Der Fall Alphonso: Im Alleingang gegen die Antifa?

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Linksextremisten, Antifa und Chaoten -natürlich mit Maske (Symbolfoto: Shutterstock.com/Von Gorb Andr)

Unter dem Hashtag „PanoramaGate“ legt der Blogger „Don Alphonso“ linke Netzwerke offen – und kratzt doch nur an der Oberfläche. Die linken Mainstream-Medien stehen zusammen – auch bei Angriffen aus der „eigenen Reihe“.

Ein Beitrag von EinProzent

Als Mainstream-Journalist ist Rainer Meyer nicht der typische Gegner linker Extremisten – trotzdem rechnet er als „Don Alphonso“ mit linken Netzwerken in der Medienwelt ab. Alternative Medien berichten darüber schon seit Jahren.

Linke Netzwerke werden tabuisiert
Sicherlich: „Don Alphonso“ mag schnelle Autos, hat mehrere Wohnsitze, sammelt leidenschaftlich Rennräder und führt kein Leben, das mit linken Positionen konform geht – dennoch hat es fast 22 Jahre gedauert, bis der Blogger und Kolumnist ein Thema aufgriff, das in den Mainstream-Medien tabuisiert wird: linksextreme Netzwerke.

Was für jeden interessierten Leser unseres Blogs längst bekannt war, traf „Don Alphonso“ offenbar wie ein Blitz: Linksextremisten gehen im deutschen Establishment ein und aus. Grund für diesen Erkenntnisgewinn war der als „PanoramaGate“ bekannt gewordene Versuch von GEZ-finanzierten Journalisten, die Karriere des Offiziers Marcel Bohnert mittels konstruierter Verbindungen zu „Rechten“ zu beenden.

„PanoramaGate“ – Spitze des Eisbergs
Die „Panorama“-Journalisten stützten ihre Argumentation auf wenige Instagram-Likes Bohnerts sowie einen Vortrag des Soldaten vor einer Burschenschaft in München. Um dem Ganzen einen „extremistischen“ Touch zu geben, kam die österreichische „Rechtsextremismusexpertin“ Natascha Strobl zu Wort, deren Beziehungen zum Antifa-Milieu hinreichend bekannt sind.

Strobl war führende Aktivistin der Wiener „Offensive gegen rechts“, sie referierte u.a. bei der linksextremen „Interventionistischen Linken Aschaffenburg“ sowie der „Antifaschistischen Initiative Heidelberg“, außerdem verfasste sie Beiträge für das linksextreme Medium „Jungle World“ sowie „Marx21“, eine laut bayerischem Inlandsgeheimdienst „offen extremistische Vereinigung“.

In seinem Beitrag, der sich mittlerweile – natürlich – hinter der Bezahlschranke befindet, griff „Don Alphonso“ diese Verstrickungen Strobls auf und kritisierte die Selbstverständlichkeit, dass Personen aus dem Antifa-Spektrum im deutschen Establishment eine Bühne bekommen. So weit, so unspektakulär.

„Don Alphonso“ – ein Nestbeschmutzer?
Allerdings zeigt sich die Besonderheit im „Fall Alphonso“ im Nachgang: Denn erstmals kritisierte ein Angehöriger des Medien-Mainstreams diesen unverhohlenen Hang des Establishments zum Antifaschismus. Und mit aktuell mehr als 40.000 Followern auf Twitter zählt „Don Alphonso“ immerhin zu den reichweitenstärksten Kanälen seiner Zunft.

Während sich Natascha Strobl auf dem Antifa-Blog „Belltower News“ (finanziert von der „Amadeu Antonio Stiftung“) über die „sehr aggressive, menschenfeindliche Fan-Community“ von „Don Alphonso“ beschwert, fuhren u.a. das einschlägige „Neue Deutschland“, die „Frankfurter Rundschau“, die „taz“, der „Freitag“, die „Junge Welt“ oder der „Tagesspiegel“ schwere Geschütze gegen den Nestbeschmutzer auf.

Der Vorwurf: Durch seine Berichterstattung sei die „mittelbekannte Antifaschistin“ (Neues Deutschland) Natascha Strobl zur „Zielscheibe“ von „Hass“ und „Hetze“ geworden. Antifa-Kontakte? Für deutsche Journalisten genauso wenig ein Problem wie die ständigen Versuche linker „Experten“ und „Aktivisten“, Patrioten zu kriminalisieren.

„Don Alphonso“: Feigenblatt des Mainstreams
Klar ist: Jeder Beitrag, der über linke Netzwerke im Mainstream aufklärt, ist wichtig und notwendig. Dennoch erfüllt „Don Alphonso“ mit seinem Artikel und seinen Tweets eine wichtige Rolle für das Establishment.

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Indem er lediglich an der Oberfläche des Problems kratzt und es verpasst, etwa die Beziehungen seiner öffentlich-rechtlichen Kollegen Patrick Gensing oder Georg Restle zur Antifa zu thematiseren oder die Machenschaften weiterer „Experten“ aufzugreifen, weckt „Don Alphonso“ bei seinen Lesern den trügerischen Eindruck einer „heilen Welt“, in der es zwar ein linkes Übergewicht gebe, aber auch ein „konservatives“ Korrektiv.

Es steht nicht zu erwarten, dass „Don Alphonso“ seiner Rolle als Feigenblatt des linken Mainstreams einmal überdrüssig wird. Als einziger „Konservativer“ unter Linken weit und breit sichert er der „Welt“ Klickzahlen und sich selbst einen gehobenen Lebensstil – ein echter „Ausbruch nach rechts“ käme ihm teuer zu stehen. Allerdings wäre es natürlich begrüßenswert, wenn reichweitestarke Blogger auch künftig vermehrt linksextreme Praktiken ins Visier nähmen. Wer mehr über linke Netzwerke erfahren will, ist bei „Ein Prozent“ jedenfalls gut aufgehoben.

Dieser Beitrag erschien zuerst hier.

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