Halluzinationen wegen Corona? Lauterbach lebt schon in der zweiten Welle

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Karl Lauterbach (Foto:TropenVerlag/SPDPresse)

Der Mann ist inzwischen schlicht nicht mehr zu ertragen, und es existieren nur vage Schätzungen, ob nur eine leichte oder überwältigende Mehrheit der TV-Zuschauer und Zeitungsleser inzwischen die Nase von seinen düsteren pandemischen Prophezeiungen gestrichen voll hat. Fast alle Corona-Weissagungen des „Orakels von Aachen“ zeichnen sich dabei durch eine verblüffende Gemeinsamkeit aus: Sie traten allesamt nicht ein. Desungeachtet jedoch erhält Karl Lauterbach, SPD-„Gesundheitsexperte“, weiterhin jede Gelegenheit zum Absetzen und Verbreiten seiner dubiosen Warnparolen.

Lanz, Maischberger oder Illner, dazwischen immer wieder die Berücksichtigung im üblichen Zitierkartell der Tagespresse: Man könnte fast den Eindruck gewinnen, Deutschlands Journalisten und Talkhosts hätten nur drei Telefonnummern im Smartphone gespeichert – und Karl „Fürchtemacher“ Lauterbach stünde ganz oben auf der Liste.

Und so ist es kein Wunder, dass sich dieser auch wieder anlässlich des bevorstehenden Schulstarts in den ersten Bundesländern zu Wort meldet – mit den üblichen Prognosen: Es werde „mit Sicherheit“ in einigen Klassen „zu Corona-Ausbrüchen“ kommen. Hätte Lauterbach mit seinen Räuberpistolen Anfang Mai Recht behalten, als er sich vehement gegen die ersten zaghaften Öffnungen wandte, so müsste Deutschland heute längst ein Corona-Schlachtfeld mit grassierenden Masseninfektionen und explodierenden Fallzahlen sein, gegen die die „erste Welle“ mit ihren schlappen 150.000 Infizierten ein müder Vorgeschmack war.

Es kam anders, als dieser Katastrophenpriester mit der vermeintlichen Autoritär seines Fachs verkündete – und auch diesmal wird es nicht anders sein. Doch Gehör findet er in der wachgehaltenen Dauerhysterie nach wie vor: Kinder in betroffenen Schulklassen müssten „schnell isoliert werden“. Überhaupt sei nichts wie vorher: Der „Rest der Bevölkerung“ müsse sich „nach Partys im Sommer“ nun wieder „zusammennehmen“, zitiert „n-tv“ Lauterbach.

Schulbeginn als nächstes Alarm-Stichwort

„komplett isolieren, am besten für eine Woche, einschließlich Lehrern und Eltern“, das ist Lauterbachs Generalrezept. Nur so könne man den Virus „beherrschen, ohne dass die komplette Schule geschlossen werden muss“. Natürlich müssen aus seiner Sicht nicht nur in den Klassen, sondern „auch auf dem Schulweg“ Masken getragen werden, im Bus sollen große Abstände zwischen den Schülern und optimale Belüftung gewährleistet sein.

Natürlich findet Lauterbach auch den weiteren Totallockdown von Großveranstaltungen aller Art richtig – Fussball, Konzerte etcetera. Normalität darf es für diesen Scharfmacher nicht geben, da können noch so viele Studien Zweifel an der tatsächlichen Bedeutung von Großevents am Infektionsgeschehen nähren. Und auch die Rückkehrer aus „Risikogebieten“ – am besten das komplette Ausland, überall wo Deutsche Urlaub machen – sollen gnadenlos zwangsgetestet werden.

„Es kommen genug Infizierte zurück, um diese Testvorschriften zu rechtfertigen“, frohlockt Lauterbach. Die Maßnahme sei richtig und müsse umgesetzt werden. Und natürlich sollen die PKW-Rückkehrer nach Deutschland „innerhalb einer bestimmten Frist bei Ärzten oder in Testzentren“ getestet werden.

Verrücktmachen mit Ansage

Das Ziel des Verrücktmachens mit Ansage ist klar: Die Zweite Welle soll her, die Lauterbach schon herbeiredete, als es nicht mal eine erste gab. Dabei gibt es, wie die „Welt“ in einem kritischen Hintergrundartikel zum Thema („Die Gefahr der Methode Lauterbach“) gestern schrieb, weder eine wissenschaftliche noch eine politische Definition für diesen Begriff, noch eine einheitliche Orientierungsgröße. Da sei es kein Wunder, wenn die Menschen bald abstumpften.

Auch Boris Palmer ging auf Lauterbachs Wellengefasel ein – und kritisiert, dass dieser behauptet, die zweite Welle hätte auch in Deutschland längst begonnen. Tatsächlich aber gibt es für die Anstiege der Fallzahlen klare Gründe: Neben der Ausweitung der Testkapazitäten sind dies Testungen in Schlachtbetrieben oder auf Bauernhöfe, sowie die flächendeckende Durchführung von mehr Tests, was dann auch mehr positive Tests generiert. (DM)

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