Schwere Vorwürfe: Lockdowns wirkungslos – Politik agiert schlimmer als im Zweiten Weltkrieg

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Bald wieder Ausgangssperren? Die "zweite Welle" wird's schon richten. (Foto:Imago)

Der zweite „Lockdown“ lugt schon um die Ecke. Doch der wird nicht nur noch mehr Schaden anrichten als der erste – er wird auch genauso überflüssig sein. Denn die wegen des Corona-Virus weltweit verhängten sogenannten Lockdowns im Frühjahr hatten keinerlei Einfluß auf die Todesraten. Das fand jetzt ein dänischer Professor heraus.

Es sei wichtig zu untersuchen, ob und inwieweit die Ausgangssperren wie offiziell beabsichtigt, funktioniert haben: Die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus zu unterdrücken und damit verbundene Todesfälle zu verhindern. Genau das sei aber nicht der Fall, so der Wirtschaftsprofessor aus Dänemark.

„Ich finde keinen klaren Zusammenhang zwischen der Lockdownpolitik und der Sterblichkeitsentwicklung“, stellt Professor Christian Bjørnskov fest. Die beispiellose Lockdownpolitik scheint „ein erhebliches langfristiges Versagen der Regierungen zu sein“, so der Wirtschaftsprofessor von der Universität Aarhus in seinem Artikel „Did Lockdown Work? An Economist’s Cross-Country Comparison“.

Der Wirtschaftsprofessor verglich die wöchentlichen Sterblichkeitsraten aus 24 europäischen Ländern in der ersten Hälfte des Zeitraums 2017-2020. Die Sperrungen hätten nicht wie beabsichtigt funktioniert, weil es keinen klaren Zusammenhang mit einer niedrigeren Sterberate gäbe, so Bjørnskov. Zwei weitere Studien seien zu dem selben Ergebnis gekommen, heißt es weiter.

Bjørnskov wies darauf hin, dass die schwedischen Sterblichkeitsraten um 14% höher sind als in den letzten drei Jahren. Das sei etwas mehr als in Frankreich, aber erheblich weniger als in Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich, die alle eine viel strengere Politik umgesetzt haben.

„Das vorliegende Problem ist daher, dass sowohl Beweise aus Schweden als auch die hier vorgelegten anderen Daten nicht darauf hindeuten, dass Lockdowns die Entwicklung der Sterblichkeit in Europa erheblich beeinflusst haben“, erklärt der dänische Professor.

„Die Ausgangssperren und das Herunterfahren der Wirtschaft hätten „die meisten westlichen Ländern der Welt in die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg und die sich am schnellsten entwickelnde Rezession aller Zeiten geführt“, so Bjørnskov. „Sie haben auch zu einer Erosion der Grundrechte und zur Gewaltenteilung in weiten Teilen der Welt geführt, da sowohl demokratische als auch autokratische Regime ihre Notstandsbefugnisse missbraucht und verfassungsrechtliche Grenzen der Politikgestaltung ignoriert haben“, merkt er an.

Die Lockdowns hätten die meisten Gesellschaften in ein wirtschaftliches Chaos gestürzt und könnten langfristig aus anderen Gründen zu einer erheblichen Anzahl zusätzlicher Todesfälle führen, warnt Bjørnskov in seinem Bericht, in dem er den Regierungen ein „beispielloses Versagen“ vorwirft.

In den USA sorgt der frühere New York Times- Reporter Alex Berenson mit seiner zweiten Veröffentlichung in Sachen Corona-Epidemie für Aufsehen. Auch für ihn sind die weltweit verhängten Lockdowns keine Option: Sie würden einfach nicht funktionieren, das sei bisher eigentlich auch immer klar gewesen: „Die Lockdowns kamen wirklich aus dem Nichts. In der Vergangenheit wurden sie immer wieder als Instrument abgelehnt, als wir überlegten, was wir gegen Grippeepidemien tun sollten, einschließlich Grippeepidemien, die viel schlimmer gewesen wären als die Coronavirus-Epidemie “, so der Reporter in einem Interview mit Fox News.  Für Gesundheitsbehörden und Wissenschaftler sei bisher immer klar gewesen, daß Ausgangssperren nicht funktionieren würden, wenn der Epidemie-Zustand erreicht sei.

In einer Zeit,  in der 90% der Medien „dasselbe sagen“ und nur wenig hinterfragen würden, sei es besonders wichtig, unterschiedliche Perspektiven und Standpunkte zu betrachten, so der Ex-NYT- Reporter.

Die Lockdowns seien beispiellos und er würde sich sehr wundern, wenn es trotz der verheerenden Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft weitere gäbe, so Berenson.

Für ihn ist die derzeitige Politik offenbar noch schlimmer als zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges, mit dem er die derzeitige Situation vergleicht: „Selbst während des Zweiten Weltkriegs hat die US-Regierung zwar große Industrien übernommen und die Produktion von wichtigen Waren und Gütern quasi verstaatlicht. Aber es gab keine Bestrebungen, die Handlungen der Menschen zu kontrollieren“, erklärt der Journalist. „Das ist wirklich beispiellos.“ (MS)

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