Die Stimmung kippt – Strafanzeige gegen Spahn-Gegner

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Szene bei Jens Spahns gestrigem Auftritt in Wuppertal (Foto:ScreenshotYoutube)

Langsam, ganz langsam erhebt sich der Volkszorn, und auch in den Medien tut sich was. Es wäre zwar noch verfrüht, von einer Trendwende in der Corona-Berichterstattung zu sprechen, doch allmählich und spürbar nähert sich die veröffentlichte Meinung der öffentlichen Meinung im Land an: Immer mehr Mediziner und Experten wagen sich aus der Deckung – und trauen sich das offen auszusprechen, was sie seit Wochen nur denken (oder hinter vorgehaltener Hand bekunden): Dass SO SCHNELL WIE MÖGLICH mit dem gesamtem Corona-Wahnsinn Schluss sein muss. Derweil bekommen erste Politiker den anhebenden Gegenwind des Volkszorns zu spüren – und reagieren nervös bis dünnhäutig.

Den inoffiziellen Startschuss hatte gestern früh ausgerechnet „Bild“ gegeben, die einen – gemessen an der regierungsloyalen und blockflötengleichen Unisono-Phraseologie der letzten Wochen – geradezu ketzerischen Spitzenmediziner zu Wort kommen ließ: Der Facharzt für Orthopädie und Leiter eines bundesweit renommierten interdisziplinären Behandlungszentrum für Kardiologie und Neurologie, Dr. Martin Marianowicz, sprach aus, was in diesem Land etliche denken: „Es reicht jetzt. Unser Hauptproblem ist die Angst, nicht das Virus“. Lockdown, Kontaktnachverfolgung, Maskenzwang mit verheerenden wirtschaftlichen Folgen – und all dies ohne irgendwelche wissenschaftlichen Erkenntnisse: Das kann so nicht weitergehen. Unverblümt brachte es Marianowicz auf den Punkt: „Es gibt keine schlüssigen medizinischen Erklärungen für die getroffenen Entscheidungen. Sie sind nicht wirklich evidenzbasiert, sondern eher getrieben von Ängsten.“

Wurden in den letzten Monaten alle ärztlichen Abtrünnigen der von Virologen ins Volk geträufelten unfehlbaren Corona-Dogmen noch praktisch ausnahmslos ins Lager der Verschwörungstheoretiker und Halbirren gerückt – Wodarg, Bakhdi, Schiffmann – und bezahlten für ihre Mindermeinung mit Verlust ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Reputation, so wagen sich jetzt immer mehr Mediziner an die Öffentlichkeit. Auch der österreichische Mediziner Dr. Peer Eifler tritt unter dem Motto „Angstfrei durch Aufklärung“ auf. HNO- und Kinderärzte, Internisten und Psychiater machen immer öfter auch im Netz offen Front gegen unwirksamen und unverhältnismäßigen Masken-Wahnsinn und die überschießenden Restriktionen der Politik. Dass die Zahlen nicht mehr zur Panikmache passen, dass es keine Pandemie mehr gibt, dass Covid-19 zumindest nicht gefährlicher als diverse andere Krankheiten ist, wegen denen bisher auch noch nie das gesamte gesellschaftliche Leben beeinträchtigt wurde: Das dämmert inzwischen auch dem Naivsten.

Doch auch andere gesellschaftliche Gruppen gehen auf die Barrikaden. So hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die unsinnige Corona-Test-Strategie von Bundes-und Landesregierungen scharf kritisiert. Und gestandene Juristenvertreter wie der bekannte Rechtsanwalt Mg. Gerold Beneder rufen Berufskollegen und Vertreter der Jurisprudenz zu einem Umdenken auf. Und in NRW wagen die Schulleiter den offenen Protest – und attackieren in einem Brandbrief die Landesregierung wegen ihrer unerfüllbaren und unlogischen Pandemieauflagen.

Unmut bei den Eliten, nackter Zorn an der Basis

Doch neben dieser langsam wachsenden institutionellen Kritik und überfälligen Unmutsbekunden der Eliten formiert sich an der Basis ein ungerichteter Widerstand, der sich auch durch noch so schamlose Medien- und Regierungspropaganda nicht länger als Verirrungen von Quer-Frondeuren, „Covidioten“, „Rücksichtslosen“ oder „Rechtsextremen“ kleinreden lässt. Wie sehr die Volksseele inzwischen hochkocht, bekam gestern Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei seinem Besuch in Wuppertal zu spüren – wo er von aufgebrachten Bürgern sowie von Demonstranten mit Trillerpfeifen und Trommeln zuerst ausgebuht und mit heftigen Sprüchen („verpiss dich“, „geh nach Hause“, „Verbrecher“) angebrüllt wurde, ehe es dann zu hässlichen Szenen kam: Drei „Sitzblockierer“ vor Spahns Limousine wurden gewaltsam „abgeräumt“, eine Frau dabei brutal weggezerrt und am Hals fixiert, während Spahn emotionslos und beiläufig vorbeiging, einen kurzen Blick auf sie warf und dann achtlos in seinen Dienstwagen stieg. Seltener waren Ignoranz und Arroganz deckungsgleicher.

Der Journalist Boris Reitschuster kommentierte die Szene: „Die Szenen aus Wuppertal könnten ein Fanal sein. Der Unmut in der Bevölkerung wächst… Je mehr Menschen wegen der Corona-Maßnahmen drastische persönliche Konsequenzen fürchten müssen bis hin zum Verlust ihrer Existenz, je heftiger die Medien framen, statt auch Kritiker nüchtern zu Wort kommen zu lassen, umso heftiger wird die Spaltung unserer Gesellschaft und damit auch die Proteste werden. Uns droht ein heißer Herbst.“ In der Tat: Dass die CDU Wuppertal, deren Kommunalwahlkampf-Stand Spahn besucht hatte, anschließend gegen die „Störer“ Strafanzeige erstattete und der Bundesgesundheitsminister sie davon auch nicht abhielt, zeigt den frappierenden Autoritäts- und Souveränitätsverlust der Bundesregierung, die zunehmend mit dem Rücken zur Wand steht. (DM)

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