Berlin, das linke Fass ohne Boden

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Berlin ist eine Reise wert (Symbolfoto: Von S.Borisovich/Shutterstock)

Andere Länder, andere Sitten. Man muss in diesen Tagen schon weit in die Provinz hinein, um mal zufällig an Nachrichten zu gelangen, die sich vom medialen Obrigkeitsbrei anheben. Im regionalen Verbund der Heimatzeitungen in Bayern meldete die Chiemgau-Zeitung am 24. August folgenden Kracher: „Berlin zieht Deutschland wirtschaftlich nach unten – anders als die Hauptstädte in den meisten anderen EU-Ländern. Ohne Berlin läge das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf um 0,2 Prozent höher, hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ermittelt.“

Von Hans S. Mundi

Rumms. Setzen, Sechs, Genossen! Das neosozialistische Öko-Berlin lässt grüßen! Dass man derartige Wahrheiten über die Folgen jahrelanger Misswirtschaft durch die rote Bonzokratie im fernsten bayerischen Winkel der Republik zu lesen bekommt, ist leicht erklärbar. Die Bayern zehren noch von der jahrzehntelangen Regentschaft durch eine konservative, bodenständige und eben wirklich volksnahe politische Klasse. Das macht sich in bayerischen Medien und auf den Kommentarplätzen der Tageszeitungen bemerkbar. Der ökolinke Merkelsülz ist hier noch ein klein wenig abwesender. In dem eingangs zitierten Artikel schillert aber auch das uralte Unbehagen gegen die „Saupreussn“ durch, die da oben im stinkenden Moloch Berlin. Luja soag I.

Der Artikel in der Chiemgau-Zeitung titelt gnadenlos frech: „Berlin als Last für Deutschland – Andere EU-Länder profitieren deutlich von Hauptstädten“. In der Tat sind die angesprochenen Vergleichsfakten eine schallende Ohrfeige für den postrealsozialistischen Unsinn regierender Linksbonzen. Denn der hier zitierte europaweite Vergleich jüngster Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat dokumentiert Erschreckendes. Denn demnach sind überall in Europa (übrigens nicht nur dort, sondern in vielen Ländern der Welt) Hauptstädte die Leistungsmotoren der Länder. Hauptstädte spielen wirtschaftlich eine demnach herausragende Rolle. Oder wie der Artikel anmerkt: „Griechenland hängt am meisten von seiner Hauptstadt ab.

Ohne Athen würde die Wirtschaft des Landes um 19 Prozent schrumpfen. Frankreich wäre ohne Paris 16 Prozent ärmer, Dänemark wäre ohne Kopenhagen 14 Prozent schwächer.“ Doch der Artikel bleibt leider am Ende die naheliegende Erklärung für das Desaster namens Berlin schuldig. Es endet mit Geschwafel über Föderalismus und viele ökonomisch starke Zentren im Land, was die Anklage gegen Berlin wohl verhindern soll. Betriebe werden von den sozialistischen Finanzämtern in der Hauptstadt zu Tode betriebsgeprüft, weshalb viele abwandern oder sich lieber in Brandenburg ansiedeln. Der Ausbau der Fahrradwege und die Bekämpfung der Automobilität an der Spree führt dazu, daß namhafte Messen und Kongresse zunehmend in andere Städte umsiedeln.

Die Dealer in den Parks arbeiten steuerbefreit, so wie die Clans in ihrer riesengroßen arabischen Unterwelt im RotRotGrünBerlin. Und stets, wenn es mal wieder um den fragwürdigen Länderfinanzausgleich geht, merkt auch der Dümmste: Berlin ist eine asoziale Kloake, ein Fass ohne Boden, wo verantwortungslose Schwafelmeister ihre Experimente mit Menschen und ihrer Lebenswelt auf deren Kosten durchziehen.

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