Corona-Fakenews und Pannen: Was können wir überhaupt noch glauben?

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(Symbolbild:Inked Pixels/Shutterstock)

Wie viele der Meldungen wirklich stimmen, die unser Denken und unsere Gefahreneinschätzung und Risikobewertung zu Corona seit März geformt haben und die meisten Menschen in eine Angstkonditionierung getrieben haben, wird sich wohl nie restlos aufklären lassen. Bei näherem Hinsehen halten etliche der beunruhigenden Meldungen oder gar Horrornachrichten rund um das Virus der Realität nicht stand. Das gilt nicht nur allgemein für die unseriösen Zahlenspiele zu „Toten“ und „Infizierten“, sondern auch für einzelne Fallbeispiele, die von Alarmieren gerne als Beleg für die „teuflische Unberechenbarkeit“ von Corona genommen werden.

Und bezeichnenderweise sind es nicht die „Faktenchecker“ oder „Faktenfinder“, die diese wirklichen Fake-News ans Licht bringen – sondern Investigativjournalisten, Wissenschaftler – oder, in seltenen Fällen, die zuständigen Behörden selbst, die ihre Pannen einräumen. So erwies sich die in den Medien bundesweit berichtete Schließung einer Grundschule in Graal-Müritz am Freitag nach einem positiven Corona-Test als Ergebnis einer gravierenden Panne.

Wie nämlich das Landratsamt Rostock zugab, war das Probenmaterial eines Kindes „stark mit biologischem Material einer anderen Person verunreinigt, die tatsächlich Covid-19-positiv ist“. Die Folge war ein laut „RTL“ falschpositiver Test – inklusive sofortiger Schließung der nach Ferienende gerade erst wiedereröffneten Schule.

Wenn neben den ohnehin bekannten Testungenauigkeiten mit erheblichen falschpositiven Ergebnissen nun auch noch in den Laboren derartige Nachlässigkeiten passieren können, vermutlich auch und gerade in der Folge der erheblichen Testausweitungen, dann ist anzunehmen, dass es sich hier um keine Einzelfälle handelt. In wie vielen Fällen sind womöglich ebenfalls derartige Unregelmäßigkeiten der wahre Grund für so drastische Maßnahmen wie komplette Schulschließungen oder gar Quarantäne ganzer Klassen?

Tragischer Todesfall eines 30-jährigen war eine Luftnummer

Ein ähnlicher Fall, der in Deutschland Schlagzeilen gemacht hatte und vielen als neuerlicher Beleg für die Heimtücke des Virus galt, war der am Freitag aus der Schweiz gemeldete Tod eines 30-jährigen – im Netz mit den üblichen buchstäblichen „Totschlagargumenten“ der Corona-Hysteriker und Alarmisten üppig garniert, der Mann sei „kerngesund“ und „ohne Vorerkrankungen“  gewesen. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) sprach von einem „tragischen Fall“. Inzwischen dementierte der Kanton Bern den Fall; die dortige Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion schrieb laut dem Schweizer Nachrichtenportal „20 Minuten“ in einer Medienmitteilung, es handle sich um eine „Fehlinformation“, die „aufgrund von Unklarheiten auf der klinischen Meldung einer Person, die sich in Isolation befinde und keine (!) schweren Covid-19-Symptome habe“ erfolgt sei. Die Todesfallmeldung sei versehentlich versandt worden.
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Wenn hier also geschlampt wurde, so muss man besorgt fragen: Wo noch? Welche dieser tragischen Einzelfälle, die uns seit Monaten punktuell vorgesetzt werden und beunruhigen sollen, entbehren in Wahrheit jeder Grundlage? Beziehungsweise, wenn sie stimmen: Bei wie vielen davon war tatsächlich Corona ursächlich? Die tägliche Verwirrung und Desinformation wird umso ärgerlicher, je mehr die konkreten Berührungspunkte mit dem Virus im Alltag schwinden. (DM)

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