Willkürliche Reisewarnungen: Sadistische Gesundheitsbehörden machen den Urlaub zum Horrortrip

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Malle in Maske: Spanien-Reisewarnung macht den Urlaub madig (Foto:Imago/FutureImage)

Seit dem Frühjahr ist man es ja bereits gewohnt: Das Robert-Koch-Institut (RKI), eine obere Bundesbehörde unter der Dienstaufsicht von CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn, von der bis dahin kaum einer etwas gehört hatte, gibt „Empfehlungen“ ab oder trifft weitreichende Entscheidungen „par ordre de Mufti“, ohne wirkliche Nachvollziehbarkeit – und Millionen Deutsche fügen sich dem Corona-Regiment. So auch gestern, als das RKI mal ebenso ganz Festlandspanien inklusive der Balearen zum Corona-„Risikogebiet“ erklärte.

Welch ein Hohn: Angesichts in Deutschland mehr als harmlosen Zahlen, die die Einschätzung von Corona als „Pandemie“ eigentlich nicht mehr rechtfertigen, wird den Menschen Teilnormalität versprochen, die fast ruinierte Tourismusbranche schöpft Hoffnung und viele nutzen die Gelegenheit zum Verreisen, unter strikter Einhaltung von Kontakt- und Hygieneregeln. Und dann, wenn die deutschen Urlauber in Mallorca und anderswo festsitzen, erlässt die Regierung aufgrund maßlos aufgebauschter „Neuinfektionen“ Reisewarnungen und macht die Urlauber zu möglichen Geiseln, die entweder in ihren Feriendomizilen festsitzen oder bei ihrer Rückkehr die „Gratis-Chance“ auf 14-tägige Quarantäne haben.

Die pauschale Einstufung Spaniens als Risikogebiet erfolgte laut „Bild“ gemeinsam durch das Bundesgesundheitsministerium, dem Auswärtigen Amt und des Bundesinnenministeriums – als Reaktion auf „explodierte“ 2935 neue Fälle innerhalb von nur 24 Stunden – landesweit. Dies allerdings, wohlgemerkt, aufgrund deutlich höherer Testungen, kumulierter (Nach-)Meldungen und immer unter dem Vorbehalt erheblicher Testungenauigkeiten. Die wiedererwachte Panikmache führt dazu, dass viele Urlauber vor ihrem Rückflug versuchen, ein Testresultat zu erhalten, und vor Ort getestet werden – was natürlich die Zahl „positiver“ und vor allem auch falschpositiver Fälle weiter „explodieren“ lässt. So wird hier in einem selbstverstärkenden Prozess eine künstliche Lawine generiert, die mit den echten Verhältnissen vor Ort nichts zu tun hat.

Schweres Geschütz wegen willkürlicher Grenzwerte

Die Reisewarnung folgt ähnlich willkürlichen Schwellenkriterien wie die Lockdown-Grenzen der „Corona-Ampel“ im Inland für einzelne Landkreise oder Kommunen: Wenn es in Ländern oder einzelnen Regionen „sieben Tage am Stück mehr als 50 neue Corona-Fälle pro 100 000 Einwohner“ gibt, droht die Reisewarnung. Weil am Dienstag – als Folge der Massentests – der „Neuinfektions-Wert“ erstmals über die 50er-Marke knapp überschritt – er lag bei 55,42 -, wurde schweres Geschütz aufgefahren.

Als Folge davon ist in Mallorca nun jedes zweite Hotel geschlossen. Spanien, bestrebt, den erwartbaren Todesstoß für seine Touristikbranche abzufedern, bemüht sich händeringend, von der Blacklist des Auswärtigen Amtes so schnell wie möglich wieder herunter genommen zu werden – und hat seinerseits drakonische Maßnahmen ergriffen – gesperrte Strände, Kontaktsperren, Maskenpflicht im Freien und einzelne Bars- und Kneipenschließungen. Discotheken und Clubs sind, kaum wiedereröffnet, schon wieder komplett dicht. Es wird alles getan, den nächsten Lockdown herbeizureden – europaweit, so scheint es. (DM)

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