Mal wieder: „Spiegel“ muss sich für Fake-News entschuldigen

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Der Spiegel; Foto: © jouwatch Collage

Hamburg – Für das Stammhaus der deutschen Relotius-Presse gelten anscheinend andere Maßstäbe, wenn dort auch weiterhin munter journalistisches Schindluder getrieben wird: Der „Spiegel“ hatte in seiner tendenziösen Berichterstattung über Corona-„Hotspots“ auf Mallorca (zur Untermalung der Story von angeblich rücksichtslos feiernden, rücksichtslosen biodeutschen Ballermann-Urlaubern) Fotos von überfüllten Stränden gezeigt – die dummerweise nicht aus diesem Jahr stammen. Mit einer lapidaren Entschuldigung redet sich das Blatt heraus.

Via Twitter entschuldigte sich das einstige „Sturmgeschütz der Demokratie“ kleinlaut für diese Panne, die mehr als nur ein Flüchtigkeitsfehler darstellt – zeigt sie doch, dass das Kernproblem, Bilder und Inhalte innerredaktionell allzu bereitwillig für wahr zu halten, wenn sie zu den inneren Denkschablonen passen, beim „Spiegel“ nach wie vor fortbesteht.

(Screenshot:Twitter)

Bemerkenswerterweise folgte, anders als es bei den freien Medien und bei kritischen Bloggern der Fall ist, hier keine Sanktion seitens Facebook, etwa durch Sperren der Seite oder durch öffentliche Anzweifelung der Glaubwürdigkeit als „dubiose Quelle“. Gerade beim „Spiegel“ mit seinem Archiv, seiner legendären Dokumentation und seiner personalintensiv-hochprofessionellen Infrastruktur sollten eigentlich ganz andere Sorgfaltspflichten gelten – gerade nach der Relotius-Affäre vor zwei Jahren. Man fragt sich, was die seitherigen internen „Strukturreformen“ eigentlich gebracht haben.

Ob sich hier übrigens die manipulativen „Faktenchecker“ von Correctiv und dpa vornehm zurückhielten, und das Flaggen des „Spiegel“-Beitrags mit dem manipulativen Bildmaterial als „Falschinfo“ bewusst vermieden? Eine Krähe hackt der anderen eben kein Auge aus, schon gar nicht innerhalb desselben Propaganda-Lagers. (DM)

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