Ehemaliger SPD-Linker fordert Wolfgang Schäuble auf, Don Alphonso aus der Medienpreis-Jury zu entfernen

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Marco Bülow fordert Schäuble auf, Don Alphonso aus der Jury zu schmeissen (Bild: shutterstock.cm/Von siam.pukkato // Bulow: Deutscher Bundestag)

Wer sich gegen das System stellt, der wird gnadenlos demontiert. Aktuell wird durch den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Marco Bülow (parteilos) versucht, den „Welt“-Autor Rainer Meyer – alias Don Alphonso – aus der Jury des „Medienpreis Parlament“ zu drängen. In einem offenen Brief wird Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Schirmherr des Medienpreises, von dem ehemaligen SPD-Linken genau dazu aufgefordert. 

Seit 1993 vergibt der Deutsche Bundestag den mit 5.000 Euro dotierten Medienpreis. Der Jury des per se schon fragwürdigen, weil von der Regierung initiierten Medienpreises – gehören insgesamt sieben Mitglieder an. Neben Anita Fünffinger (Bayerischer Rundfunk), Bettina Schausten (ZDF-Hauptstadtstudio), Torsten Kleditzsch, dem Chefredakteur der Regionalzeitung „Freie Presse“ in Chemnitz, Marc Felix Serrao, der Berliner Korrespondent der „Neuen Zürcher Zeitung“ sowie „Focus“-Chefkorrespondent Daniel Goffart sitzt auch der, für die „Welt“ tätige Blogger Rainer Meyer – alias Don Alphonso im Gremium.

Wenn es nach dem Willen des ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Marco Bülow (parteilos) geht, aber nicht mehr lange. Denn Bülow, der 2018 das sinkende linksradikale SPD-Schiff verlassen hatte, hetzt aktuell via eines Offenen Briefes bei Wolfgang Schäuble gegen die Zusammensetzung der Jury und insbesondere gegen Meyer. Im benannten Brief Bülows an Schäuble, der den Schirmherr des Medienpreises gibt, heißt es laut dem Tagesspiegel:

„Mich erreichen Zuschriften von Journalist*innen, die ihre Beiträge nicht einreichen wollen, weil der Medienpreis seinen unabhängigen Ruf verloren hat“. Die Begründung des ehemaligen Sozialdemokraten: Die Zusammensetzung der siebenköpfigen Jury sei „keinesfalls politisch ausgewogen“ und habe „eine starke rechtskonservative Schlagseite“. Damit werde die Jury zu einem demokratischen Problem, insbesondere, wenn dadurch rechte Hetze im Netz und auf den Straßen auch noch vom Deutschen Bundestag legitimiert werde, so Bülow mit seinem links-radikalen Blick auf „Welt“-Autor Meyer weiter.

Bülow, Mitunterzeichner des Aufrufs für die krachend gescheiterte linke Sahra-Wagenknecht-Sammelbewegung „Aufstehen“, sieht sich weder als Abgeordneter, wie auch angeblich „weite Teile der Bevölkerung“ durch die derzeitige Zusammensetzung der Preisjury repräsentiert. An Wolfgang Schäuble und die Mitglieder des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages – das Vorschläge für die Besetzung der Jury macht und Schäuble schlussendlich über neue Jury-Mitglieder entscheidet – richtet er die Forderung, die Kriterien für die Ernennung offenzulegen und im Fall von Rainer Meyer konkret Stellung zu beziehen. Dem 49-jährigen ehemaligen SPD-Ultralinken steht seine grüne Genossin Claudia Roth (Grüne) als ausgemachte Don-Alphonso-Hasserin zur Seite. Roth diffamierte den Blogger kurz nach Bekanntwerden seiner Nominierung vor einem Jahr mit den Worten: „Für mich hat die Meinungsfreiheit dann Grenzen, wenn sie zur Verhetzung führt, wenn Hass gepredigt wird und wenn soziale Gruppen ausgegrenzt und verhetzt werden.“

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Gegen Meyer lief Ende Juli das „Who-is-Who“ des Neigungsjournalismus auf. Don Alphonso hatte einen Beitrag veröffentlicht, der sich den linksextremem Verbindungen angeblicher Expert“innen“ widmete, denen sich das öffentlich-rechtliche Format „Panorama“ bei ihrer „Berichterstattung“ – richtiger Weise der „Vernichtung “ des Bundeswehroffiziers Marcel Bohnert – bediente.

Nicht nur für diese – bestens recherchierte – Kritik soll nun nach dem Willen des linken ehemaligen SPD-Funktionärs endlich der „Kopf“ des Welt-Bloggers rollen. Begonnen wird nun mit der Entfernung Don Alphonsos aus der Jury des „Medienpreis Parlament“.

Ach ja- der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages teilte gegenüber dem Tagesspiegel mit, dass die politische Ausrichtung der Medien nicht bewertet werde und für die Auswahl keine Rolle spiele. (SB)

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