Wer gegen Corona-Auflagen demonstriert, muss auch Antisemit sein: Perverser Generalverdacht gegen Polizisten

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Polizei bei Corona.-Demonstration: Wehe, einer wechselt die Seiten! (Foto:Imago/PhotopressMüller)

Toxische Gesinnungen treten in der Wahrnehmung totalitärer Inquisitoren des Linksstaates und ihrer Medien-Büttel bekanntlich nur im Paket auf: Wer gegen unbegrenzte Massenzuwanderung ist, ist potentieller Nazi, wer sich als heimatliebender Patriot bekennt, ist zwingend völkischer Rassist und Reichsbürger, wer für die heterenormative Ehe aus Vater, Mutter, leiblichen Kindern eintritt oder gar seiner Tochter blonde Zöpfe erlaubt, muss homophober Reaktionär oder Wiedergänger der NS-Lebensbornidee sein. Und neuerdings: wer gegen das ausufernde Corona-Regiment und für Grundrechte demonstriert, ist zwingend nicht nur „Verschwörungstheoretiker“, sondern mutmaßlich auch Antisemit.

Genau nach dieser perversen „Übertragungsschuld“-Hypothese wird nun weiter Stimmung gemacht gegen den niedersächsischen Polizisten, der vergangenes Wochenende – wohlgemerkt nicht während der Dienstzeit und auch nicht in Uniform, sondern als Privatmann und Bürger – vor „Corona-Maßnahmen-Gegnern“ eine kurze Rede gehalten und mit ihnen demonstriert hatte. Der Mann war bereits suspendiert worden, doch nun soll ihm auch noch eine „terroristische“ Nachlässigkeit oder mögliche Judenfeindlichkeit angedichtet werden.

Der bisher völlig untadelige, nie als politisch „verdächtig“ oder verfassungsfeindlich in Erscheinung getretene Beamte hatte zu dem Expertenteam gehört, das nach dem gescheiterten Terroranschlag auf die Synagoge von Halle im Oktober letzten Jahres am Gutachten für ein Sicherheitskonzept zum Schutz jüdischer Gemeinden in Niedersachsen mitgearbeitet hatte. Er hatte vor allem die liberale jüdische Gemeinde beraten. Der Polizist hatte dabei engagiert und sehr konstruktiv mitgearbeitet und vertrauensvoll mit der Gemeinde kooperiert.

Doch jetzt, da er als „Corona-Leugner“ überführt ist, wird ein Anfangsverdacht herbeigeredet, er hätte möglicherweise bei den Planungen zum Synagogenschutz vorsätzlich schlampig gearbeitet – oder sie gar bewusst sabotiert. Deswegen teilt die Polizeidirektion Hannover nun allen Ernstes mit, sie nehme „…den Sachverhalt zum Anlass, die Sicherheitskonzepte von einer unabhängigen Stelle überprüfen zu lassen“.

Hexenjagd als „Chefsache“ der Landesregierung gefordert

Wie der „Norddeutsche Rundfunk“ (NDR) berichtet, forderte die Vorsitzende des Landesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen, Katarina Seidler, SPD-Innenminister Boris Pistorius auf, den Fall „zur Chefsache“ zu erklären. Sie habe „Bedenken“, ob das Wissen um Stärken und Schwächen der Sicherheit jüdischer Einrichtungen „bei ihm in guten Händen ist“.

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Prompt besuchte daraufhin laut NDR Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe vorgestern jüdische Einrichtungen in der Landeshauptstadt – gemeinsam mit Beamten des Landeskriminalamtes und des Staatsschutzes -, um sich „ein erstes Bild von den Sicherheitsmaßnahmen der Einrichtungen“ zu machen. Vermutlich wollte man sich und die verunsicherten Gläubigen überzeugen, dass ein „Corona-Demonstrant“ nicht irgendwo eine Bombe versteckt oder Alarmsysteme im Geheimen lahmgelegt hat.

Alleine die hinter solchen Beschwichtigungsmanövern steckende Denkweise ist nur noch krank zu nennen. In Deutschland vollzieht sich ein Irrsinn, der an die finstersten Zeiten des McCarthyismus der 1950er Jahre erinnert: Wer damals gewerkschaftsnah war oder für Sozialpolitik eintrat, geriet bereits auf die Liste der Kommunistenjäger – was einem Berufsverbot gleichkam, ob Schauspieler, Richter oder Lehrer. Heute genügt bereits das Demonstrieren mit den „Falschen“ für eine noch so legitime demokratische Forderung, und man wird erledigt. Nicht nur die Karriere des Polizisten wird nun vernichtet, er auch noch medial an die Wand gestellt wird. (DM)

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