Wirtschaft, Pandemie & Psychologie: Bewußtseinsbildung per Inflation

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(Symbolbild:Imago/Steinach)

Es gibt ja leider immer noch genügend Leichtgläubige, die meinen, bei der Corona-Politik würde alles mit rechten Dingen zugehen. Schließlich habe so gut wie jede Regierung der westlichen Welt zumindest ähnliche „Schutz-Maßnahmen“ ergriffen, nachdem die von China beeinflusste WHO die Pandemie ausgerufen hatte. Egal ob die Regierung eher links oder rechts, kommunistisch oder patriotisch einzuordnen ist. Ein fataler Trugschluss. Denn bei der „Corona-Krise“ geht es im Hintergrund um Interessen global agierender Konzerne und Organisationen. Und die Politik profitiert. Denn eins haben alle Regierungen auf dieser Welt gemeinsam: Sie wollen an der Macht bleiben. 

Jouwatch-Autor Max Erdinger erklärt, was eigentlich hinter dieser politisch und wirtschaftlich motivierten Pandemie steckt.

Daß es sich bei den im März verkündeten „temporären Maßnahmen“ um Maßnahmen handelt, die auch über ihre behauptete Befristung hinaus irreversible Folgen zeitigen, hätte jedem klar sein können, der sich weniger auf das Wort „Pandemie“, sondern mehr auf „Wirtschaft“ und „Psychologie“ konzentriert hätte. In die Falle getappt.

Es ist eigentlich logisch: Wer beispielsweise Millionen in einen Freizeitpark oder etwas ähnliches investiert, der wird das Investieren für alle Zukunft bleiben lassen, wenn er erst einmal gelernt hat, daß ihm die Regierung ohne sein eigenes Verschulden den Laden einfach zusperren kann. Die regierungsamtlich verfügte Schließung eines Freizeitparks mag als „temporäre Maßnahme“ bezeichnet werden, ihre sekundären Auswirkungen sind allerdings dauerhaft. Der „Lockdown“ war daher lediglich als Maßnahme temporär. In seinen Auswirkungen war er eine grundsätzliche Weichenstellung.

Es wäre überhaupt verfehlt, die sogenannte Coronakrise als ein isoliertes Phänomen zu begreifen. Es ist äußerst unwahrscheinlich, daß ein Pandemieszenario bis in alle Einzelheiten zunächst einmal in der Theorie durchgespielt wird wie beim „Event 201“ im Oktober 2019, und daß die „tatsächliche Pandemie“ dann kurz danach ausbricht. Das aber nur nebenbei.

Kristoffer Mousten Hansen von Mises.org hat sich Gedanken zu noch ganz anderen Voraussetzungen gemacht, die gegeben sein müssen, um per „Pandemie“ zu den Gewinnen zu kommen, die eine globale Finanzelite während der nunmehr seit Monaten andauernden „Pandemie“ verbuchen konnte. Nicht nur Unternehmen, die wegen ihrer Produktpalette während einer solchen „Krise“ naturgemäß Umsatzsteigerungen zu verzeichnen haben – das „Drägerwerk“ z.B. – profitierten, sondern es erfolgte generell eine gewaltige Vermögensumschichtung von unten nach oben. Nach Berechnungen des Magazins “Forbes” wuchs das Vermögen der 600 reichsten Amerikaner zwischen dem 18. März und dem 19. Mai um insgesamt 434 Mrd. Dollar, was einem Zuwachs von fast 15 Prozent entspricht. In derselben Zeit haben etwa 40 Millionen Amerikaner ihre Jobs verloren.

Mousten Hansen stellt fest, daß es viele Gründe für die „Coronakrise“ und die gegenwärtige Totalpräsenz von Regierungen sowohl in der Wirtschaft als auch dem Privatleben der Bürger gibt. Einer der Schlüssel zum Verständnis für dieses antifreiheitliche Phänomen samt dem fehlenden Widerstand dagegen liegt laut Hansen darin, daß kaum jemand sich mit der Frage beschäftigt hat, welche Rolle Inflation bei der Selbstermächtigung von Regierungen spielt. Nicht nur verdecke eine per Geldmengenausweitung verursachte Inflation die wahren Kosten der „Lockdowns“, sondern sie verzerre auch die ganze Kultur bis hin zum persönlichen Charakter. Momentan zu erhaltende Leistungen, wie etwa per Geldmengenausweitung finanzierte „Coronahilfen“, und auch momentane Gefahren würden vom verängstigten Bürger stärker gewichtet, als die Auswirkungen, die das in Zukunft haben wird. Die treten in den Hintergrund. Die meisten Leute leben für den Moment.

Bedürfnisbefriedigung sofort wurde über die vergangenen Jahre mehr und mehr als eine Art Grundrecht interpretiert. Das gilt auch für die Überwindung einer momentanen Angst. Zweifellos übertrumpfe die gegenwärtige Angst vor dem Virus jede andere, so Hansen. Regierungen sind dazu übergegangen, sich dem Souverän gegenüber selbst zu ermächtigen, indem sie angesichts einer vergleichsweise kleinen Bedrohung eine riesige Panik schüren, um im nächsten Moment die Bedingungen zu diktieren, unter denen sie dann als willkommene Krisenmanager wahrgenommen werden wollen. Was dem Bürger als Nebeneffekt vorkommt, sei in Wahrheit der beabsichtigte Effekt des Ganzen: Ausweitung von Staatlichkeit per Beschlagnahmung bürgerlicher Kompetenzen.

Daß mit der ungeheuren Geldmengenausweitung per Druckmaschine die Zukunft folgender Generationen schwer belastet wird, spielt heute noch keine Rolle. Krasser ausgedrückt: Es herrscht ein gegenwärtiger Geisteszustand, der nicht nur dem Motto „Nach mir die Sintflut“ folgt, sondern der auch die dauerhafte Installierung totalitärer Staatlichkeit ermöglicht. Der „freie Westen“, wie er einmal bestand, wird für sehr lange Zeit, vielleicht für immer, Geschichte werden, wenn nicht allmählich verstanden wird, wozu die „beispiellose Gefährlichkeit“ der „Pandemie“ in Wahrheit herbeigeredet worden ist.

Am Beispiel Japan läßt sich gut studieren, was mit einer Gesellschaft passiert, in der die Zinsen über Jahrzehnte künstlich niedrig gehalten werden. Wie sehen einige der Konsequenzen aus für eine Kultur, in der „Fiat Money“, Geld als Tauschmittel ohne inneren Wert also, das sogenannte Warengeld in Form greifbarer Produkte oder Edelmetalle zunehmend verdrängt? Und welcher Zusammenhang besteht dabei zur sogenannten Coronakrise? – Zunächst einmal kommt es zu einer Verschiebung bei der Rezeption des Zusammenhangs von Wirtschaft und Zeit, da Inflation jeden Anreiz zu langfristigen Investitionen und zum Sparen zerstört. Es wird zunehmend in kürzeren Zeitintervallen gedacht. Ein sich veränderndes Verständnis der Rolle von Zentralbanken verstärkt diesen Effekt. Sie gerieren sich immer weniger als die letzte Refinanzierungsinstanz und verstehen sich zunehmend als selbständige Akteure im Markt, die ihre Aufgabe darin sehen, Liquidität für andere Akteure zu garantieren, deren eigene Illiquidität eine Bedrohung der finanziellen Stabilität darstellt. Das hat zur Folge, daß Aktienmärkte und Anleihen nicht mehr fallen dürfen, weil Zentralbanken genau das verhindern.

Die einer herbeidefinierten Pandemiegefahr inhärenten, zeitlichen Unwägbarkeiten, verstärken diesen Effekt. Letztlich läuft es darauf hinaus, daß Zentralbanken von einer freien Wirtschaft entkoppelt – und zu einem politpsychologischen Instrument werden, mit dem sich die Massen gefügig halten lassen. Und zwar nicht zu einem Instrument, das Gewählte in Händen halten. Die Angst vor dem Hunger morgen erpresst sozusagen die Politik via Zentralbank von heute. Nicht umsonst haben die antiglobalistischen Präsidenten Trump und Putin die vormals privaten Zentralbanken ihrer Länder staatlicher Kontrolle unterstellt. Damit verhindern sie, daß die politische Entwicklung den eigentlichen Politikern von Zentralbankstrategen aufgezwungen wird, die ihrerseits ganz andere Interessen verfolgen.

Zusammenfassend läßt sich wohl sagen, daß das weitere Aufblasen der Fiat-Geld-Blase, die umso lauter platzen wird, je weiter dieser Zeitpunkt in der Zukunft liegt, dem Zweck dient, in der Gegenwart ein politisch totalitäres System mit völlig ungedeckten Schecks auf die Zukunft zu etablieren. Das Akzeptanzvehikel dafür ist die grotesk übertriebene Panik, mit der den Massen jede Planungssicherheit genommen wird, ohne daß ihnen dieser Verlust aufgrund ihrer je persönlichen Prioritätensetzung überhaupt bewußt werden würde.

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