Erst einsperren, dann testen: Das neue Corona-Regiment

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"Cluster"-Zwangsquarantäne auch ohne Tests? (Symbolbild:Imago)

Allmählich fragt man sich, wer hier eigentlich die wirklichen „Covidioten“ sind: Mit dem Vorstoß, Infektionscluster „nach japanischem Vorbild“ zuerst zu isolieren, bevor dann detaillierte Einzeltests durchgeführt werden, wirft die Helmholtz-Virologin Ulrike Protzer, ihres Zeichens Direktorin der TU München, mal eben die nächsten tragenden Säulen von Demokratie und Grundgesetz über den Haufen.

So wie sich auf Instagram Influencer um Likes, Follower und öffentliche Aufmerksamkeit balgen, versuchen sich seit Ausbruch der Krise anscheinend immer mehr Virologen durch möglichst aufsehenerregende Vorschläge oder Debattenbeiträge zu profilieren, um zumindest einen kleinen Abglanz des Ruhms zu erhaschen, der ihren Fachkoryphäen Drosten, Streeck & Kekule zuteil wurde; selbst Tierärzte gelangten schließlich dank Corona zu Prominenz – RKI-Chef Wieler lässt grüßen.

Virologin Protzer probiert es mal mit einem gedanklichen Ausflug in fernöstliche Politikpraktiken (wo man Bewohner betroffener Wohlblöcke schonmal in ihren Häusern einschweißt oder Infizierte zwangsinterniert): Ihre neue „umgekehrte Strategie“ zur Corona-Nachverfolgung sieht allen Ernstes vor, Infektionscluster – für deren Ausfindigmachung sich auch ihr Charité-Kollege Christian Drosten stark macht, nach dem in Japan angewandten Modell komplett zu isolieren. Konkret bedeutet das: Im Infektionsfall werden einfach erstmal alle Kontaktpersonen in sofortige Quarantäne geschickt; erst danach wird getestet und „über weitere Maßnahmen entschieden“.

Vorgezogene Quarantäne auf Verdacht 

Diese faktische Freiheitsberaubung hält Protzer „für sehr vernünftig“, da so „Zeit gespart werden kann“, so die Virologen gegenüber „RTL„. Im Herbst „müssen wir wirklich umdenken und müssen, um schnell zu sein, alle möglichen Kontaktpersonen erstmal isolieren, dann testen“, präzisierte die Medizinerin. Wer sich also beispielsweise zufällig zur selben Zeit wie ein (völlig symptomfreier, womöglich sogar falschpositiv getesteter) Infizierter in derselben Kneipe aufgehalten hat, wird von Gesundheitsamt – und bedarfsweise Polizei – künftig direkt in Quarantäne gesteckt und darf das Haus nicht verlassen – auch wenn er noch nicht einmal getestet wurde geschweige denn ein positives Ergebnis vorliegt.

Man gewinnt zunehmend den Eindruck, dass hier tatsächlich Planspiele in eine ganz verhängnisvolle Richtung durchgespielt werden sollen, die in einem womöglich längst beschlossenen Lockdown (der aktuell durch künstlich nach oben getriebene „Neuinfektionen“ legitimiert werden soll) eine neue, wahnsinnige Routine werden sollen. Wer, so muss man sich fragen, gebietet dem völlig unverhältnismäßigen Furor dieses Gesundheitsregimes eigentlich noch Einhalt? (DM)

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