Staatliche Fake News über die Zahl der Teilnehmer?

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Foto: Imago

Für die Regierung und ihre Medien – von der Tagesschau bis zum „amtlichen Regierungsblatt“ „taz“ ist es von großer Bedeutung, dass man die Zahl der Teilnehmer bei der Groß-Demo vom Sonnabend so weit wie möglich runterrechnen kann. Gut, dass die mittlerweile offensichtlich gehirngewaschene Polizei von Berlin dieses üble Ding „freiwillig“ mitmacht und von lächerlichen 17.000 Teilnehmern spricht.

Hier ist ein Mathematik-Kurs für den Beamtenapparat wirklich angebracht. Außerdem ist immer entscheidend, um wie viel Uhr, welche Fotos gemacht wurden. Vielleicht waren es am Anfang etwas weniger, zum Schluss aber dagegen sehr viel mehr?

Aber ob nun 1,3 Mio, oder 800.000 oder „nur“ 50.000 Bürger mitgemacht haben, spielt im Grunde genommen gar keine Rolle. Diese machtvollen Bilder sprechen für sich. Es war ein gigantischer Erfolg. Dass hier jeder so zählt, wie es ihm in den Kram passt, ist wohl dem Aufreger-Thema geschuldet.

Und genau deshalb wurde der Propaganda-Apparat und die Fake-News-Schleudern des Bundeskanzleramtes in Gang gesetzt. Wir dürfen bei der „Tagesschau“ folgenden lesen:

„RBB-Reporter Olaf Sundermeyer beobachtet seit vielen Jahren Demonstrationen, er war den ganzen Tag rund um die Proteste unterwegs. Am Vormittag, so berichtet er im Gespräch mit dem ARD-faktenfinder, habe er den Demonstrationszug einmal an sich vorbeilaufen lassen und dabei überschlagen, wie viele Menschen ungefähr dabei gewesen seien. Seine Schätzung: etwa 12.000. Nach und nach hätten sich noch Menschen dem Zug angeschlossen, so seine Beobachtung. Er hält die Angaben der Polizei für realistisch.“

Auch die jouwatch-Redaktion beobachtet seit vielen Jahren Demonstrationen, Redaktionsmitglieder waren bei der Love-Parade und auf den Fan-Meilen dabei. Hier die Aussage eines anwesenden Redaktionsmitglieds: „Zur Wahrheit gehört, dass das immer wieder gezeigte Luftbild nur einen kleinen Ausschnitt der gestrigen Demo darstellt. Es ging ja noch weiter bis zur Siegessäule, in den Tiergarten und in die Innenstadt hinein. Beim nächsten Mal brauchen wir dringend eine Drohne und müssen das dokumentieren.“

Die „taz“ springt der Polizei bei (was komischerweise nur passiert, wenn diese sich nicht gegen die Antifa wehrt):

„In den Sozialen Medien wurden vor allem Fotos geteilt, die von der Spitze der Siegessäule Richtung Brandenburger Tor eine dicht gedrängte Menge zeigen. Solche Fotos wurden von Pressefotografen der Nachrichtenagenturen dpa und Reuters veröffentlicht. Vergrößert man diese Fotos, erkennt man aber schnell, dass die Straße des 17. Juni keineswegs auf der gesamten Länge von 1,7 Kilometern dicht bevölkert ist. Im Gegenteil sind sehr große Lücken zu erkennen. Zudem sieht man, dass die Menschen auf den meisten Abschnitten nicht dichtgedrängt, sondern sehr locker stehen oder sitzen. Auch ein vom rechtsextremen Koch Attila Hildmann verbreitetes Selfie-Video, das ihn mitten in der Menge von angeblich „1,3 Millionen“ zeigt, verdeutlicht, dass dort im Schnitt maximal ein Mensch auf vier Quadratmeter kommt. An vielen Ecken sind es sogar deutlich weniger.“

Hoch interessant, oder? Denn wenn es wirklich so gewesen wäre, dann hätte es wegen mangelnden Sicherheitsabstands ja nicht so einen Aufschrei gegeben, oder? Die „taz“ gibt damit nämlich zu, dass die Demo zu Unrecht aufgelöst wurde – normalerweise würden die linksradikalen Redakteure die Wände hoch gehen – wenn denn ihr Klientel davon betroffen wäre.

Hier noch Auszüge aus einem Kommentar, gefunden auf „Facebook“:

Die Straße des 17. Juni ist 3,58 km lang und 85 m breit. Macht eine Fläche von 304.300 qm. Wenn die offiziellen Meldungen über 17.000 Demonstranten stimmen, dann befand sich am Samstag auf 18qm, also einem knappen Wohnzimmer, lediglich ein einziger Demonstrant. Im Tiergarten, auf den Reichstagswiesen und sonstigen Demoplätzen dann auch kein weiterer. Berlin als Bermudadreieck. Eine Million Demonstranten spurlos verschwunden.
Spurlos? Wir rechnen kurz nach. Nach allem, was man von ähnlich bebilderten Demonstrationen weiß, befinden sich auf 18qm sehr wahrscheinlich mindestens 18 Menschen. Also pro qm einer. Schnell auch das Doppelte oder Dreifache. Die heute mitunter von Enthusiasten vermeldete Zahl von 5 Personen/qm ergäbe sogar 1,5215 Mio Empörte allein auf der Goldelsenstraße – das dürfte wiederum das obere Ende des Framings darstellen. Rechnet man realistisch, also mit ein bis zwei Personen/qm, und dann noch die nicht gleichzeitig im Bild festgehaltenen Treffpunkte hinzu, dürfte die Teilnehmerzahl in Berlin locker bei 1 Million, wahrscheinlich deutlich mehr gelegen haben. Soweit zur mit Grundschulmathematik ermittelten Lautstärke der samstäglichen Willensbekundung. Es waren sehr viele.
Was die Medien zum drastischen Heruntermanipulieren der Teilnehmerzahlen motiviert, muss man nicht lange erklären. Der potemkinsche Selbstschutz unterscheidet sich in nichts von den in den Achtzigern vermeldeten Wahlergebnissen für die SED. Das mediale Kommando Spezialkräfte versucht heute wie damals seine Auflösung hinauszuzögern.
Was wiederum die Polizei im Sinn hat, wenn sie von solch lächerlich niedrigen Teilnehmerzahlen berichtet, ist schon schwieriger zu bewerten. Wahrscheinlich ist, dass hier für den Fall vorgebaut wurde, dass die Veranstaltung irgendwann sicherheitstechnisch aus dem Ruder gelaufen wäre. Man hätte dann eine Erklärung gehabt, dass die eingesetzten Kräfte zwar der relativ niedrigen „Teilnehmerzahl“ angemessen aber dann doch „irgendwie überrascht“ worden wären. Eine der vielen Selbstenthaftungen also, nach denen die Republik heute eben so funktioniert. Auch die dann zeitig vermeldete Auflösung der Demo war wohl dieser Strategie des dünnsten Bretts geschuldet, das man Notlüge nennt.
Ansonsten machte Berlin deutlich, was Aufmerksame bereits Tage zuvor wussten. Corona geht Linken und Rechten auf den Sack. Die Maske, die Restriktionen sind direkt spürbare Eingriffe in die persönliche Freiheit, denen man nicht mehr durch die sonst übliche Flucht aufs Sofa entgehen kann. Wenn nicht die Maske, dann ein verlorener Job oder auch die für manche zum Lebensinhalt erklärte und nun nicht stattfindende Party. Corona schafft jedenfalls, was man bisher nur beim Nachbarn wähnte – persönliches Leid…
Die Veranstalter dürfen jetzt bloß nicht den Fehler machen, das Ding zu schnell zu wiederholen. Die Geschichte hat gezeigt, dass dann immer weniger bereit sind, mitzumachen, auch weil die Regierungspropaganda mit aller Macht versuchen wird, die „Bösen“ aus diesen Demos herauszupicken, um die Masse wieder in ihre Richtung zu ziehen.
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