„Corona-Knast“ füllt sich: Mann wegen „Corona-Verstößen“ zu 17 Tagen Haft verurteilt

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Corona Knast (Symbolbild: shutterstock.com/Von MarinaP)

Immer mehr Bürger werden wegen sogenannten „Corona-Verstößen“ ins Gefängnis gesteckt. Ein Augsburger verbüßt aktuell 17 Tage in „Präventivhaft“. Unter den „Corona-Gefangenen“ sollen sich auch Jugendliche befinden, die über zwei Wochen weggesperrt wurden. 

Wie eine Anfrage beim bayerischen Innenministerium ergeben hat, wurde der aus Augsburg stammende Betroffene wegen 15 Verstößen gegen das „Infektionsschutzgesetz und der Missachtung von Platzverweisen“ für 17 Tage ins Gefängnis gesperrt. Er war „völlig uneinsichtig“, heißt es in der Antwort des Ministeriums zu dem Fall, berichtet die PNP hierzu.

In Bamberg habe ein „Unbelehrbarer“ ebenfalls wiederholt „Corona-Partys gefeiert und gegen das Distanzgebot zum Infektionsschutz verstoßen“. Auch bei ihm sei „absolut kein Unrechtsbewusstsein“ vorhanden gewesen, heißt es aus dem Innenministerium.

Unter den „Corona-Gefangenen“ sollen sich auch Jugendliche befinden, die zwischen eineinhalb und zwölf Tagen festgehalten wurde. Zudem ist fraglich, ob die Betroffenen einen Rechtsbeistand gehabt hatten.

Den Angaben des Ministeriums zufolge wurde zwischen dem Erlassen der Ausgangsbeschränkungen am 21. März bis zum 28. April landesweit 42.245 Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstellt. Während des Lockdowns im Frühjahr hat die Polizei landesweit in 191 Fällen Personen in Präventivhaft genommen. (SB)

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