„Corona-Leugner“ in Berlin: Wie sich die linke Kampfpresse ihr eigenes Armutszeugnis ausstellt

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"Corona-Demo" in Berlin am 1.8.20 - Foto: Imago/Thesing

Die F.A.Z. hat sich von einem Mann namens Oliver Georgi ihren geistigen Bankrott erklären lassen. In dem einstmals konservativen Denkerblatt erschien Georgis Betrachtung zu den fünf Dingen, die an „Coronaleugnern“ nerven. In der „Zeit“ und im „Tagesspiegel“ sieht es nicht besser aus. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

Mit „Verschwörungstheorien: Diese fünf Dinge nerven an Coronaleugnern“ macht Oliver Georgi in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ schon Stimmung, bevor er überhaupt loslegt. Erste Unterstellung: Der Leser habe ganz genau zu wissen, was die Verschwörungstheorie von irgendeiner anderen Theorie unterscheidet und daß sich noch keine „Verschwörungstheorie“ jemals bewahrheitet hat. Zweite Unterstellung: Der Leser habe ganz genau zu wissen, was ein „Coronaleugner“ sein soll.

„Der Schlaue stellt sich lieber dumm. Der Dumme macht es andersrum“, ist eine alte Volksweisheit, die Oliver Georgi beherzigt zu haben scheint. Durch die Verwendung der Wörter „Verschwörungstheorie“ und „Coronaleugner“, die in ihrer schier grenzenlosen Interpretierbarkeit genau gar keine Aussage transportieren, offenbart Georgi, daß er es lieber andersrum macht.

Fehlendes Maß

Als erstes bemängelt der nervende F.A.Z.-Quengler das „fehlende Maß“ von verschwörungstheoretisch verpeilten Coronaleugnern. Er schreibt: „Die Zustände, unter denen wir in Deutschland leben, sind die besten, die dieses Land je erlebt hat. Wer hier lebt, kann frei seine Meinung sagen, ohne Repressionen oder Schlimmeres befürchten zu müssen; die Demokratie ist stabil, die staatlichen Strukturen funktionieren reibungslos, es gibt sauberes Trinkwasser und ein dichtes soziales Netz. Vor allem ist unser Gesundheitssystem so gut, dass es selbst eine Pandemie in Schach halten kann …“ – tja. Klingt schwer nach einer dieser Verlautbarungen, wie sie üblicherweise von irgendwelchen Zentralkommitees sozialistischer Einheitsparteien vom Stapel gelassen werden, bevor irgendwelche Mauern fallen. Der Sozialismus wird siegen! Unsere Produktivkräfte haben dem kapitalistischen Westen ihre Überlegenheit bewiesen! Niemand will die DDR verlassen. Wir sind das Arbeiter-und Bauernparadies usw.usf. Alternative Erklärung: Oliver Georgi lebt noch nicht so lange in Deutschland. Sonst wüsste er wohl, wie die Repressionen aussehen, die Leute dafür hinzunehmen haben, daß sie frei ihre Meinung sagen. Vielleicht sollten Uwe Steimle, Akif Pirincci, Imad Karim, Ramin Peymani, Lisa Eckhardt, Thilo Sarrazin und so viele mehr einmal bei Oliver Georgi anrufen und ihn aufklären über die repressiven Folgen ihrer sagenhaften Meinungsfreiheit. Von „Cancel Culture“ scheint der schlau daherschreibende FAZ-ler auch noch nie etwas gehört zu haben. Gerade eben flattert übrigens die Neuigkeit ins Haus, daß Berlin die internationale Großdemo am kommenden Samstag verboten hat. Georgis Meinungsfreiheit. Alle Deutschen haben das Recht, sich friedlich und ohne Waffen zu versammeln … ob er wohl bewußtseinsverändernde Substanzen konsumiert hat, bevor ihm die fünf Dinge eingefallen sind, die „an Coronaleugnern nerven“?

Oliver „Andersrum“ Georgi weiter: „Wer deshalb ernsthaft davon überzeugt ist, das Tragen von Papier- oder Stoffmasken – von Masken! – sei ein Akt staatlicher Bevormundung und ein massiver „Eingriff in unsere Freiheitsrechte“, der hat offenkundig noch nie von Ländern gehört, in denen Freiheitsrechte wirklich massiv eingeschränkt werden, von Nordkorea über Weißrussland bis nach China oder Tschetschenien. Die Kritik an den angeblich so „repressiven“ Maßnahmen in der Corona-Pandemie entbehrt deshalb jeder Verhältnismäßigkeit.

Bei Georgi scheint es sich um jenen Zeitgenossen zu handeln, der einen frisch gebackenen Halbwaisen für seine Tränen mit dem Hinweis tadelt, er solle lieber Mitleid mit den Vollwaisen haben. Und dann noch so tun, als seien die Masken das einzige Problem. Obwohl es da beispielsweise noch ein Infektionsschutzgesetz gäbe, das offensichtlich nur deswegen so heißt, damit man es nicht Ermächtigungsgesetz nennen muß. Von den „Zügeln“ ganz zu schweigen, die ein gewisser Herr Söder nun „anziehen“ will, als ob das Volk in seiner gänzlich repressionsfreien Meinungsfreiheit sein persönlicher Bestand an Reiteseln sei. Hat er sie eigentlich noch alle?

Fehlende Fehlertoleranz

Als nächstes nervt den Herrn Politikredakteur bei der F.A.Z. die angeblich fehlende Fehlertoleranz der „Verschwörungstheoretiker“ und „Coronaleugner“. Sie würden der Regierung nicht zugestehen, daß sie sich auch mal täuschen kann und später dann ihre Fehler korrigiert. Gesundheitsminister Spahn habe sich eben getäuscht, als er im März behauptete, Masken seien sinnlos. Später habe er sich dann korrigiert. Wann später? Dann später, als die Masken erhältlich geworden sind, die es im März schlicht und einfach nicht gegeben hat. Von wegen Irrtum und Korrektur. Außerdem wüßte der teutsche Maskenbüttel gern, ob Georgi der Ansicht ist, die Niederländer seien ein suizidales Volk, daß es auf einen Maskenzwang a la Deutschland verzichtet. Dabei sind die Niederlande noch dichter besiedelt, als Deutschland. Und überhaupt: Daß dem „Andersrum“-Georgi die Frage nicht in den Sinn kommt, ob sich frühere Regierungen bei Epidemielagen wie der Hongkong-Grippe 1969/70 oder der Grippeepidemie 2017/18 mit ihren vom RKI genannten 25.000 Toten dadurch schwerster Unterlassungen schuldig gemacht haben, daß sie die Epidemien einfach haben laufen lassen, zeigt schon, daß es bei der F.A.Z. keinen Chefredakteur mehr zu stören scheint, wenn ein Subalterner nicht gern nachdenkt, bevor er über fünf Dinge schreibt, die ihn nerven.

Der Generalverdacht

Das dritte Ding, das den FAZler nervt, ist der Generalverdacht. „Verschwörungstheoretiker“ und „Coronaleugner“ hätten nämlich einen, meint er. „Die Corona-Pandemie ist für viele ein gefundenes Fressen, die ohnehin ein tiefes Misstrauen gegenüber der Politik hegen. Deshalb sind die Proteste gegen die Pandemiemaßnahmen auch ein Sammelbecken für viele, die ihren Frust loswerden wollen: Frust über die Flüchtlingspolitik der Merkel-Regierung und die wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich; über das Gefühl der Machtlosigkeit und die empfundene Bevormundung der „kleinen Leute“; über unsere immer unübersichtlicher werdende Welt und angebliche „Chemtrails“, mit denen eine vermeintliche Riege mächtiger Verschwörer um Bill Gates sich die Welt untertan machen will. Statt zu differenzieren und rational zu argumentieren, ventilieren viele nur noch ein diffuses Unbehagen gegen „dieses System“ und „die da oben“, denen per se jede Aufrichtigkeit abgesprochen wird.

Natürlich sprechen die „Verschwörungstheoretiker“ und die „Coronaleugner“ nicht vom Hort der Wohlanständigkeit, wenn sie an das Berliner Regierungsviertel denken. Schließlich gibt es nicht den geringsten Grund dafür. Mit Mißtrauen hat das aber nichts zu tun, sondern mit Realitätssinn. Die „Pandemie“ ist schließlich kein isoliert zu betrachtendes Phänomen, sondern für die Regierungen der EU ein sehr guter „Problemlöser“. Mit dem Virus hätten sie den idealen Sündenbock gefunden, um von Verantwortlichkeiten für das Wirtschafts- und Währungsdesaster abzulenken, das auch ohne Virus unvermeidlich gewesen wäre. Außerdem läßt sich per Virus die ohnehin schon angesagte Agenda 2030 der Vereinten Nationen sehr viel besser durchsetzen. Der stehen souveräne Nationalstaaten mit ihren freiheitlich-demokratischen Grundordnungen und den bürgerlichen Grundrechten nämlich im Wege. „Die Krise wird die Menschen zwingen, sich zu fügen“, ist auch kein Satz, der von irgendeinem „Verschwörungstheoretiker“ oder einem „Coronaleugner“ stammt, sondern vom Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble, dem parlamentarischen Methusalem in Berlin. Daß das parteipolitische Establishment zu Berlin zudem dem Wahn verfallen ist, es dürfe sich selbst aussuchen, wen es hierzulande als Demokraten akzeptieren will, konnte jeder aufmerksame Beobachter an seinem Umgang mit der rechtmäßig in den Bundestag gewählten Opposition erkennen. Schikanen für die AfD, so weit das Auge reicht. Und dann noch die impertinente „Einkassierung“ der MP-Wahl in Thüringen durch die Bundeskanzlerin im Februar samt den kriecherischen Ergebenheitsadressen, die sie dafür erhalten hatte: Tatsächlich beweist Realitätssinn, wer „diesem System“ und „denen da oben per se jede Aufrichtigkeit“ abspricht. Die spricht er übrigens auch dem Herrn Oliver „Andersrum“ Georgi ab.

Egozentrismus und Diskussionskultur

Der Abschuß ist dann gar Oliver „Andersrum“ Georgis Behauptung, bei Maskenverweigerern und „Coronaleugnern“ handele es sich um Egozentriker, die keine Rücksicht auf Alte und Kranke zu nehmen bereit sind. Tatsächlich verhält es sich genau andersherum. Die Masse derer, die sich mit völlig irrelevanten Begriffen und Zahlen ihre je persönliche Angst vor der Infektion zum „Verantwortungsbewußtsein“ hochjazzen lassen, sind die vor Bequemlichkeit strotzenden Egozentriker. Als geborene Nannystaatler weigern sie sich, ihren eigenen Verstand einzuschalten, so lange sie das Wort „Regierung“ mit „meine Lebensversicherung“ übersetzen dürfen. Sie weigern sich, anzuerkennen, daß sie selbst es sind, die sich schützen müssten, wenn sie schon unbedingt der Ansicht sein wollen, die Bedrohung ihres angsterfüllten Lebens sei durch die Nennung völlig schwachsinniger Begriffe und Zahlen bereits bewiesen. Egozentriker, die etwas auf Phrasen wie „Steigende Coronazahlen“, „Fallzahlen“, „Test“, „Coronatoter“ und „Neuinfektionen“ geben, ohne diese Phrasen auf ihren Sinngehalt hin zu untersuchen, sind sogar ausgewiesen dumme Egozentriker. Vor einer solchen Schafsherde beugt kein Freiheitlicher sein Haupt. Allenfalls denkt er über die Sinnhaftigkeit des allgemeinen Wahlrechts nach.

Daß Oliver „Andersrum“ Georgi  zum Schluß noch auf die fehlende Diskussionskultur einer Saskia Esken („Covidioten“) verweist und zugibt, daß sich unter den „Coronaleugnern“ erwiesenermaßen sehr gebildete und kluge Leute vom Fach befinden, darf man wohl als den leicht zu durchschauenden Versuch werten, trotz seiner vorangegangenen, völlig unsubstantiierten Hetze noch als differenzierender Kopf durchzugehen. Geschenkt!

Neue Härte

Zur verbotenen Corona-Demo fällt dem „Zeit„- Schreiber Christian Bangel das hier ein: „Das Verbot der Corona-Demo in Berlin ist richtig. Aus epidemiologischen, aber auch aus politischen Gründen. Die Politik sollte keine Angst mehr haben vor den Rechten.“ – Entlarvender hat noch keiner aus der linken Kampfpresse zugegeben, worum es ihm geht: Sein linkes Wolkenkuckucksheim ist bedroht. Da werden dann epidemiologische und politische Gründe vorgeschoben, wo es zuerst einmal um verfassungsrechtliche zu gehen hätte. Bangel wird in der „Zeit“ als „politischer Autor“ vorgestellt. Nennen wir das Kind beim Namen: Bei der „Zeit“ hätte der „politische Autor“ als „Redaktionskommissar für Agitation und Propaganda“ vorgestellt zu werden. Daß dem so ist, beweist Bangel auch gleich. Er schreibt:

Mitunter merkt man erst, wenn ein Plan scheitert, wie absurd und bedrohlich er war. Bis zum heutigen Mittwochvormittag stand tatsächlich im Raum, dass am Samstag ein Aufmarsch maskenverweigernder Rechtsradikaler und Verschwörungsideologen im Zentrum Berlins stattfände. Erwartete Teilnehmerzahl: etwa 20.000. Dieses Bild wird zusätzlich kontrastiert von der Tatsache, dass erst vor vier Tagen eine Gedenkdemo für die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau verboten wurde. Der dortige Oberbürgermeister Claus Kaminsky, ein Unterstützer der Demo, sah sich dazu gezwungen, weil in der Stadt die Corona-Infektionszahlen über die kritische Marke von 50 pro 100.000 Einwohner gestiegen waren. Richtig, so ist das eben mit dem Föderalismus und dem Rechtsstaat. Das Demonstrationsrecht beschützt im Zweifel auch Neonazis, und auf der anderen Seite müssen auch die Opferangehörigen von Hanau sich an die Regeln der Pandemiebekämpfung halten. Aber das Problem besteht hier nicht nur in einer der unvermeidlichen Ungleichheiten des Föderalismus.

Nein, Bangel, wir suchen uns nicht aus, welche konstrastierenden Bilder wir nehmen. Niemand braucht Hanau, wenn es um Berlin geht. Es geht um ein Verbot in Berlin, weswegen sich kontrastierende Bilder aus Berlin anböten, nicht welche aus Hanau. Die BLM-Demos waren genehm und auch sonst jede Demo, so lange sie den roten Herrn im Senat in die eigene Ideologenagenda passte. Sogar die Gegendemos zur nunmehr verbotenen Großdemos wurden genehmigt. Niemand muß auf Hanau ausweichen, wenn es um Berlin geht. Es geht auch nicht um einen „Aufmarsch maskenverweigernder Rechtsradikaler und Verschwörungsideologen im Zentrum Berlins“. Und um 20.000 geht es erst recht nicht. Über die Unart der linken Kampfpresse, von „Aufmarsch“ zu reden, wenn friedliche Bürger für ihre Rechte demonstrieren, um dann, wenn linksradikale Chaoten alles in Schutt und Asche legen, von einer „weitgehend friedlichen Demonstration“ zu faseln, wird zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu reden sein. Erwartet werden in Berlin am Samstag mehrere Hunderttausend, wenn nicht sogar mehr als eine Million „die Menschen“, die dort friedlich gegen die Schleifung ihrer Grundrechte demonstrieren. Es werden Demonstranten aus ganz Europa erwartet, die dort ein Fest für Frieden und Freiheit besuchen wollen. Was von der „Zeit“ allerdings niemand mehr erwartet, ist Objektivität. Bangel in der „Zeit“ bestätigt einmal mehr den alten Gorbatschow. Der Mann von Glasnost und Perestrojka bescheinigte der linken Kampfpresse in Deutschland schon lange, sie sei die bösartigste der ganzen Welt. Sudel-Ede im „Schwarzen Kanal“ oder Bangel in der „Zeit“ – was ist schon der Unterschied? Der berüchtigte DDR-„Sudel-Ede“ Karl Eduard von Schnitzler hätte den schwer Geistesgestörten von Hanau ebenfalls noch einer gewissen „Nützlichkeit im Klassenkampf“ zugeführt, anstatt ihn einfach uninstrumentalisiert einen Geistesgestörten sein zu lassen. Das ist doch nur noch widerlich in seiner ganzen plumpen Offensichtlichkeit.

Rechtsstaat und Widerstand

Wer den Rechtsstaat missbraucht, muss mit Widerstand rechnen„, doziert Julius Betschka im Tagesspiegel. Recht hat er! Genau deswegen gibt es auch die Großdemo in Berlin: Damit endlich der Mißbrauch des Rechtsstaats durch die Regierung aufhört. Betschka wollte es aber genau andersherum verstanden wissen. „Der Staat zeigt Zähne, aber die Protestler schreien jetzt laut „Diktatur“. Dabei sind sie es, die die Freiheit und Gesundheit aller bedrohen.„, schreibt er. Wahrscheinlich muß er das schreiben. Die linke Kampfpresse hat schwer mit dem Auflagenverlust zu kämpfen. Wer da nicht spurt in den Redaktionen, der wird wohl bald seinen Job verlieren. Es ziehen überhaupt Zeiten herauf, in denen sich die Betschkas, die Georgis und Bangels Sorgen um ihre berufliche Existenz machen müssen. Das Netz vergißt schließlich nichts.

Sie brüllen jetzt „Diktatur“. Natürlich, das war zu erwarten. Nachdem das Land Berlin die Corona-Proteste am kommenden Wochenende verboten hatte, rufen Aktivisten zum „Sturm auf Berlin“ auf – oder gleich zum „Sturm des Reichstags“. Um das eigene Recht durchzusetzen, sei der Einsatz von Waffengewalt akzeptabel. Im Zweifel sei es nötig, Polizisten zu lynchen. So schreiben es Corona-Demonstranten in ihren Telegram-Gruppen, auf Facebook und Instagram. Es sind Einblicke in die Gedankenwelt derer, mit denen kaum noch zu reden ist. Es zeigt, was sie vom Rechtsstaat halten: nichts.„, sondert Betschka pflichtschuldigst ab und bedient sich dabei der „Methode Bangel“. Die „Methode Bangel“: Greif´ dir ein paar Extremisten heraus und behaupte dann, die ganze Masse bestünde nur aus solchen. Und dann die perfekte Umkehrung: Weil alle Demonstranten Polizisten lynchen und den Reichstag stürmen wollen, hält keiner von ihnen noch etwas vom Rechtsstaat. Jedem halbwegs Intelligenten und AUfrichtigen steht diese verlogene linke Dialektik bis Oberkante Unterlippe. Dem Logiker sowieso. Es geht ja bei der Großdemo genau darum, die rapide voranschreitende Erosion des Rechtsstaats zu stoppen und die bürgerlichen Grundrechte zu reetablieren. Rechtsstaat: Es gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung, der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und die Versammlungsfreiheit. Wer zu „Coronazeiten“ BLM-Demos trotz Nichteinhaltung der verordneten Schutzmaßnahmen über den grünen Klee lobt, der hat die Möglichkeit verspielt, andere Demos zu verbieten. Wo die epidemiologische Datenbasis für ein Verbot fehlt, ist zudem der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verletzt. Wer dennoch ein Verbot erläßt, versündigt sich gegen Artikel 8 des Grundgesetzes, in welchem die Versammlungsfreiheit garantiert ist. Es ist die politische Klasse, die vom Rechtsstaat nichts mehr hält. Selbst wenn er das wüßte, der Betschka vom „Tagesspiegel“, – schreiben dürfte er das dort genau ein Mal. Wahrscheinlich weiß er beides: Daß es die politische Klasse ist, die auf den Rechtsstaat spuckt, und daß er das genau ein Mal schreiben könnte. Betschka will aber noch öfter etwas schreiben. Genauer: Er möchte noch öfter für sein Geschriebenes auch bezahlt werden. Man fragt sich, ob die Bangels, die Betschkas und die Georgis anstandshaklber in den Badezimmerspiegel spucken, ehe sie frühmorgens das Haus verlassen, um in den armseligen Redaktionen von Merkels neuem Deutschland ihrem Broterwerb nachzugehen.

Linke Kampfpresse, Gesinnungspresse, Lügen- und Lückenpresse, Hofberichterstattung, vierte Gewaltlosigkeit – alles trifft als Bezeichnung zu für das, was vom einstigen deutschen Journalismus noch übrig ist. Jämmerliche Gestalten bevölkern die Redaktionen. Wir sehen uns am Samstag in Berlin. Man muß ja nicht unbedingt zum Demonstrieren hinfahren. Die Stadt ist auch aus touristischen Gründen interessant. Kommende Woche können wir dann von weiteren Lügen der Presse berichten. So etwa: Wie der Tourismus in der „Coronakrise“ trotz gegenteiliger Pressebehauptungen boomt – anschaulich verdeutlicht am Beispiel der Stadt Berlin.

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