Corona-Psychostress für Kinder: Eine ganze Generation wird Opfer des Pandemie-Wahns

0
Kind in Quarantäne (Foto:Imago/CavanImages)

Erst ganz allmählich wird Eltern, Sozialpsychologen und Ärzten klar, welche ungeheuerlichen Folgeschäden die Corona-Krise bei just denen auslöst, die noch keine gefestigte Persönlichkeit haben und erst Vertrauen in andere Menschen und Orientierung entwickeln müssen – bei den Kindern. Die seelischen Belastungen und resultierenden Traumata übersteigen in ihrer Tragweite alle Befürchtungen, wie eine aktuelle Umfrage unter Kinderärzten zeigt.

Es sind erneute Schreckensnachrichten, die auf das Konto der Corona-Kollateralschäden verbucht werden müssen und die Maßnahmen der Politik immer unverhältnismäßiger und sogar schädlicher erscheinen lassen: „Corona belastet Kinderseelen“ titelt „Bild“ heute und beruft sich auf eine Befragung der Pronova Betriebskrankenkasse unter 150 niedergelassenen Kinderärzten zur Kindergesundheit durch die Pandemie in Deutschland. Unter diesen beobachteten fast neun von zehn vermehrte psychische Probleme wie Antriebslosigkeit, Reizbarkeit oder Angststörungen – bis hin zu Aggressionen und Schlafstörungen bei Kindern.

Doch das ist nicht alles; auch psychosomatische Begleiterscheinungen der Krise sind an der Tagesordnung. Bei 37 Prozent der halbwüchsigen Patienten wurde eine Zunahme körperlicher Beschwerden diagnostiziert, „darunter Bauch- oder Kopfschmerzen“, so „Bild“. 40 Prozent der Ärzten beklagten sogar „motorische und kognitive Entwicklungsverzögerungen“ – nicht als Folge von Sars-CoV2, sondern der Corona-Krise.

Psychosomatische Beschwerden, Depressionen, Entwicklungsstörungen

Für fast alle dieser Erkrankungen machen die befragten Kinderärzte die Entbehrungen des Lockdowns, die „täglichen Einschränkungen während der Corona-Krise“ verantwortlich. Die als zutiefst verstörend erlebte Unnormalität der häuslichen Zwangsarrestierung, des Homeschooling und die ganztägige Anwesenheit auch der Eltern, mit allen hieraus resultierenden Erscheinungsformen von sozialem Stress waren nur ein Teil des Problems; nicht minder belastend waren das Fehlen der Kontaktmöglichkeiten zu Freunden, fehlender Auslauf und Sport und vor allem die aufgebrochene Tagesstruktur als Folge der Kita-und Schulschließungen.

Zwei Drittel der Ärzte gebrauchten in diesem Zusammenhang sogar den alarmierenden Fachbegriff der „Isolationssituation“: die häusliche Beengtheit, fehlende Privatsphäre und Übertragung von Ängsten der Eltern auf das Kind hatten das Potential, psychische Langzeitschäden zu verursachen. Vor allem Kinder aus sozial schwachen Haushalten, die in reduzierten oder prekären wirtschaftlichen und häuslichen Verhältnissen wohnen, waren betroffen. Was in den Monaten angerichtet wurde – ehe man jetzt, nach den Ferien, dieselben Kindern in einen von Masken, Abstandsregeln und Desinfektionsmitteln geprägten Schulalltag zurückführt und dort der nächsten Belastungsprüfung aussetzt – lässt sich nur vage erahnen. (DM)

Keine Zensur: Folgt uns auf Telegram