das ist einem Verband nicht zumutbar, den im Kader zu haben.“

Basketballer Joshiko Saibou erhielt nach seiner Teilnahme an der Querdenker-Demo am 1. August in Berlin seine fristlos Kündigung und inszeniere sich  – so die Lesart des DLF – als Opfer. Dass sich der Sportler anwaltlich gegen die Kündigung zu wehren versucht, das ist dem öffentlich-rechtlichen DLF dann doch kein Wort mehr wert. (SB)

 

 

 

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