Grüne Hirnverfettung: Jugendliche reif genug zum Wählen, aber zu doof für die richtige Ernährung?

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Foto: Von Ari N/Shutterstock

Deutschlands ambitionierteste Bevormundungspartei, die Grünen, hat seit ihren Gründungstagen zu Kindern und Jugendlichen ein heikles Verhältnis: Einst als sexuelle Lustobjekte, mit denen unkonventionell-„antibürgerliche“ Liebesbeziehungen und „Körpererfahrungen“ auszutesten von führenden Parteikadern empfohlen wurde, wandelten sie über die Jahrzehnte in der grünen Wahrnehmung vor allem zum künftiges Wählerreservoir, um die man sich früh bemühen müsse: Klimaaktivismus bereits im Vorschulalter, ideologische Früherziehung pro Diversität und Gendergerechtigkeit – und natürlich das Eintreten für ein Wahlrecht ab 16 (manche Durchgeknallte forderten es bereits ab 14 oder 12.

Umso erstaunlicher, dass die Grünen dieser Zukunftsklientel anscheinend aber nicht zutraut, selbstbestimmt über die eigene Ernährung entscheiden zu können. Weil die – lange Zeit nur auf die US-Bevölkerung im Stil der „Supersize-Me“-Kulturkritik klischeehaft bezogene – Phrase „die Kids werden immer dicker“ zunehmend auch auf Deutschland Anwendung findet, fordern die Grünen nun ein Verbot von Fernsehwerbung für Fastfood.

Angesichts der steigenden Zahl übergewichtiger Menschen in Deutschland gebe es einen „dringenden Handlungsbedarf“, sagte die Gesundheitsexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Kirsten Kappert-Gonther, laut „n-tv“ dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Werbung für stark zuckerhaltige Produkte und andere ungesunde Lebensmittel müsse „reguliert“ werden. „Regulieren“, das ist so ein Lieblingswort: Wo man Menschen die Freiheit nicht zugestehen mag, für sich selbst Entscheidungen zu treffen (durchaus auch unter Inkaufnahme potentieller Nachteile oder Gesundheitsrisiken), da muss man sie eben zwingen.

TV-Werbeverbot für Junkfood: Das fordern die Richtigen

Deshalb fordern die Grünen nun am besten gleich eine komplette oder zumindest starke „Einschränkung der Werbung für ungesunde Nahrungsmittel“; gerade Kinder und Jugendliche seien besonders empfänglich für die TV-Werbung, warnte Kappert-Gonther. Sie müssten deshalb besser vor Produkten „geschützt“ werden, die nicht den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ausgewogene Ernährung entsprächen.

Interessant, dass dieselben Halbwüchsigen, denen man die geistige Entwicklung und Reife zutraut, Parteien und die Tragweite politischer Entscheidungen beurteilen zu können und sie deswegen mit dem vollen Wahlrecht ausstatten will, hier offenkundig für zu beschränkt gehalten werden, zu wissen, welche Ernährung für sie gut oder schlecht ist. Soviel zum – buchstäblichen – Thema „Mündigkeit“…

Vielleicht sollte die Partei mit ihrer Gesundheitsdiät allerdings erst einmal in den eigenen Reihen anfangen, bevor sie andere dahingehend auf den rechten Weg zwingen will: Dort finden sich, vor allem in der weiblichen Riege, nämlich viele Vertreterin der grünen Subspezies „Wuchtbrumme“, denen Zwangsdiät oder der Verzicht auf den einen oder anderen Burger sicher gut täte. Mit Veganismus lassen sich solche Leibesformen jedenfalls kaum vereinen:

Vollschlank ganz ohne Junkfood? Grüne „Gesundheitsapostel*Innen“ (Screenshot:Twitter)

Dass es natürlich politisch höchst unkorrekt ist, auf diesen offensichtlichen Widerspruch hinzuweisen, hat zwei Gründe: Zum einen gilt im grünen Milieu das Bloßstellen oder nur Benennen körperlicher Defizite als Diskriminierung der Kategorie „Body-Shaming“ – was nicht nur schonungslose Objektivbefunde über Spitzenkandidatinnen einschließt, deren Figur einem Sack Elchgeweih ähnelt, sondern auch schon zarte, subtil-charmante Andeutungen (so wie umgekehrt schon Blicke oder Komplimente als „Sexismus“ gelten).

Zum anderen wollen speziell Grüne äußerst ungern auf Widersprüche zwischen den eigenen Lebensgewohnheit und den an andere gestellten Verzichtsforderungen erinnert werden. Ob dies grüne Senatoren sind, die sich mit Oberklasse-Dienstwagen selbst über fußläufige Distanzen chauffieren lassen und außerhalb der Sichtweite des Publikums schnell auf Rad oder E-Mobil umsteigen – oder grüne Heuchel-Großmeisterinnen wie Katharina Schulze oder Luisa Neubauer, die angesichts ihrer Luxus-Fernreisen nach Übersee heiße Anwärterinnen auf den Miles&More-Award wären, von anderen aber Flugverzicht fordern: Wasserpredigen und Weintrinken gingen in dieser Partei schon immer Hand in Hand.

Das treffendste Beispiel dafür mit Bezug zum aktuellen Thema lieferten die Grünen im Nachbarland Österreich: über deren prominenten Spitzenpolitiker und Vizekanzler Werner Kogler wurde gespottet, weil er zu nächtlicher Stunde in einem Wiener Mc Donald’s beim herzenslustvollen Burgermampfen fotografiert wurde; die Folge waren die „#Soliburger“-Affäre – und tagelange Shitstorms, da sich auch die Ösi-Grünen wiederholt gegen Fastfood ausgesprochen hatten. (DM)

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