Perverse Geschichtsklitterung: „Linksjugend solid“ verhöhnt Maueropfer

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Linksradikale unter sich: Antifa und "Linksjugend 'solid" (Foto:Imago/Deutzmann)

Mit einem aktuellen Vergleich zwischen den Maueropfern der DDR und den EU-„Grenztoten“ anlässlich des heutigen 59. „Jubiläums“ des Mauerbaus beweist die von der Linkspartei offiziell als Jugendorganisation der Partei anerkannte linksextreme Vereinigung „Linksjugend ’solid“ nicht nur eindrucksvoll, dass sie ebenso wenig Ahnung von Geschichte hat wie sie aus Geschichte gelernt hat. Sie verspottet auch die zahllosen Opfer des DDR-Grenzregimes und ihrer Hinterbliebenen ebenso wie hunderttausende weitere Verfolgte des realsozialistischen Gesellschaftsexperiments.

Die aberwitzige Gleichsetzung zwischen der heutigen EU-Außengrenzsicherung (von der ja praktisch nicht einmal die Rede sein kann) und dem Eisernen Vorhang in Deutschland 1961-1989  ist keine reine Provokation, nicht nur ekelhaftester Whataboutism. Sie beweist auch, dass verbohrte Junglinke den Unrechtscharakter der DDR nicht begreifen können noch wollen. Für sie ist es ein dasselbe, ob ein Staat die Selbstschussanlagen, Wehrtürme und Stacheldrahtanlagen nach innen, gegen die eigene Bevölkerung richtet – oder nach außen, zur Abwehr externen Bedrohungen. Das sind dieselben Nachwuchs-Irren, die bei Basisveranstaltungen in Gegenwart der „Linken“-Parteispitze unter Beifall schonmal über Zwangsenteignungen oder Erschießungen des „einen Prozent Reicher“ laut nachdenken.

(Screenshot:Twitter)

Interessant, dass diese geistigen Erben von Hitlerjugend und FDJ in ihrem menschenverachtenden Relativismus nicht einmal für Kritik aus den eigenen Reihen empfänglich sind. Bestrebt, auf jeden noch so kruden Nonsens des eigenen Parteinachwuchses mit rücksichtsvoller Distanz zu reagieren (statt für deren Verblendung deutliche Worte zu finden!), brachte etwa „Linken“-Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau irritiert ihr Unbehagen über den Post zum Ausdruck, wie auch andere Genossen. Rotzfrech verteidigten die stalinistischen Zyniker ihr Hetzwerk auch noch:

(Screenshot:Twitter)

Vermutlich gibt es außer Pau durchaus viele Linke, die dieser verrückten Sichtweise anhängen; die linksextreme mecklenburg-vorpommersche Verfassungsrichterin Barbara Borchardt etwa könnte man sich hier gut beim Applaudieren vorstellen. Als Angehörige der einstigen „Täterklasse“ dürfte die Verharmlosung von DDR-Unrecht und die Bagatellisierung der Mauer Balsam auf ihre schwarze (bzw. rote) Seele sein.

Für den Tod von Menschen, die sich exterritorial, in Kenntnis von geltenden EU-Regeln und nationalen Asylgesetzen, auf ein lebensgefährliches Himmelfahrtskommando durch die Krisengebiete des vorderen Orients oder durch ganz Afrika begeben und auf dem Weg ins gelobte Land Europa – entweder durch blutige Konflikte untereinander oder weil sie kriminellen Schleppern vertrauten – ums Leben kommen, sind wir in Europa weder tatsächlich noch moralisch verantwortlich.

Endstufe der Verlogenheit

Es sei denn, man will den höheren Zivilisierungsgrad und Wohlstand Europas, vor allem Deutschlands, wahnhaft-schulderfüllt ausschließlich als Ergebnis postkolonialistischer kapitalistischer Ausbeutung jener Länder verstanden wissen, deren Einwohner sich nun per Naturrecht zu uns aufmachen und natürlich Anspruch auf unbegrenztes Bleiberecht (inklusive Partizipation an unseren Sozialsystemen) haben sollen.

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Links-„solide“ Wirrköpfe glauben so etwas anscheinend tatsächlich. Aus dieser geisteskranken Perspektive kann man dann die Weigerung der Dublin-Staaten, derzeit 380 Millionen sofort ausreisewillige Afrikaner (bei wöchentlich netto um knapp 1 Million Menschen steigender Bevölkerung des schwarzen Kontinents) nicht sofort hier einzufliegen und einzubürgern, mit dem Abknallen von Staatsbürgern durch Grenzsoldaten des eigenen Landes beim kleinsten Versuch der „Republikflucht“ gleichsetzen. Die getwitterte, dummdreiste Grenztoten-Grafik dieser „Linksjugend“ ist so verlogen wie ihr gesamtes Weltbild. (DM)

 

 

 

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