Goldene Zeiten für Krisengewinnler: Milliardäre machen in der Pandemie kräftig Kasse

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Club der Hypermilliardäre: Gates, Musk, Bezos (Foto:Imago/FutureImage)

Die abgedroschene Uraltphrase „Die Reichen werden immer reicher“ kann man sich heutzutage eigentlich nur noch als Nachtgebet von Saskia Esken, Kevin Kühnert oder Katja Kipping vorstellen… doch sie beschreibt fernab aller Klassenkampf- und Neiddebatten genau das, was ausgerechnet der menschgemachten Corona-Weltenkrise passiert. Vor allem US-Milliardäre und „Global Player“, die nicht uneigennützig von und mit der Krise leben und in ihr aufblühen, machen kräftigen Reibach – und legen an Vermögen satt zu.

Damit sind nicht nur die naheliegenden Profiteure wie Amazon-Chef Jeff Bezos gemeint, dessen Unternehmen dank weltweitem Lockdown trotz anfänglicher Kaufzurückhaltung auch im Onlinesegment riesige Zuwächse verzeichnen konnte und hunderttausende Mitarbeiter neu einstellen musste, um der gestiegen Nachfrage des Homeshoppings Herr zu werden, währen dank der eifrigen Bemühungen der Corona-Politiker der Einzelhandel planmäßig ruiniert wurde.

Nein, auch bei anderen Hyperreichen wirkte die Pandemie, trotz einer nie dagewesene weltweiten Rezession, „wie ein Turbo“, schreibt „Bild„. Die Zeitung resümiert: „Der Reichtum der wohlhabendsten Menschen der Erde vergrößert sich in derart atemberaubendem Tempo, dass sogar Experten staunen.“ Tatsächlich ist das gesamte Privatvermögen der zwölf reichsten Männer der Erde – allesamt Amerikaner – seit März auf mehr als eine Billion Dollar gestiegen, wie das „Institute for Policy Studies“ mitteilte. Das gab es noch nie.

Ganz vorne mit dabei, neben Bezos: Microsoft-Gründer Bill Gates, dessen Engagement um einen Corona-Impfstoff der nach ihm benannten Stiftung bzw. seiner „Impf-Allianz“ Gavi eine veritable Goldgräberstiftung bescherte. Und während Wohltäter Gates sich seines gut dreistelligen Milliardenvermögens erfreut und sich munter als Philanthrop feiern lässt, sammelt er von europäischen Regierungen noch Milliardensummen an Steuergeldern ein, mit denen die Impfstoffe entwickelt und später beschafft werden, an denen die von ihm kontrollierten Biotech- und Pharmafirmen später lukrative Patente halten.

Umverteilung von unten nach oben mit Regierungshilfe

Diese „Umverteilung“, an der vor allem die Mitte-Links-Regierungen der EU und die Kommission unter Ursula von der Leyen eifrig mitwirken, ist nur eine von vielen Beispielen für eine rasante Vermögensverschiebung vom kleinen Mann hinauf zu Finanzmagnaten – deren Einfluss auf supranationale Organisationen, die Regierungen beeinflussen und staatliche Souveränität aushebeln. Ein Teufelskreis.

Bild zitiert Omar Ocampo, Analyst des „Institute for Policy Studies“, wie folgt: „Der gesamte Reichtum des Oligarchen-Dutzends ist größer als die Wirtschaftsleistungen von Belgien und Österreich zusammen“. Und das bei der Finanzelite eines Staates, in dem mehr als 40 Millionen Menschen haben in den vergangenen Monaten Arbeitslosengeld beantragten, während das US-Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um aufs Jahr hochgerechnet 32,9 Prozent zurückging.

Die IT- und Onlinebranche geht derweil durch die Decke: Apple stieg soeben zum ersten US-Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als zwei Billionen Dollar auf – und besagtes Amazon hat einen Marktwert von 1,66 Billionen Dollar. Ein Schelm, wer bei diesen Zahlen auf den Gedanken kommt, dass hier mächtige Strippenzieher bei der „ewigen Verlängerung“ der Pandemie die Finger im Spiel haben könnten… (DM)

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